Neu 2020: Specialized Enduro

Das neue Enduro: Ist das der neue Alles-Könner?

  • Laurin Lehner
 • Publiziert vor einem Jahr

Das Specialized Enduro begründete vor 20 Jahren eine eigene Bike-Kategorie und gab ihr ihren Namen. Für die Saison 2020 legen die Kalifornier das ehemalige Alles-Könner-Bike komplett neu auf.

Das Specialized Enduro ist das Ur-Enduro. Vor 20 Jahren haben die US-Amerikaner ihr erstes Alles-Könner-Bike präsentiert und es Enduro genannt. Es dauerte nur wenige Jahre, dann überrollte die Enduro-Welle die Bike-Branche. Für die Saison 2020 legen die Kalifornier ihr Modell komplett neu auf.

Wir hatten in der Nähe von Lake Tahoe bereits die Möglichkeit das neue Enduro zu testen – auch bergauf. Dank Plattform-Funktion wippt da nix im Heck. Im offenem Modus minimal. Das Einsatzgewicht mit Pedalen von 14,7 Kilo beim Topmodell geht zwar in Ordnung, ist für ein Über-Zehntausend-Euro-Bike aber nicht sensationell.

Mit 170 Millimetern Hub in Front und Heck steckt das Specialized Enduro Drops und Sprünge unbeeindruckt weg. Überhaupt: Das neue Enduro hat sich ganz schön zur Abfahrtsmaschine gemausert, finden wir. 

Beim Konzipieren des Rahmens wurde viel vom großen Bruder Demo (Downhill-Big-Bike) übernommen. Fakt ist: Das neue Enduro besitzt eine komplett neue Geometrie, eine neue Rahmenkonstruktion und mehr Hub: 170 Millimeter vorne und hinten.

Das 2020er-Enduro wird es darüber hinaus nur als Carbon-Variante geben, der für 29-Zoll-Laufräder konzipiert wurde. Wer sich 27,5-Zoll-Laufräder in den Rahmen stecken will, kann das natürlich tun, sagt Specialized. Optimiert ist der Rahmen dafür allerdings nicht.

Die Idee bei der Entwicklung war es, die Kinematik des Hecks sensibler für kleine Unebenheiten zu machen aber dennoch potent genug für große Drops und schnelle harte Schläge, sagt Entwickler Brad Benedict.

Geometrie, neue Größen und Preise ab 4999 Euro

Specialized setzt auf neue Größen. Statt Rahmengrößen S, M, L, XL nennen die Kalifornier ihre Größen nun S2 bis S5. Die Geometrie des neuen Specialized Enduro ist länger, flacher und tiefer. Ein Trend, der jetzt schon viele Jahre sowohl bei Neukonstruktionen wie auch bei Modellpflegemaßnahmen durchgesetzt hat. Die Preise für komplette Bikes beginnen bei 4999 Euro für das Einstiegsmodell Enduro Comp und gehen bis 10999 Euro für das S-Works-Topmodell. Der schicke S-Works-Rahmen ist für individuelle Custom-Aufbauten auch einzeln für 3999 Euro zu haben.

Elegant gelöst: Das Mini-Tool lässt sich beim 2020-Modell aus dem Steuersatz zaubern. Pfiffig!

Für 11000 Euro darf man das erwarten: Das S-Works-Modell ist mit der elektronischen Sram XX1 Eagle AXS-Schaltung ausgestattet.

Schick und schnell: Das neue Specialized Enduro wird es vorerst nur als Carbon-Variante geben. Und nur mit 29-Zoll. Los geht’s mit dem Enduro Comp 29 ab 4999 Euro. Für das S-Works-Modell (Foto) muss man ganze 10999 Euro auf den Tisch legen, autsch!

Fahreindruck: Noch Alles-Könner-Bike oder schon Spezialist

Das Ziel der Konstrukteure war es, das schnellste Enduro auf dem Markt zu konstruieren. Vielleicht ist ihnen das gelungen, doch wäre schneller auch besser? Wir hatten bereits die Möglichkeit, das neue Specialized Enduro zu testen. Den ausführlichen Fahrbericht und unser Fazit lest ihr in der neuen Ausgabe BIKE 10/2019. Ab 3. September am Kiosk.

Specialized Enduro 2020 – die Modelle

"Einstiegsmodell": Specialized Enduro Comp. 4999 EUR.

Specialized Enduro Elite. 5999 EUR.

Schicke, auffällige Farbgebung: Specialized Enduro Expert. 6999 EUR.

Topmodell: Specialized Enduro S-Works. 10999 EUR.

Alles, nur kein Mauerblümchen: Den Rahmen des Specialized Enduro S-Works gibts auch einzeln. 3999 EUR.

Schlagwörter: Enduro Neuheiten 2020 Race Specialized


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