Radon Skeen Trail Ultimate im Test

Peter Nilges

 · 16.05.2017

Radon Skeen Trail Ultimate im TestFoto: Marius Maasewerd
Radon Skeen Trail Ultimate im Test

Als einziges Trailbike in diesem Test mit einem Alu-Rahmen hat es das Radon Skeen Trail Ultimate unter der carbonisierten Leichtbaukonkurrenz nicht gerade leicht.

Beim Rahmengewicht ohne Dämpfer büßt das Skeen bereits 301 bis 988 Gramm ein. Durch einen konsequenten Aufbau mit Sram-XX1-Eagle-Gruppe und leichten DT-Swiss-XMC-Carbon-Laufrädern kann sich das Gesamtgewicht von zwölf Kilo ohne Pedale dennoch sehen lassen, was in diesem erlesenen Testfeld einen Mittelplatz bedeutet. Gemessen am Preis, den Versender Radon für dieses Bike aufruft, kann kein anderer mithalten. Anstelle des Yetis könnte man sich genauso gut gleich zwei Skeens in die Garage stellen. Durch den 18-Zoll-Rahmen fällt die Sitzposition kompakt aber schön mittig zentriert aus. Trotz Dämpfer-Setup mit wenig SAG lässt sich der vorhandene Federweg sehr gut nutzen. Die anschließend im Labor gemessenen 122 Millimeter am Heck fühlen sich nach mehr an und bieten für die abwechslungsreichen Trails in Rabenberg zu jeder Zeit genügend Reserven. Dabei arbeitet das Fahrwerk sehr sensibel und pumpt nur minimal im Wiegetritt bergauf. Auf dem Trail flext der Rahmen spürbar, was auch unsere Labormessung bestätigt. Leichte Fahrer können daher von der Extra-Traktion in Kurven profitieren, schwere Fahrer vermissen jedoch etwas Steifigkeit. Durch die Kombination aus 29-Zoll-Laufrädern und einem recht flachen Lenkwinkel von 67 Grad bietet das Radon ein hohes Maß an Sicherheit und eine Top-Kontrolle, wodurch das Bike zu den besten beim Fahrverhalten bergab zählt. Die langen Kettenstreben sorgen für Laufruhe und ein gutes Kletterverhalten, erfordern aber etwas mehr Einsatz, um das Vorderrad anzuheben.

Verlagssonderveröffentlichung
  Radon Skeen Trail Ultimate: Maguras MT Trail gilt als Referenz unter den Trail-Bremsen und kombiniert satte Bremskraft mit moderatem Gewicht.Foto: Marius Maasewerd
Radon Skeen Trail Ultimate: Maguras MT Trail gilt als Referenz unter den Trail-Bremsen und kombiniert satte Bremskraft mit moderatem Gewicht.
  Radon Skeen Trail Ultimate: Das Skeen Trail besitzt den einzigen Alu-Rahmen im Vergleich. Er bringt etwas mehr auf die Waage, kostet aber nur 999 Euro.Foto: Marius Maasewerd
Radon Skeen Trail Ultimate: Das Skeen Trail besitzt den einzigen Alu-Rahmen im Vergleich. Er bringt etwas mehr auf die Waage, kostet aber nur 999 Euro.
  Radon Skeen Trail UltimateFoto: BIKE Magazin
Radon Skeen Trail Ultimate
  Radon Skeen Trail UltimateFoto: BIKE Magazin
Radon Skeen Trail Ultimate


Tuning Tubeless, Carbon-Laufräder: Für das Testbike mussten wir nicht wahnsinnig viel tunen, das Skeen ist mit 29-Zoll-Laufrädern und der Konzeption ohnehin neu für 2017. Der flachere Lenkwinkel in Verbindung mit jetzt 130 mm Federweg an der Gabel sorgen für mehr Fahrspaß und Kontrolle, die leichten Laufräder verleihen Spritzigkeit. Für Trailparks wie Rabenberg die beste Wahl. (Lars Wiegand, Radon)

  Lars Wiegand, CubeFoto: Georg Grieshaber,Hersteller
Lars Wiegand, Cube

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