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Test 2016: Rocky Mountain Sherpa Test 2016: Rocky Mountain Sherpa

Test 2016: Rocky Mountain Sherpa

All Mountain Fully: Rocky Mountain Sherpa im Einzeltest

Stefan Frey am 22.04.2016

Ausgerüstet mit Packtaschen und fetten Reifen soll das neue Rocky Sherpa das perfekte Abenteuer-Bike sein.

Die Packtaschen hat der Importeur nicht mitgeliefert, also wurde aus dem Praxistest kein Mehrtagesabenteuer, sondern eine überlange Testrunde. Die Frage nach der Fahrbarkeit des neuen Konzeptes mit 2,8 Zoll breiten Reifen soll auf dem Sägezahnprofil mit unzähligen Wurzeln beantwortet werden. Doch zuerst ins BIKE-Labor: Der Rahmen wiegt komplett nur 2,5 Kilo. Rocky kombiniert hier den bekannten Element-Carbon-Hauptrahmen mit einem speziell aufs Reifenformat angepassten Alu-Heck. Dass sich aus den Zutaten kein Leichtgewicht zaubern lässt, leuchtet ein. 2,2 Kilo wiegt die Gabel, fünf Kilo bringen die kompletten Laufräder auf die Waage. Und die zeichnen sich durch 45 mm breite Felgen aus. Als Luftdruck stellten wir etwa ein bar ein. Dafür rollen die Schlappen erstaunlich gut. Man reist selbst bergauf nicht in der Zeit zurück. Dank der guten Sitzposition und dem Mittelsteg der Reifen fühlt sich das Sherpa schneller an als erwartet. Bergab kann man total unkreativ bleiben: Lenker festhalten, drüberbügeln. Die stabilisierenden Kreiselkräfte spürt man deutlich, die Reifen walzen souverän über Wurzelteppiche. Bei Schrägfahrten fehlt den Reifen Seitenhalt, dafür schwimmen sie auf Sand oder Kies super auf. Der extreme Q-Faktor (Abstand der Kurbeln) von 190 mm sorgte auf Asphaltpassagen für Knieschmerzen. Und: Das Sherpa ist ein sehr teurer Spaß.

FAZIT Das Sherpa passt in kein Raster. Als All Mountain fährt es erstaunlich gut. Als Abenteuer-Bike, ausgerüs­tet mit dem Taschen-Set, ist es in unwegsamem Terrain nicht zu stoppen.

PLUS Spannendes Konzept (mit den Packtaschen), coole Optik, sicher in technischem Terrain
MINUS Hohes Gewicht, etwas träge, schwach ausgestattet fürs Geld

Test 2016: Rocky Mountain Sherpa

1. Das Heck ist unbeladen überdämpft – klar, es ist für Packtaschen ausgelegt. 2. Auch die Gabel überzeugt nicht voll, sie schmatzt beim Einfedern.

Test 2016: Rocky Mountain Sherpa

Test 2016: Rocky Mountain Sherpa

Test 2016: Rocky Mountain Sherpa

Das Fahrwerk des Rocky Mountain Sherpa ist kein Paradebeispiel für Harmonie. Auf dem Trail verschmilzt die Funktion aber mit den fetten Reifen.

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Testbrief: Rocky Mountain Sherpa

Hersteller/Modell/Jahr Rocky Mountain Sherpa/2016
Fachhandel/Versender Fachhandel
Herstellerangaben
Allgemeine Infos BikeAction Fahrradhandel GmbH, 06106/772560,
www.bikeaction.de
Material/Grössen/Testgrösse Hybrid/H: S, M, L, XL / XL
Preis 4.800,00 Euro
BIKE-Messdaten
Gewicht ohne Pedale 13,66 kg
Lenk-/Sitzrohrwinkel 69,7 °/73,1 °
Vorbau-/Oberrohrlänge 90,0 mm/635,0 mm
Radstand/Tretlagerhöhe 1.160,0 mm/328,0 mm
Federweg Vo. min/max, Hi. min/max -/121,0 mm, -/102,0 mm
Übersetzung 2-fach
BB Drop/Reach/Stack -32 mm/438 mm/632 mm
Ausstattung
Gabel/Dämpfer Manitou Magnum 27.5+/Manitou McLeod Air IPA-4
Kurbel/Schaltwerk/Schalthebel Race Face Turbine/Shimano XT/Shimano SLX
Bremsanlage/Bremshebel Shimano BL-M506/Shimano BR-M506
Laufräder/Reifen Sun Ringle SRC Plus, WTB Scraper 145 27.5+, DT Swiss 350, WTB Scraper 145 27.5+/WTB Trail Blazer 27.5+ 2,8, WTB Trail Blazer 27.5+ 2,8
BIKE Urteil1 gut
1 Das BIKE-Urteil gibt die Labormesswerte und den subjektiven Eindruck der Testfahrer wieder. Das BIKE-Urteil ist preisunabhängig. BIKE-Urteile: super (150-125 P.), sehr gut (124,75-110 P.), gut (109,75-90 P.), befriedigend (89,75-65 P.), mit Schwächen, ungenügend.
Stefan Frey am 22.04.2016