Trailbikes

Simplon Rapcon und Sengo: viel Kapazität, wenig Gewicht

Stefan Frey

 · 08.07.2019

Simplon Rapcon und Sengo: viel Kapazität, wenig GewichtFoto: Robert Niedring
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[Jetzt mit EMTB-Video] Mit dem Rapcon Pmax als Fully und dem Sengo Pmax als Hardtail bringt Simplon zwei neue Carbon-Modelle mit neuem Bosch CX-Antrieb und bis zu 1125 Wattstunden auf den Markt.

Mit dem Rapcon Pmax gehen die Österreicher neue Wege und bringen erstmals ein potentes E-Bike für den Trail- und Enduro-Einsatz auf den Markt. Der edle Carbonrahmen soll dabei das Gewicht in Grenzen halten. Trotz brandneuem Bosch Performance CX Gen4-Antrieb mit integriertem 625-Wattstunden-Akku soll das Topmodell gerade mal 21,5 Kilo auf die Waage bringen und sich so spielerisch über die Trails bewegen lassen. Wir konnten ein Vorserienmodell mit 29er-Laufrädern, ohne Pedale und mit 160/150 Millimetern Federweg bereits an die Waage hängen und respektable 22,6 Kilo messen. Das Bike entsprach nicht der Serienausstattung.

Rapcon Pmax – leichtes und variables Trail-Fully

  Neuland für Simplon: Mit bis zu 165 Millimeter Federweg am Heck stellt die Race-Schmiede erstmals ein E-Mountainbike mit Enduro-Genen auf die Stollen.Foto: Robert Niedring
Neuland für Simplon: Mit bis zu 165 Millimeter Federweg am Heck stellt die Race-Schmiede erstmals ein E-Mountainbike mit Enduro-Genen auf die Stollen.

Die wichtigsten Daten zum Rapcon

  • Material: Carbon
  • Antrieb: Bosch Performance CX Gen4, 625 Wh
  • Optional: Zusatz-Akku für bis zu 1125 Wh
  • Laufradgröße: 29 x 2,6 Zoll oder 27,5 Zoll (max. 3,0 Zoll Breite)
  • Gewichte: ab 21,5 Kilo
  • Größen: S / M / L / XL
  • Preise: ab 6699 Euro

Simplon bietet das Rapcon in zwei unterschiedlichen Versionen an. Trail-orientierte Biker wählen die Version mit 150 Millimeter Federweg an Front und Heck. Wer sich etwas mehr Abfahrtsleistung wünscht, bekommt das Rapcon auch im Enduro-Spec mit 170-Millimeter-Gabel an der Front und 165 Millimeter Federweg am Hinterbau, der dann von einem Stahlfeder-Dämpfer im Zaum gehalten wird.

