Stumpy 2021: Mehr Spaß dank Downsizing Stumpy 2021: Mehr Spaß dank Downsizing Stumpy 2021: Mehr Spaß dank Downsizing

Neuheiten 2021: Specialized Stumpjumper

Stumpy 2021: Mehr Spaß dank Downsizing

  • Adrian Kaether
 • Publiziert vor einem Jahr

Für 2021 stellt Specialized das Dauerbrenner-Trailbike Stumpjumper neu auf. Das Stumpy wird leichter und sportlicher, soll dank moderner Geometrie bergab aber trotzdem nichts anbrennen lassen.

Das Stumpjumper gilt als Seele von Specialized. Es war das erste Bike, das Firmengründer Mike Sinyard ab 1981 in Serie produzieren konnte. Das erste Serien-MTB überhaupt . Seither war das Stumpy Racebike, Touren-Hardtail, Tourenfully, Trailbike. Es war Stahl, Aluminium, Carbon. 2018 kam es erstmals mit asymmetrischem Rahmen auf den Markt. Nun steht das neue Stumpjumper für 2021 in den Startlöchern.

Stumpjumper 2021: neuer Rahmen, weniger Federweg

29 Zoll, weiterhin asymmetrischer Rahmen, 140/130 Millimeter Federweg, das sind die wichtigsten Eckdaten. Das Stumpjumper rückt damit genau in die Mitte zwischen das  neue Stumpjumper Evo und das vortriebsstarke  Epic Evo  und gibt sich wieder etwas sportlicher als die Vorgängerversion mit 150/140 Millimetern Federweg. Das noch kurzhubigere Stumpjumper ST wird es nicht mehr geben.

Adrian Kaether Das neue Stumpjumper ist leichter, moderner und schneller.

Valentin Rapp Das Bike bietet zwar zehn Millimeter weniger Federweg als sein Vorgänger. Die Bergab-Performance soll das aber nicht schmälern.

Doch es wird auch nicht mehr gebraucht. Denn das neue Stumpjumper soll besser klettern als je zuvor. Schmalere Reifen (2,3 Zoll) und andere Komponenten sparen gegenüber dem Vorgänger etwa ein halbes Kilogramm ein, Kinematik und Geometrie sollen den Vortrieb ebenfalls begünstigen. So soll das neue Stumpjumper beim Treten deutlich weniger wippen, der steilere Sitzwinkel und der niedrigere Stack begünstigen ebenfalls das Kletterverhalten.

Geometrie, Rahmen, Kinematik

Neu ist, trotz des weiterhin asymmetrischen Designs: der Rahmen. Denn auch abseits des steileren Sitzwinkels hat Specialized kräftig an den Stellschrauben gedreht. Der Lenkwinkel wurde flacher, der Reach deutlich länger, das Tretlager wanderte noch tiefer.

Adrian Kaether Es bleibt beim asymmetrischen Hauptrahmen und dem Flipchip in der Dämpferanlenkung. Der Rahmen wurde jedoch von Grund auf neu designt und die Geometrie überarbeitet.

Adrian Kaether Kein Horst Link in der Kettenstrebe. Dafür flexen die Sitzstreben. Die Verlängerung der Kettenstreben wie beim Evo-Modell fällt damit weg. Die wachsen jetzt mit der Rahmengröße.

Adrian Kaether Apropos Rahmengröße: Auch beim Stumpjumper wird sie nun in S1 bis S6 angegeben.

So soll das neue Stumpjumper dem alten trotz des geringeren Federwegs bergab Paroli bieten können. Zumal die Überarbeitung der Kinematik auch der Performance bergab zugute kommt – sie fällt nun progressiver aus und soll so weniger empfindlich gegen Durchschläge sein. Damit man trotz des kurzen Federwegs auch ordentlich draufhalten kann.

Der Hinterbau kommt beim Stumpjumper nun erstmals ohne Horst Link aus, die flexenden Sitzstreben übernehmen diese Aufgabe. Das spart gegenüber dem Vorgänger rund 100 Gramm Gewicht (Rahmengewicht 2420 Gramm mit Dämpfer, Steckachse, Kettenstrebenschutz etc.) und begünstigt im besten Fall die Zuverlässigkeit – ein Gelenk weniger, das im Zweifel verschleißen kann. Über den Flipchip in der Dämpferanlenkung lassen sich nach wie vor Lenkwinkel und Tretlager anheben. Eine noch aufwändigere Geometrieverstellung wie beim Stumpjumper Evo entfällt mit dem Gelenk.

