Test 2018: Specialized Epic S-Works

Specialized Epic S-Works im Test

  • Ludwig Döhl
 • Publiziert vor 3 Jahren

Teuer, extravagant und mit Köpfchen! Um dem alten Epic einen würdigen Nachfolger zu bescheren, verbessert Specialized bei den Epic-Bikes vor allem sein Brain-System nochmals. Das Race-Fully im Test.

Wir meiden Superlative, aber das hauseigene Brain-Dämpfersystem erscheint uns als perfektes Fahrwerk für Marathon-Fahrer. Denn der Dämpfer im Heck öffnet nur, wenn er Unebenheiten im Untergrund ausgleichen muss. Klettert man auf Teer oder feinem Schotter, blockieren Gabel und Dämpfer automatisch. Die leichten Carbon-Laufräder am Specialized S-Works Epic unterstreichen die guten Klettergene, und sogar der ungewöhnliche Schaltungsmix hat uns überzeugt. Das elektronische Shimano-XTR-Di2-Schaltwerk arbeitet super präzise. Egal, ob Schnee, Schlamm oder trockener Vulkanstaub, es lässt die Kette so akkurat über die Sram-XX1-11fach-Kassette gleiten, dass herkömmliche Seilzugschaltungen vor Neid erblassen müssen. Wir haben über 480 Kilometer und 16000 Höhenmeter in den kolumbianischen Anden auf dem Epic gespult und nicht ein einziges Problem mit der Elektronik gehabt. Selbst der im Sattelrohr versteckte Akku war nach einer Woche noch dreiviertel voll. Bei der Bandbreite der Schaltung muss man im Vergleich zu Srams Eagle-Schaltung aber Abstriche hinnehmen. Hier punktet das Giant mit seinem zusätzlichen zwölften Ritzel. In der Abfahrt funktioniert das Brain der Gabel etwas unsauberer als am Dämpfer, weshalb wir es nahezu ausgeschaltet haben. Dafür sorgt der 2,3 Zoll breite Reifen am Vorderrad für viel Grip im Singletrail. Das lange Steuerrohr lässt einen fast schon komfortabel hinterm Lenker Platz nehmen. Dank der im Bike integrierten Mini-Tools bleibt in den Trikottaschen mehr Platz für Energieriegel.


Test-Fazit zum Specialized S-Works Epic 2018:

Der neue Brain-Dämpfer funktioniert so perfekt, dass die Gabel nicht ganz mithalten kann. Bei der Geometrie nimmt Specialized nur kleine Änderungen vor im Vergleich zum alten Epic. Kein Wunder, beim Erfolg des Vorgängers. Nach unserem ausgiebigen Renntest sind wir uns aber sicher: Das 2018er-Epic ist ein würdiger Nachfolger.

Ludwig Döhl, BIKE-Testredakteur

Specialized Epic S-Works: Das Brain-System sitzt jetzt hinter der Hinterachse. Die Sensibilität kann weiterhin in fünf Stufen geregelt werden.  

Specialized Epic S-Works: Während unseres Tests hatten wir weder mit dem Akku noch mit der Funktion der elektronischen Schaltung Probleme.

Die Geometrie des Specialized Epic S-Works aus dem BIKE-Testlabor.

Das Fahrverhalten des Specialized Epic S-Works im Überblick.




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Test: null

Hersteller/Modell/Jahr
Fachhandel/Versender
Fachhandel
Herstellerangaben
Allgemeine Infos
Specialized Germany GmbHMarketing Office, www.specialized.com
Material/Grössen/Testgrösse
Carbon / H: S, M, L, XL / L
Preis
9999.00
Preis (Rahmen)
BIKE-Messdaten
Gewicht ohne Pedale
9710.00
Lenk-/Sitzrohrwinkel
69.30
Vorbau-/Oberrohrlänge
90.00
Radstand/Tretlagerhöhe
1150.00
Federweg Vo. min/max, Hi. min/max
-/103, -/105
Übersetzung
1
BB Drop/Reach/Stack
-39.00/452.00/618.00
Ausstattung
Gabel/Dämpfer
Rock Shox SID World Cup Brain/Rock Shox/Specialized Micro Brain, Spike Valve, Auto Sag
Kurbel/Schaltwerk/Schalthebel
Race Face Next SL/Shimano XTR Di2/Shimano XTR Di2
Bremsanlage/Bremshebel
Shimano XTR M9000/Shimano XTR M9000
Laufräder/Reifen
Roval Control SL 29 Carbon - - - -/Specialized Fast Trak Gripton Compound 2Bliss Ready 2,3 Specialized Fast Trak Gripton Compound 2Bliss Ready 2,1
BIKE Urteil¹
Das BIKE-Urteil gibt die Labormesswerte und den subjektiven Eindruck der Testfahrer wieder. BIKE-Urteile: super (250–205 P.), sehr gut (204,75–170 P.), gut (169,75–140 P.), befriedigend (139,75–100 P.), mit Schwächen, ungenügend.
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