Neu 2019: Scott Ransom

Scott Ransom: 29 Zoll und 170-mm-Fahrwerk

  • Sebastian May
 • Publiziert vor 2 Jahren

Das Scott Ransom ist zurück! Das kernige Race-Enduro mit 170-Millimeter-Fahrwerk und wahlweise 29- oder 27,5-Zoll-Breitreifen ersetzt ab sofort das Genuis LT. Vorhang auf für das neue Scott-Bike:

Das Scott Ransom war bis 2010 das Aushängeschild des Schweizer Herstellers, wenn es um Bikes mit jeder Menge Federweg ging. 2011 entschied sich Scott allerdings seinem Enduro-Bike ein neues Gesicht zu verpassen. Aus dem Ransom wurde das Scott Genius LT. Acht Jahre lang sollte das Long Travel Genius in den Fluren der Bike-Händler stehen und zum echten Kassenschlager avancieren. Vom Scott Genius und der LT-Version verkauften die Schweizer in den vergangenen Jahren tausende Modelle. Doch jetzt der erneute Umbruch: 2019 ersetzt das neue Ransom wieder das Genius LT.

Auch wenn das Scott Ransom der Nachfolger des Genius LT ist, erinnert es optisch doch sehr stark an das aktuelle Genius.

Wer das passende „Lösegeld“ (englisch Ransom) bezahlt, wird mit einem reinrassigen Enduro-MTB belohnt. 170 Millimeter Federweg vorne und hinten, sowie die – wahlweise 27,5 Zoll oder 29 Zoll – 2,6 Zoll breite Bereifung verraten bereits das Einsatzgebiet des Ransom: die Geiseln des neues Gefährts sind Enduro-Racer, die ein möglichst potentes Bike auf den Stages dieser Welt ausführen wollen. Diese Ausrichtung wird durch die Geometrie des Bikes unterstützt. Ein 436 Millimeter langer Reach in Größe M und 438 Millimeter lange Kettenstreben versprechen auch bei hohen Geschwindigkeiten Laufruhe, trotzdem kommt der Spieltrieb nicht zu kurz. Dank einem Flipchip in der oberen Dämpferaufnahme lässt sich der Lenkwinkel um 0,8 Grad von flachen 64,2 Grad auf 63,4 Grad verändern. Klingt nicht nach viel, ist aber auf dem Trail spürbar. 15 Millimeter Rise an der Lenker-Vorbau-Einheit aus Carbon und ein steiler Sitzwinkel sorgen für eine kurze, kompakte Sitzposition, die für Komfort sorgt.

Geriffelter Schutz: ein schönes Detail ist der großflächige Kettenstrebenschutz, der den Carbon-Rahmen vor etwaigen Schäden schützen soll.

Auch die Ausstattung ist deutlich abfahrtsorientiert. Alle Modelle kommen mit 12-fach Antrieb und einem Dämpfer mit Nude-Technologie. Die neuen Dämpfer besitzen bis zu 30 Prozent mehr Luftvolumen. Obendrein bietet der Dämpfer jede Menge Verstellmöglichkeiten. Der Fahrer kann sich zwischen einem sehr linearen Federverhalten oder einer progressiveren Einstellung entscheiden (Ramp-Hebel). Scott verbaut diese neuen Nude-Dämpfer mit Ramp-Verstellung nicht nur in seinen neuen Ransom-Modellen: auch die 2019er Genius-Versionen kommen mit dieser Technologie. Außerdem lässt sich das Fahrwerk über das traditionelle Twinlock-System straffen beziehungsweise öffnen. Das Gewicht kann sich ebenfalls sehen lassen. So bringt das Ransom in der Topversion nur 13,3 Kilogramm ohne Pedale auf die Waage.

Den Fox Nude TR Dämpfer schmückt, neben der Kashima-Beschichtung in der Topversion, ein Ramp-Hebel, welcher das Federbein deutlich progressiver macht. Das macht beispielsweise bei Bikepark-Einsätzen Sinn.

Altbewährtes: Scott setzt auch bei seinem neuen Enduro-MTB Ransom auf das bereits bekannte Twinlock-System. Mit der Lenkerfernbedienung kann man Gabel und Dämpfer in drei verschiedene Fahrmodi schalten.

Nur 290 Gramm bringt die Syncros Hixon SL IC Lenker-Vorbau-Einheit aus Carbon auf die Waage. Sie ist beim Topmodell des Ransom – dem 900 Tuned – in Serie verbaut.

Erhältlich ist das Bike in vier Versionen. Das günstigste Modell gibt`s ab 2999 Euro. Für die teuerste Variante müssen Interessenten 7599 Euro hinblättern. Wie sich das Ransom im Duell gegen das Cannondale Jekyll 29 geschlagen hat und wie sich das Bike im harten Enduro-Einsatz fährt, lesen Sie in BIKE 10/18 – ab 4. September am Kiosk.

Wir konnten das neue Scott Ransom bereits auf der Hörnli Trailjagd in Arosa ausgiebig testen. Den ausführlichen Test und den Vergleich zum Cannondale Jekyll 29 gibt`s in BIKE 10/18.

BIKE 10/2018 – ab 4. September im Handel. Das Heft gibt´s bis 8. Oktober am Kiosk und darüber hinaus in unserem  Onlineshop  sowie als  Digital-Ausgabe  für alle Endgeräte.

Die Modelle im Überblick

5499 Euro kostet das Ransom 910, das günstigere der beiden Carbon-Modelle.

Das hochwertigere Alu-Modell des Scott Ransom soll 3799 Euro kosten. Das Scott-Enduro gibt es als Ransom 920 mit 29-Zoll-Laufrädern und als Ransom 720 mit 27,5ern.

Der Einstieg in die Ransom-Palette: Das Alu-Ransom 930 für 2999 Euro.

Themen: 27.5+29 ZollBIKE 10/2018EnduroNeuheiten 2019RansomScott


Die gesamte Digital-Ausgabe 10/2018 können Sie in der BIKE-App (iTunes und Google Play) lesen oder die Print-Ausgabe im Shop nachbestellen – solange der Vorrat reicht:

iTunes Store Google Play Store Delius Klasing Verlag
  • Starshot: Scott Ransom Limited

    27.06.2006

  • Scott Ransom

    15.11.2009

  • Scott Ransom 10 Hammerschmidt (Dauertest 2010)

    25.05.2010

  • Test 2017: Super-Enduros beim Megavalanche Race Alpe d'Huez
    Härtetest: 7 Premium-Enduros im Renneinsatz

    22.12.2017

  • Test 2018: Super-Fullys von Scott, Trek, Santa Cruz und Ibis
    Welches Bike liefert am meisten Trail-Spaß?

    08.01.2018

  • Dauertest: Scott Genius LT 710 Plus
    Enduro-Langzeittest: Scott Genius LT 710 Plus

    27.07.2018

  • Danny MacAskill: Game of Bike (Video)
    Trial vs. Enduro – Danny vs. Danny!

    09.11.2018

  • Neuheiten 2017: Transition Scout Carbon & Patrol
    Trailbike Scout mit Carbon-Rahmen & Patrol-Update

    05.09.2016

  • Test: Scott Genius Plus vs Specialized Stumpjumper 6Fattie
    Plus-Test: Scott Genius vs Specialized Stumpj. 6Fattie

    23.05.2016

  • Cube Reaction Pro 29

    24.05.2013

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    Fastforward: Stahl-Enduro-Hardtail von Last

    09.10.2015

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