Größe, Ausstattung, Preis – das Stumpjumper wird günstiger

Specialized Die Geometrie des neuen Specialized Stumpjumper 2021 ist etwas länger, der Sitzwinkel steiler, der Lenkwinkel flacher. Wer es lieber verspielter mag, kann aber einfach zu einer kleineren Rahmengröße greifen, S-Sizing sei Dank.

Adrian Kaether Stark: Schon im Expert-Modell steckt die Fox 34 Grip 2 mit zweifach einstellbarer Zug- und Druckstufe.

Adrian Kaether Sram X01-Schaltwerk und -Schalthebel im Expert-Modell. Die Kassette stammt aber aus dem GX-Regal. Dank gutem Kettenstrebenschutz ist auch bergab Ruhe im Antriebsstrang.

Adrian Kaether Bekannte Features: Die SWAT-Box im Unterrohr und das Tool am Flaschenhalter. Die serienmäßige Kettenführung ist allerdings neu.

Neu ist auch die Größentabelle. Wie beim Enduro und beim Stumpjumper Evo wird beim Stumpjumper des Jahrgangs 2021 die Größe nicht mehr in S bis XXL angeben, sondern in den sogenannten S-Größen von S1 bis S6. Das soll die Kunden ermutigen, das Bike nicht nur nach der eigenen Körpergröße, sondern auch nach der persönlichen Präferenz auszuwählen – lieber Spieltrieb oder Laufruhe.

Nur soviel vorab: In der Praxis konnten wir bei 1,80 Meter Fahrergröße tatsächlich zwischen drei Rahmengrößen (S3, S4, S5) wählen, ohne die Einschubtiefe beziehungsweise den Auszug der Sattelstütze ausreizen zu müssen. Erstmals wachsen nun auch die Kettenstreben mit den Rahmengrößen: Bis S4 misst der Hinterbau 432 Millimeter, ab S5 442 Millimeter. So soll ein ausgewogeneres Handling erzielt werden.

Gute Nachrichten bei der Ausstattung: Gegenläufig zum aktuellen Trend wird das Stumpjumper für 2021 etwas günstiger. Los geht’s mit zwei Alu-Modellen schon für 2199 und 2999 Euro, das erste Carbon-Modell mit kompletter Shimano-SLX-Gruppe und Fox-Performance-Fahrwerk kostet 3999 Euro – 300 Euro weniger als bisher.

Valentin Rapp Wie fährt sich das neue Stumpjumper für 2021? Einen ersten Eindruck konnten wir uns bereits verschaffen. Mehr dazu in BIKE 12/2020 – ab 1. November im Handel und als Digitalausgabe in der BIKE App für  iOS  oder  Android .

Für das Modell Expert werden noch 5299 statt bisher 5799 Euro fällig. Kleiner Wehrmutstropfen: Die Carbon-Laufräder von Roval gibt’s dafür zwar leider nicht mehr. Stattdessen entschädigen die bessere Bremse (Sram G2 RSC), die bessere Schaltung (X01-Trigger und -Schaltwerk) und vor allem das bessere Fahrwerk (Fox 34 Performance Elite Grip 2/DPS Performance Elite) mit praktischem Mehrwert. Ein Pro-Modell wie beim Evo gibt es beim Stumpjumper nicht, der Sprung geht gleich zum S-Works-Modell, welches mit seinen Edel-Parts 9999 Euro kostet.


Wir konnten beim Presselaunch bereits einen ersten Eindruck vom neuen Stumpjumper gewinnen. Wie es sich fährt, und was es wiegt, lesen Sie in  BIKE 12/2020  – ab 1. November im Zeitschriftenhandel und als Digitalausgabe in der BIKE App für  iOS  oder  Android .

Themen: 29 ZollAll MountainCarbonNeuheiten 2021SpecializedSpecialized StumpjumperStumpjumperSWATS-WorksTrailbike


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