Gelungene Integration: der Dämpfer sitzt gut geschützt in einer Carbon-Box am Sitzrohr. Über die seitliche Öffnung lässt sich der Dämpfer abstimmen, das Handling wird dadurch etwas fummelig.Foto: Robert Niedring
Gelungene Integration: der Dämpfer sitzt gut geschützt in einer Carbon-Box am Sitzrohr. Über die seitliche Öffnung lässt sich der Dämpfer abstimmen, das Handling wird dadurch etwas fummelig.
Simplon setzt bei seinen Neuheiten voll auf Boschs neuen Performance Line CX Gen4-Motor.Foto: Robert Niedring
Simplon setzt bei seinen Neuheiten voll auf Boschs neuen Performance Line CX Gen4-Motor.
Optional werden die Züge des Rapcon über einen speziellen Acros-Steuersatz ins Rahmeninnere geführt. Das sorgt für eine ansprechende und aufgeräumte Optik.Foto: Robert Niedring
Optional werden die Züge des Rapcon über einen speziellen Acros-Steuersatz ins Rahmeninnere geführt. Das sorgt für eine ansprechende und aufgeräumte Optik.
Die Kabeleingänge werden bei Nichtgebrauch mit einem speziellen Kiemen-Einsatz abgedeckt, der den Akku im Rahmen etwas besser belüften soll.Foto: Robert Niedring
Die Kabeleingänge werden bei Nichtgebrauch mit einem speziellen Kiemen-Einsatz abgedeckt, der den Akku im Rahmen etwas besser belüften soll.
An den Ösen am Unterrohr lässt sich entweder ein Zusatzakku platzieren oder ein Flaschenhalter anbringen.Foto: Robert Niedring
An den Ösen am Unterrohr lässt sich entweder ein Zusatzakku platzieren oder ein Flaschenhalter anbringen.
Edelstahlbleche an den neuralgischen Punkten schützen den Rahmen vor Beschädigungen.Foto: Robert Niedring
Edelstahlbleche an den neuralgischen Punkten schützen den Rahmen vor Beschädigungen.
Gelungene Integration: der Dämpfer sitzt gut geschützt in einer Carbon-Box am Sitzrohr. Über die seitliche Öffnung lässt sich der Dämpfer abstimmen, das Handling wird dadurch etwas fummelig.Foto: Robert Niedring
Gelungene Integration: der Dämpfer sitzt gut geschützt in einer Carbon-Box am Sitzrohr. Über die seitliche Öffnung lässt sich der Dämpfer abstimmen, das Handling wird dadurch etwas fummelig.
Simplon setzt bei seinen Neuheiten voll auf Boschs neuen Performance Line CX Gen4-Motor.Foto: Robert Niedring
Simplon setzt bei seinen Neuheiten voll auf Boschs neuen Performance Line CX Gen4-Motor.
Simplon setzt bei seinen Neuheiten voll auf Boschs neuen Performance Line CX Gen4-Motor.
Optional werden die Züge des Rapcon über einen speziellen Acros-Steuersatz ins Rahmeninnere geführt. Das sorgt für eine ansprechende und aufgeräumte Optik.
Die Kabeleingänge werden bei Nichtgebrauch mit einem speziellen Kiemen-Einsatz abgedeckt, der den Akku im Rahmen etwas besser belüften soll.
An den Ösen am Unterrohr lässt sich entweder ein Zusatzakku platzieren oder ein Flaschenhalter anbringen.
Edelstahlbleche an den neuralgischen Punkten schützen den Rahmen vor Beschädigungen.
Gelungene Integration: der Dämpfer sitzt gut geschützt in einer Carbon-Box am Sitzrohr. Über die seitliche Öffnung lässt sich der Dämpfer abstimmen, das Handling wird dadurch etwas fummelig.

Der Rahmen des Rapcon ist mit einigen cleveren Detzails ausgestattet. So lässt sich zum Beispiel auf dem Unterrohr ein Zusatz-Akku (Bosch Powerpack 500) huckepack nehmen, der die Energie von 625 auf satte 1125 Wattstunden steigert. Wird der Akku nicht benötigt, findet in dessen Halterung eine Trinkflasche Platz. Für die Verwendung einer längeren Gabel oder für den Einsatz von 27,5-Zoll-Laufrädern am Hinterrad lässt sich die Geometrie via Flip-Chip verstellen. Lufteinlässe, die alternativ auch als Kabeleingang genutzt werden können, sollen dem Akku im Unterrohr zusätzlich Kühlung verschaffen. Der Dämpfer des Rapcon sitzt gut geschützt in einer Box am Sitzrohr.

Wie für Simplon üblich, lässt sich das Bike über ausgewählte Komponenten konfigurieren. Die Preise des Rapcon Pmax starten bei 6699 Euro.

Sengo Pmax – variables Gelände- und Reise-Hardtal

  Das neue Sengo Pmax ist als leichtes und vielseitiges Hardtail konzipiert und bietet neben Zusatz-Akku- und Schutzblech-Montagemöglichkeit zahlreiche Optionen für individuelle Aufbauten.Foto: Robert Niedring
Das neue Sengo Pmax ist als leichtes und vielseitiges Hardtail konzipiert und bietet neben Zusatz-Akku- und Schutzblech-Montagemöglichkeit zahlreiche Optionen für individuelle Aufbauten.

Die wichtigsten Daten zum Sengo Pmax

  • Material: Carbon
  • Antrieb: Bosch Performance CX Gen4, 625 Wh
  • Optional: Zusatz-Akku für bis zu 1125 Wh
  • Laufradgröße: 29 x 2,6 Zoll oder 27,5 Zoll (max. 2,8 Zoll Breite)
  • Gewichte: ab 19 Kilo
  • Größen: S / M / L / XL
  • Preise: ab 5499 Euro

Mit dem Sengo Pmax nimmt Simplon ein besonders vielseitiges und leichtes Hardtail ins Programm auf. Dank Vollcarbon-Rahmen soll das Sengo gerade mal 19 Kilo wiegen. Für Vortrieb sorgt auch hier Boschs neuer Performance CX Gen4-Motor mit integriertem Powertube-Akku (625 Wattstunden). Wie beim Rapcon lässt sich auch hier ein Zusatz-Akku mit 500 Wattstunden am Unterrohr befestigen. Alternativ kann in die Bosch-Aufnahme ein Schnellwechsel-Flaschenhalter eingesetzt werden.

