Mondraker Podium 2021

Unter 800 Gramm

  • Adrian Kaether
 • Publiziert vor 3 Monaten

Mit dem Podium stellt Mondraker den angeblich leichtesten Hardtail-Rahmen aus einer Serienproduktion weltweit vor. Die neue Rennfeile für 2021 soll aber auch mit Geometrie und Komfort punkten.

Cross-Country-Fullys werden immer besser und effizienter, Rennkurse immer härter. Mancher Downhill einer XC-Worldcup-Strecke würde sich auch auf einer Enduro-Stage gut machen und selbst im Uphill setzen Streckendesigner immer mehr auf anspruchsvolle Rampen voller Wurzeln und Steine. Die Frage lautet also: Warum im Jahr 2020 noch zum Hardtail greifen?

Das Topmodell Podium RR SL bringt fahrfertig ohne Pedale laut Hersteller nur 7,8 Kilogramm auf die Waage. Kostenpunkt: 8499 Euro.


Die Antwort lautet schlicht und einfach: Gewicht! Das neue Mondraker Race-Hardtail Podium besinnt sich daher auf die Kernwerte und will in Sachen Leichtbau neue Maßstäbe setzen. Ein Rahmengewicht von 775 Gramm (Größe M, ohne Steckachse) verspricht der Hersteller und will damit den aktuell leichtesten in Serie produzierten Hardtailrahmen überhaupt geschaffen haben. Dass die Spanier trotzdem Vertrauen in die Dauerhaltbarkeit ihrer Schöpfung haben, zeigen die lebenslange Garantie auf den Rahmen und das Fehlen eines Gewichtslimits.

Flacher und länger: Die neue Geometrie im Überblick


Beim Thema Geometrie orientiert sich Mondraker an aktuellen Trends und will seinem schnellsten Flitzer so auch in der Abfahrt Leben einhauchen. Ein flacherer Lenkwinkel von 68,5 Grad, ein längerer Reach von 444 Millimeter (Rahmengröße M) und ein tiefes Tretlager (-65 Millimeter) sollen etwas mehr Ruhe in das Handling bergab bringen, der effektive Sitzwinkel von 74,5 Grad positioniert den Fahrer auch in steilen Uphills in einer angenehmen Position zum Pedalieren.

Mit langem Reach und flachem Lenk- sowie steilem Sitzwinkel ist das Podium auf der Höhe der Zeit, ohne in Sachen Geometrie extreme Experimente zu machen.


Trotz des geringen Gewichts soll der neue Rahmen übrigens mit steifem Tretlager- und Steuerrohrbereich für einen guten Vortrieb und ein präzises Handling sorgen. Der Sitzkomfort sei gegenüber dem Vorgängermodell ebenfalls weiter verbessert worden, so der Hersteller. Kleiner Wehrmutstropfen für Variostützen-Fans: Verbaut werden ab Werk nur "normale" Sattelstützen, aus Komfortgründen mit einem Durchmesser von 27,2 Millimetern. Wer eine Dropper-Post nachrüsten möchte, findet zwar die nötigen Aufnahmen im Rahmen, wird aber bei der Wahl der Stütze aufgrund des geringen Sitzrohrdurchmessers etwas eingeschränkt.

Vier Modelle und Rahmenkit – Preise ab 4199 Euro


Mit insgesamt vier Modellen soll das Podium im Modelljahr 2021 ein breites Publikum ansprechen. Alle Modelle sortieren sich jedoch im Premiumsegment ein. Darunter gibt es weiterhin das etwas günstigere und schwerere Carbon-Hardtail Chrono von Mondraker. Mit dem Podium geht es ab 4199 Euro los (SID Select, GX Eagle, X1900 Spline, Level TL), das obere Ende der Fahnenstange ist erst mit dem Podium RR SL für 8499 Euro erreicht. Dafür verspricht der Hersteller aber auch ein Gewicht von 7,8 Kilogramm fahrfertig ohne Pedale. Ein Rahmenkit wird es ebenfalls zu kaufen geben. Der Preis dafür liegt uns noch nicht vor, dürfte sich aber knapp über 3500 Euro bewegen.


Alle weiteren Informationen finden Sie auf der Website des Herstellers.

Das breite Tretlager soll für einen steifen und sportlichen Antritt sorgen, die geschraubten Lagerschalen erleichtern den Service.

Das Cockpit mit dem hauseigenen Carbon-Lenker und Vorbau gerät aufgeräumt. Leichte Lizard-Skins-Griffe und Sram Level Ultimate-Bremsen halten das Gewicht niedrig.

Die XX1 Eagle AXS sortiert die Gänge im Topmodell. 

Ein extradünner Lack spart ein paar weitere Gramm am Rahmen und lässt außerdem die Fasern schön durchscheinen.

Themen: 29 ZollCarbonCross CountryHardtailLeichtbauMondrakerNeuheiten 2021PodiumRace-Hardtail


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