Neues Trailbike von RaawDas Jibb

Tim Folchert

 · 18.02.2021

Neues Trailbike von Raaw: das JibbFoto: Raaw
Neues Trailbike von Raaw: das Jibb

Nach dem Enduro-MTB Madonna stellt Raaw ein zweites Aluminium-Bike mit breitem Einsatzbereich vor. Das Trailbike Jibb mit 135 mm Federweg soll auch im Bikepark glänzen.

Ungefähr zwölf Monate ist es her, seit Raaw die zweite Version („V2“) seines Enduro-Bikes Madonna vorstellte. Jetzt wollen die Alu-Liebhaber aus dem Allgäu ein verspieltes, kurzhubiges Spaßbike mit Madonna-Genen auf 29-Zoll-Räder gestellt haben. Direkt, verspielt und ausgeglichen soll ihr neues Trailbike Jibb auch im Bikepark eine gute Figur machen.

  Den aufgeräumten Alu-Rahmen gibt es in mattschwarz und Raaw-typisch in rohem Alu mit Klarlack.Foto: Raaw
Den aufgeräumten Alu-Rahmen gibt es in mattschwarz und Raaw-typisch in rohem Alu mit Klarlack.

Das Jibb verfügt über 135 Millimeter Federweg am Heck und 150 Millimeter an der Front. Wahlweise kann auch eine 160-mm-Gabel verbaut werden. Im Hinterbau arbeitet standardmäßig ein Formula-Dämpfer. Wer sich bis Mai geduldet, kann auch einen Dämpfer von Fox ordern. Grund sind Lieferengpässe der Zulieferer. Ausgelegt ist der 3,6 Kilo schwere Alu-Rahmen auf 29-Zoll-Laufräder und Einfach-Antriebe. Neben dem Rahmenset ab 2290 Euro soll soll es auch eine limitierte Anzahl Komplettbikes geben. Die Komplettbikes muss man vorbestellen. Sie sollen im Mai ausgeliefert werden und bei 5490 Euro beginnen.

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  Die Hinterbau-Kinematik ähnelt der des Madonna V2 und soll 135 Millimeter Federweg zur Verfügung stellen.Foto: Raaw
Die Hinterbau-Kinematik ähnelt der des Madonna V2 und soll 135 Millimeter Federweg zur Verfügung stellen.

Der Viergelenker-Hinterbau mit seiner großen Wippe ist bereits aus dem Madonna V2 bekannt und soll gegen Ende des Federwegs nochmal progressiver werden. Das soll für die optimale Ausnutzung des Federwegs sorgen und in Verbindung mit dem moderaten Reach und dem 65,5 Grad flachen Lenkwinkel den Spaßfaktor steigern.

  Nicht nur auf dem Trail, sondern auch im Bikepark soll sich das abfahrtslastige Trailbike Jibb zuhause fühlen.Foto: Raaw
Nicht nur auf dem Trail, sondern auch im Bikepark soll sich das abfahrtslastige Trailbike Jibb zuhause fühlen.

Haltbarkeit wichtiger als Gewichtsersparnis

Raaw setzt auf die Vorteile von Aluminium und eine ausgeklügelte Geometrie, obwohl man durch den Einsatz von Carbon am Jibb-Rahmen rund 500 Gramm eingesparen könnte. Um den Rahmen noch haltbarer zu machen, verbaut Raaw ausschließlich gedichtete Industrielager. Die Zugverlegung erfolgt gewohnt und Service-freundlich außerhalb des Rahmens. In das vordere Rahmendreieck passt problemlos eine Trinkflasche samt Halterung.

Der Name soll Programm sein. Der jüngste Sprössling von Raaw soll für Jibbing-Sessions gebaut sein.
Foto: Raaw

Die Fakten zum Raaw Jibb im Überblick:

  • Laufräder: 29 Zoll
  • Federweg vo./hi.: 150-160 mm / 135 mm
  • Rahmenmaterial: Aluminium (AL 6066 T6)
  • Rahmengrößen: S / M / L / XL
  • Gewicht (Herstellerangabe): 3,6 kg (Rahmen ohne Dämpfer) / 14,2 kg (Komplettrad)
  • Preise: ab 2290 Euro (Rahmenset) / ab 5490 Euro (Komplettbike)
  • Farben: Mattschwarz / Alu-Raw
  • Info: www.raawmtb.com

Geometrie

Spieltrieb und Sicherheit soll die Geometrie des Jibb vereinen. Der moderate Reach in Verbindung mit den 445 Millimeter langen Kettenstreben sollen für ein ausgeglichenes Fahrgefühl sorgen. Der 77,5 Grad steile, effektive Sitzwinkel soll die nötige Uphill-Performance liefern.

  Ein 65,5 Grad flacher Lenkwinkel, gepaart mit moderatem Reach und 445 Millimeter langen Kettenstreben sind klare Trailbike-Attribute. Trotzdem dürfte das Raaw Jibb eher zu den abfahrtslastigen Trailbikes zählen, die es auch mit All Mountains aufnehmen können. Denn ein Leichtgewicht ist der Alu-Rahmen mit 3,6 Kilo ohne Dämpfer nicht.Foto: Raaw
Ein 65,5 Grad flacher Lenkwinkel, gepaart mit moderatem Reach und 445 Millimeter langen Kettenstreben sind klare Trailbike-Attribute. Trotzdem dürfte das Raaw Jibb eher zu den abfahrtslastigen Trailbikes zählen, die es auch mit All Mountains aufnehmen können. Denn ein Leichtgewicht ist der Alu-Rahmen mit 3,6 Kilo ohne Dämpfer nicht.
  Das Erstlingswerk von Raaw aus dem Jahr 2017: das langhubige 29-Zoll-Enduro Madonna (>> <a href="https://www.bike-magazin.de/freeride/test/9-enduros-von-2200-bis-8700-euro-im-test" target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow">Enduro-Test in FREERIDE 2019</a> ), von dem es mittlerweile eine zweite Version gibt. Hinter der Marke Raaw steckt der Ingenieur Ruben Torenbeek, der schon für Scott und Ghost Bikes entworfen hat.Foto: Hersteller
Das Erstlingswerk von Raaw aus dem Jahr 2017: das langhubige 29-Zoll-Enduro Madonna (>> Enduro-Test in FREERIDE 2019 ), von dem es mittlerweile eine zweite Version gibt. Hinter der Marke Raaw steckt der Ingenieur Ruben Torenbeek, der schon für Scott und Ghost Bikes entworfen hat.

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