Dank formschöner und schlanker Integration des Powertube-Akkus fällt der Zusätzliche Power-Pack am Unterrohr kaum negativ auf.Foto: Robert Niedring
Dank formschöner und schlanker Integration des Powertube-Akkus fällt der Zusätzliche Power-Pack am Unterrohr kaum negativ auf.
Auch beim Sengo lassen sich die Züge klassisch in den Rahmen führen. Optional verschwinden sie etwas cleaner über die Öffnungen im Steuersatz.Foto: Robert Niedring
Auch beim Sengo lassen sich die Züge klassisch in den Rahmen führen. Optional verschwinden sie etwas cleaner über die Öffnungen im Steuersatz.
Dank Öffnung an der Sitzstrebe lässt sich das Sengo auch mit Riemenantrieb aufbauen. Passend dazu ist der Rahmen auch für die Vewendung von Rohloff-Naben vorbereitet.Foto: Robert Niedring
Dank Öffnung an der Sitzstrebe lässt sich das Sengo auch mit Riemenantrieb aufbauen. Passend dazu ist der Rahmen auch für die Vewendung von Rohloff-Naben vorbereitet.
Boschs neuer Gen4 Motor sorgt auch beim Sengo für kraftvollen Antrieb.Foto: Robert Niedring
Boschs neuer Gen4 Motor sorgt auch beim Sengo für kraftvollen Antrieb.
Am Rahmen finden sich zahlreiche Ösen zur Montage von Gepäckträger, Schutzblechen oder Ständer. Damit wird das Sengo absolut alltagstauglich.Foto: Robert Niedring
Am Rahmen finden sich zahlreiche Ösen zur Montage von Gepäckträger, Schutzblechen oder Ständer. Damit wird das Sengo absolut alltagstauglich.
Der optionale Zusatzakku am Unterrohr erhöht die Kapazität des Bikes auf 1125 Watt.Foto: Robert Niedring
Der optionale Zusatzakku am Unterrohr erhöht die Kapazität des Bikes auf 1125 Watt.
Dank formschöner und schlanker Integration des Powertube-Akkus fällt der Zusätzliche Power-Pack am Unterrohr kaum negativ auf.Foto: Robert Niedring
Dank formschöner und schlanker Integration des Powertube-Akkus fällt der Zusätzliche Power-Pack am Unterrohr kaum negativ auf.
Auch beim Sengo lassen sich die Züge klassisch in den Rahmen führen. Optional verschwinden sie etwas cleaner über die Öffnungen im Steuersatz.Foto: Robert Niedring
Auch beim Sengo lassen sich die Züge klassisch in den Rahmen führen. Optional verschwinden sie etwas cleaner über die Öffnungen im Steuersatz.
Auch beim Sengo lassen sich die Züge klassisch in den Rahmen führen. Optional verschwinden sie etwas cleaner über die Öffnungen im Steuersatz.
Dank Öffnung an der Sitzstrebe lässt sich das Sengo auch mit Riemenantrieb aufbauen. Passend dazu ist der Rahmen auch für die Vewendung von Rohloff-Naben vorbereitet.
Boschs neuer Gen4 Motor sorgt auch beim Sengo für kraftvollen Antrieb.
Am Rahmen finden sich zahlreiche Ösen zur Montage von Gepäckträger, Schutzblechen oder Ständer. Damit wird das Sengo absolut alltagstauglich.
Der optionale Zusatzakku am Unterrohr erhöht die Kapazität des Bikes auf 1125 Watt.
Dank formschöner und schlanker Integration des Powertube-Akkus fällt der Zusätzliche Power-Pack am Unterrohr kaum negativ auf.

Der Rahmen des Sengo Pmax bietet Platz für Reifen bis maximal 29 x 2,6 Zoll. Alternativ lässt sich das Hardtail auch auf 27,5 Zoll umrüsten. Dann passen sogar 2,8 Zoll breite Schlappen in den Hinterbau. Wer das Sengo als Pendler- oder Reiserad nutzen möchte, erhält mit dem Zusatzakku nicht nur eine besonders hohe Reichweite. Zahlreiche Ösen und Montagepunkte ermöglichen die Verwendung von Schutzblechen, Gepäckträger, Ständer oder Licht. Die Ausfallenden sind zudem für die Verwendung von Rohloff-Anrtrieben vorbereitet. Alternativ zur klassischen Kette, kann das Sengo auch per Riemen angetrieben werden.

Auch für das Sengo Pmax bietet der Simplon-Baukasten Raum für Individualität. Die Preise für das Carbon-Hardtail starten bei 5499 Euro.

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