Test 2017: Orbea Alma M-LTD

Hardtail: Orbea Alma M-LTD im Test

  • Stefan Loibl
 • Publiziert vor 3 Jahren

Würde man sich nach 20 Jahren Zweirad-Abstinenz nach einem neuen Rad umschauen, wäre das türkise Orbea-Alma-Hardtail mit starrer Carbon-Gabel das ideale Bike, um ihn nicht vor den Kopf zu stoßen.

Klar, die großen Laufräder und der 1x12-Antrieb mit tellergroßer Kassette in Goldlackierung würden ihn staunen lassen. Aber spätestens nach ein paar hundert Kilometern dürften die ungefilterten Schläge und das superdirekte Handling tief verborgene, frühere Fahrtechnikmuster zutage fördern. Denn so modern das 1146 Gramm leichte Kohlefaser-Chassis des Race-Hardtails auch aussieht, es bleibt ein Bike ohne Weichmacher und Komfort-Schnickschnack. Wer bergab damit seinen im Uphill erkämpften Vorsprung nicht verlieren will, muss saubere Linien fahren. Rauscht man ungebremst über Wurzelteppiche, wird man durchgeschüttelt wie auf einer Vibrationsplatte. Die 23 Millimeter breiten, 1700 Euro teuren Carbon-Felgen tun einem im Wurzelgeprassel fast schon Leid, machen aber einen guten Job. Durch den 68er-Lenkwinkel wurde das Alma dennoch mit einer sehr angenehmen Laufruhe ausgestattet. Ausruhen will man sich im Sattel aber fast nie. Sobald es bergauf geht, fordert die Leichtrakete vollen Einsatz und dankt es mit einer exorbitanten Beschleunigung. Man sollte sich also nicht wundern, wenn man die Kumpels mit dem Alma im Uphill locker stehen lässt, dafür aber nach zwei Stunden mit schmerzenden Handflächen und geplagten Bandscheiben kämpft. Auch die lange, sportliche Sitzposition ist rein auf Vortrieb ausgelegt. Im Online-Konfigurator kann man sich das Alma individuell zusammenstellen, auch was die Farbwahl angeht. Ganz ohne Aufpreis!

Orbea Alma M-LTD



Stefan Loibl, BIKE-Testredakteur: Selbst in Zeiten von sensibelsten Federgabeln und Elektronikfahrwerken hat ein leichtes Starr-Bike absolut seine Berechtigung. Die türkise Kletterrakete von Orbea zähmt steile Rampen und macht Anstiege zum Erlebnis. Bergab muss man kräftig zupacken und sauber fahren. Wer lieber zur Federgabel greifen möchte, nutzt die Custom-Option.

Stefan Loibl, BIKE Testredakteur

Orbea Alma M-LTD: Die Carbon-Starrgabel baut so hoch wie eine 100-mm-Forke mit 25 Prozent Sag. Die 600-Gramm-Gabel kann man mit und ohne Boost-Laufräder fahren.  

Orbea Alma M-LTD: Die Mini-Kettenführung macht ohne Federgabel definitiv Sinn.

Orbea Alma M-LTD

Orbea Alma M-LTD



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Test: Orbea Alma M-Ltd

Hersteller/Modell/Jahr
Orbea Alma M-Ltd / 2017
Fachhandel/Versender
Fachhandel
Herstellerangaben
Allgemeine Infos
Orbea, S. Coop., Ltda., 01805 1230021, www.orbea.com
Material/Grössen/Testgrösse
Carbon / H: S, M, L, XL / L
Preis
6499.00
Preis (Rahmen)
2999.00
BIKE-Messdaten
Gewicht ohne Pedale
7960.00
Lenk-/Sitzrohrwinkel
68.00
Vorbau-/Oberrohrlänge
100.00
Radstand/Tretlagerhöhe
1109.00
Federweg Vo. min/max, Hi. min/max
-/-, -/-
Übersetzung
1
BB Drop/Reach/Stack
-69.00/446.00/607.00
Ausstattung
Gabel/Dämpfer
Orbea Spirit Rigid Carbon/- -
Kurbel/Schaltwerk/Schalthebel
SRAM XX1 Eagle/SRAM XX1 Eagle/SRAM XX1 Eagle
Bremsanlage/Bremshebel
SRAM Level/SRAM Level Ultimate
Laufräder/Reifen
Mavic Crossmax Pro Carbon 15 x 110 12 x 148 - -/Maxxis Ikon 3C MaxxSpeed Exo 2,20 Maxxis Ikon 3C MaxxSpeed Exo 2,20
BIKE Urteil¹
Das BIKE-Urteil gibt die Labormesswerte und den subjektiven Eindruck der Testfahrer wieder. BIKE-Urteile: super (250–205 P.), sehr gut (204,75–170 P.), gut (169,75–140 P.), befriedigend (139,75–100 P.), mit Schwächen, ungenügend.

Themen: AlmaCC-RaceHardtailOrbeaTest


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