Norco Optic A9.1 im Test

Stefan Frey

 · 14.04.2017

Norco Optic A9.1 im TestFoto: Hersteller
Norco Optic A9.1 im Test

Optisch wird das Norco seinem Namen nicht ganz gerecht. Farbe und Design sind Geschmackssache. Aber lieblos verlegte Züge und dicke Schweißraupen will man für über 3000 Euro eigentlich nicht sehen.

Sobald man aber im Sattel sitzt, verblasst der erste Eindruck, und das Grinsen im Gesicht wird umso breiter, je länger sich der wellige Trail durch den Fichtenwald schlängelt. Norco integriert den Fahrer zentral ins Bike und schafft ein Fahrgefühl, das einen nur schwerlich ein 29er unter sich vermuten lässt. Die Balance zwischen Laufruhe und Wendigkeit gefällt und passt perfekt zum Einsatzbereich. Das straffe Fahrwerk giert nach Geschwindigkeit und lässt sich gut durch die Kurven drücken – bis die Performance-Bereifung von Schwalbe die Bodenhaftung verliert. Was leider viel zu früh passiert. Zudem fehlt es der Auslaufbremse von Sram an Biss. Trotzdem möchte man mit dem Norco gleich noch mal zurück zum Trail-Einstieg treten. Kein Problem, die entspannte Sitzposition nimmt selbst langen Anstiegen den Schrecken. Lediglich das hohe Gewicht verlangt nach etwas Kraft in den Beinen. Fazit: moderner 29er mit ausgeprägtem Spieltrieb und sportlich ausgewogenem Fahrwerk. Perfekt für Trail-Touren.

Verlagssonderveröffentlichung


Die Alternative Für 3599 Euro steht das Optic C9.3 mit etwas leichterem Carbon-Rahmen im Laden. Der kann als Basis für ein gewichtsoptimiertes und spaßiges Trailbike dienen. Die Anbauteile sind bis auf Gabel und Bremsen identisch.

  Die Avid DB3 am Norco ist Auslaufware und nicht   besonders bissig. Ähnlich schwach war im Test ansonsten nur noch die gruppenlose Shimano-Bremse am Kona.Foto: BIKE Magazin
Die Avid DB3 am Norco ist Auslaufware und nicht besonders bissig. Ähnlich schwach war im Test ansonsten nur noch die gruppenlose Shimano-Bremse am Kona.
  Wenig Liebe zum Detail: Obwohl es am Norco gar keine Möglichkeit gibt, einen weiteren Zug zu verbauen, kommt eine klobige Zweifach-Klemme zum Einsatz. Auch die Schweißnähte sind etwas unregelmäßig und wulstig geführt.Foto: Georg Grieshaber
Wenig Liebe zum Detail: Obwohl es am Norco gar keine Möglichkeit gibt, einen weiteren Zug zu verbauen, kommt eine klobige Zweifach-Klemme zum Einsatz. Auch die Schweißnähte sind etwas unregelmäßig und wulstig geführt.
  Am Kona (im Foto) und Norco müssen sich Biker mit 100 Millimetern Hub an der Teleskopstütze begnügen. Auf welligen Trails kein Problem. Wird die Abfahrt aber sehr steil, würde man sich über etwas mehr Verstellbereich freuen.Foto: Georg Grieshaber
Am Kona (im Foto) und Norco müssen sich Biker mit 100 Millimetern Hub an der Teleskopstütze begnügen. Auf welligen Trails kein Problem. Wird die Abfahrt aber sehr steil, würde man sich über etwas mehr Verstellbereich freuen.
  Norco Optic A9.1 – Kennlinien: Auch wenn der Hinterbau hinten raus etwas progressiver wird, passen die eher straffen Federelemente vom Charakter her gut zusammen.Foto: BIKE Magazin
Norco Optic A9.1 – Kennlinien: Auch wenn der Hinterbau hinten raus etwas progressiver wird, passen die eher straffen Federelemente vom Charakter her gut zusammen.
  Norco Optic A9.1Foto: BIKE Magazin
Norco Optic A9.1
  Norco Optic A9.1Foto: BIKE Magazin
Norco Optic A9.1

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