Enduro mit High-Pivot-Design: Kavenz VHP 16 im Test Enduro mit High-Pivot-Design: Kavenz VHP 16 im Test Enduro mit High-Pivot-Design: Kavenz VHP 16 im Test

Einzeltest 2021: Kavenz VHP 16

Enduro mit High-Pivot-Design: Kavenz VHP 16 im Test

  • Peter Nilges
 • Publiziert vor 9 Monaten

Das Enduro geht außergewöhnliche Wege und verquickt einen Viergelenker-Hinterbau mit einem High-Pivot-Design.

High-Pivot: Für eine optimale Raderhebungskurve besitzt der Hinterbau einen hohen Drehpunkt. Eine Umlenkrolle entkoppelt den Kettenzug von der Hinterbaufunktion.

164 Millimeter Federweg stellt der Hinterbau bereit. Der in Deutschland gefertigte Rahmen lässt sich individuell konfigurieren.

Es scheint so, als wären High-Pivot-Bikes mit Umlenkrolle gerade hip. Zumindest entdeckt man Hinterbauten, bei denen die Kette aufgrund des hohen Drehpunktes eine Umleitung nehmen muss, wieder häufiger. Mit Forbidden und Actofive bedienen sich zwei Exoten dieser besonderen Bauart. Doch auch größere Marken wie Commençal setzen mit Erfolg auf einen Hinterbau mit ungewöhnlich hohem Drehpunkt. Vor allem an Fullys, bei denen die Abfahrt im Fokus steht, ist die aufwändige Konstruktion ein Thema. Auffallend: Bei allen drei genannten Marken handelt es sich um Eingelenker mit fixem Drehpunkt. Mit dem in Deutschland entwickelten und gefertigten Kavenz bringt Giacomo Großehagenbrock frischen Wind in die High-Pivot-Thematik und wagt sich bei seinem Enduro an einen viergelenkigen Hinterbau mit wanderndem Drehpunkt. „Nur so können wir eine optimale Raderhebungskurve ohne Nachteile beim Bremsen erreichen“, erklärt Giacomo, der Kopf hinter der Komponentenmarke 77designz (im Foto ganz oben).

So fährt das Kavenz:

180 Millimeter Federweg vorne und satte 164 Millimeter am Heck sprechen eine eindeutige Sprache: Das Kavenz ist auch für grobes Geläuf bestens gewappnet. Weil der Hinterbau vom Kettenzug entkoppelt ist, fühlen sich die ersten Pedalumdrehungen etwas seltsam an. Die von konventionellen Hinterbauten gewohnte Reaktion auf den Kettenzug bleibt aus. Das Heck arbeitet frei, unabhängig davon, wie stark man in die Pedale hämmert. Das ungewohnte Gefühl verfliegt jedoch sehr schnell...

Den gesamten Praxistest des Kavenz VHP 16 aus BIKE 4/2021 finden Sie als PDF unten im Download-Bereich.

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Wolfgang Watzke Die hintere Bremsaufnahme sitzt gut geschützt innerhalb der Sitzstreben. Dadurch fällt der Hinterbau jedoch recht breit aus und beschneidet die Fersenfreiheit.

Wolfgang Watzke Das Kavenz kann wahlweise mit einem 27,5er- oder 29er-Hinterrad gefahren werden. Dazu muss nur die untere Dämpferaufnahme getauscht werden. In beiden Einstellungen fällt die Kettenstrebenlänge mit 420–425 Millimetern sehr kurz aus.

Wolfgang Watzke Erst mit Hilfe der Umlenkrolle (Idler-Pulley) ist der hohe Drehpunkt des Hinterbaus realisierbar. Ohne die Umlenkung der Kette wären die Antriebseinflüsse zu extrem. Anti-Squat und Pedalrückschlag wären zu hoch.

Einzeltest 2021: Kavenz VHP 16

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Made in Germany: Einblick in die Produktion des Kavenz VHP 16

Themen: EnduroKavenzTest

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    Kadenz VHP16

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