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Test 2019: Highend-Enduros über 5000 Euro Test 2019: Highend-Enduros über 5000 Euro

Test 2019: Highend-Enduros über 5000 Euro

7 Super-Enduros im BIKE Vergleich

Ludwig Döhl am 29.08.2019

Highend-Bikes treiben nicht nur das Konto ins Minus, sondern fressen auch die gemeinsame Zeit mit dem Partner. Wer über 5000 Euro für ein Enduro zahlt, wird darauf einige Stunden pro Woche verbringen.

Wer eines dieser sieben Test-Bikes kauft, sollte zumindest ein bisschen Geld für den Beziehungsberater zurückhalten! Denn, entweder der Partner wird eifersüchtig auf das neu errungene Objekt der Begierde, oder er verfällt in Schock, weil das Gemeinschaftskonto in den Dispo abrauscht. Wegen eines Fahrrads. 8599 Euro kostet das teuerste Nobel-Enduro in diesem Test. Der Preis ist schwer zu rechtfertigen, zumal deutlich günstigere Bikes bereits die Grundbedürfnisse von Enduro-Fahrern befriedigen können. Unsere Tests in der Vergangenheit haben bewiesen: Bereits für 3500 Euro bekommt man ein Enduro, mit dem es sich standesgemäß über Singletrails heizen lässt. Die Argumente müssen also hieb- und stichfest sein, wenn der eigene Beziehungspartner beginnt, ein in Steuerprüfer-Manier mit Fragen zu löchern: "Warum brauchst Du überhaupt ein neues Bike?" "Warum kostet das so viel?” "Wer ist Dir wichtiger, Dein Bike oder ich?” Bei der letzten Frage können auch wir nicht weiterhelfen. Aber, um eine Handvoll Argumente für diese sündhaft teuren Bikes zu liefern, haben wir sieben der spannendsten Enduros für die Saison 2019 in den Redaktionsbus gepackt. Ein Test auf den 3-Länder-Enduro-Trails am Reschensee sollte klären, ob diese sieben Enduros den Beziehungsstress wert sind.

Mit den Datenblättern aus dem Labor im Gepäck, lassen sich zumindest einige der kritischen Fragen schon mal beantworten. Diese Bikes sind so teuer, weil sie die Speerspitze der Mountainbike-Entwicklung abbilden.  Der aussagekräftige Stiffness-to-Weight-Wert (STW) ist in diesem Testfeld sehr hoch. Die Komplett-Bikes wiegen im Schnitt sogar unter 14 Kilo und sollten somit auch längere Touren zulassen. Zuletzt hatten wir Trailbike-Testfelder, die zwar deutlich günstiger, aber trotz geringerem Federweg ähnlich schwer waren. Ok, den zornigen Beziehungspartner mögen die nüchternen STW-Werte und Gewichtsangaben nicht besänftigen, aber Cube-Entwickler Michael Prell kann solche Preise zumindest erklären: "Bei unserem Team in Asien ist ein Ingenieur ausschließlich dafür da, Carbon-Strukturen zu optimieren. Im Stereo 150 steckt unsere modernste Kohlefasertechnologie." Freilich, neue Technologien zu erforschen, kostet Geld, und am Ende bekommt der Kunde ein leichteres und besseres Bike. Aber sind die Unterschiede auf dem Trail auch signifikant spürbar?


Den gesamten Test dieser Highend-Enduros mit allen Daten, Punktetabellen und der Notenübersicht gibt es als PDF unten im Download-Bereich:

  • Bold Cycles Unplugged
  • Cube Stereo 150 C:68 Action T.
  • Focus Sam 9.9
  • GT Force Carbon Pro
  • Santa Cruz Bronson CC Reserve
  • Scott Ransom 900 Tuned
  • Trek Remedy 9.9

Fotostrecke: Test 2019: Highend-Enduros über 5000 Euro


Den kompletten Vergleichstest inkl. aller Daten, Punktetabellen und der Notenübersicht finden Sie in BIKE 12/2018. Die gesamte Digital-Ausgabe können Sie in der BIKE-App (iTunes und Google Play) lesen oder die Print-Ausgabe im DK-Shop nachbestellen – solange der Vorrat reicht:

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Ludwig Döhl am 29.08.2019