TrailbikeDevinci Django 29 im Einzeltest

Ludwig Döhl

 · 07.07.2017

Trailbike: Devinci Django 29 im EinzeltestFoto: Markus Greber
Trailbike: Devinci Django 29 im Einzeltest

Ein Bike zum Pferdestehlen, könnten wir schreiben, um die Western-Karte des Djangos auszuspielen. Doch was will man mit einem Pferd, wenn man dieses Bike hat?

Devincis Trail-Rakete schreckt auch vor fiesem, verblocktem Gelände nicht zurück. Für ein Bike dieser Klasse ist es erstaunlich potent. Neben den großen Laufrädern trägt dazu das herausragende Fahrwerk bei. Die rund 125 Millimeter Federweg nutzt das Django sehr effektiv. Dank angenehmer Progression stehen Gabel und Dämpfer hoch im Federweg. Diese Kombination verleiht Laufruhe und Spurtreue im groben Geläuf. Die kurzen Kettenstreben machen das 29er erstaunlich wendig, und das Django wirkt zu keiner Zeit behäbig. In der Abfahrt sind die Reifen der begrenzende Faktor: Die WTB-Kombi mit schneller Gummimischung (Fast Rolling an Vorder- und Hinterrad) rollt zwar gut, bietet aber recht wenig Grip und Dämpfung. Das Fahrwerk überzeugt auch im Anstieg: Der Hinterbau bleibt ruhig und pumpt auch im offenen Modus nur minimal. Die Sitzposition ist ausgewogen, und die leichten Laufräder entpuppen sich als spurtstark. Mit fahrfertigen 13,4 Kilo ist das Django dennoch kein Leichtgewicht, was in erster Linie dem schweren Rahmen geschuldet ist. Die Fox-Transfer-Teleskopstütze überzeugt mit top Funktion, super Ergonomie und einem leichtgängigen Hebel.

Verlagssonderveröffentlichung
  Devinci Django 29Foto: Robert Niedring
Devinci Django 29

Die wuchtigen Carbon-Sitzstreben mit Alu-Kettenstreben fallen nicht nur optisch auf. Sie bauen relativ breit, sodass die Fersen bei ungünstiger Fußstellung schon mal dran streifen können. Dafür runden die gute Verarbeitung, die astreine Zugführung und der durchdachte Rahmenschutz die Konstruktion ab. Super: die lebenslange Garantie, die Devinci für seine Rahmen gewährt.


FAZIT Ludwig Döhl, BIKE-Redakteur: Das Django ist ein sehr potentes Trailbike. Die Geometrie ist stimmig, und die hochwertigen Federelemente zahlen sich voll aus. Trotz der großen Laufräder fährt sich das Bike verspielt. Etwas Kritik gibt es für die Reifen, die bergab Geschwindigkeit und Fahrspaß limitieren sowie für den breiten Hinterbau, an dem schon mal die Fersen streifen können.

  Ludwig Döhl, BIKE-TestredakteurFoto: Ronny Kiaulehn
Ludwig Döhl, BIKE-Testredakteur
  Der Remote-Hebel der Fox-Transfer-Stütze am Devinci Django ist leichtgängig und angenehm zu bedienen.Foto: Robert Niedring
Der Remote-Hebel der Fox-Transfer-Stütze am Devinci Django ist leichtgängig und angenehm zu bedienen.
  Devinci setzt auf das patentierte Split-Pivot-Hinterbausystem, bei dem die Hinterradachse direkt durch das Gelenk läuft.Foto: Robert Niedring
Devinci setzt auf das patentierte Split-Pivot-Hinterbausystem, bei dem die Hinterradachse direkt durch das Gelenk läuft.
  Devinci Django 29Foto: BIKE Magazin
Devinci Django 29
  Devinci Django 29Foto: BIKE Magazin
Devinci Django 29


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