Specialized Epic FSR Comp 29 – 2013 gegen 2014

Peter Nilges

 · 20.11.2013

Specialized Epic FSR Comp 29 – 2013 gegen 2014Foto: Stefan Hunziker
Specialized Epic FSR Comp 29 – 2013 gegen 2014

Kann man das Rad eines Olympia-Siegers verbessern? Ja – Specialized hat es bei der Einsteiger-Version des Epic geschafft.

Irgendwann geht’s nicht mehr besser, oder? Das dürften sich auch die Amerikaner von Specialized gedacht haben, als es hieß, dass Bike eines dreifachen Weltmeisters und Olympia-Siegers weiterzuentwickeln. So wurde einiges an Hirnschmalz ins Epic – eines der beliebtesten Marathon-Bikes überhaupt – gesteckt und mehr an Details gefeilt, anstatt das erfolgreiche Gesamtkonzept über den Haufen zu werfen. Am meisten dürften Marathon-Piloten über die zweite, wirklich nutzbare Flaschenhalteraufnahme jubeln. Schließlich erhöhen zwei Trinkflaschen die Überlebens- und Siegchancen bei knallharten Marathons und Etappenrennen. Der Geometrie des sportlichen, agilen Racers bleiben die US-Boys treu: Weiterhin stehen perfekte Klettereigenschaften (74 Grad Sitzwinkel) über jedem Anflug von Komfort. Nur an der hauseigenen Brain-Plattform wurde noch mal Hand angelegt: Statt sechs Klicks stehen nur noch vier zur Verfügung. Das erleichtert die Einstellung, läuft aber auf dasselbe Ergebnis hinaus wie beim 2013er-Brain-System. Auch mit dem Ansprechverhalten zeigten sich die Entwickler noch nicht zu 100 Prozent zufrieden. Eine neue Wippe (minimal anderes Übersetzungsverhältnis) und ein nadelgelagertes Hauptlager sollen dafür sorgen, dass der Epic-Hinterbau noch sanfter über kleinste Unebenheiten hinwegbügelt.

Verlagssonderveröffentlichung

Fazit nach mehreren Testfahrten im Direktvergleich: nur äußerst minimal spürbarer Unterschied, da auch das aktuelle Epic-Fahrwerk bereits sehr fein anspricht.

Viel höher dürfte für kraftvolle Rennfahrer der Steifigkeitsgewinn wiegen, den der neue Alu-Rahmen für Großgewachsene bietet. Dazu trägt auch das BB30-Innenlager (vorher BSA) mit seinem dickeren Durchmesser bei. Genug der Gramm- und Millimeter-Zählerei: Als (renn-)entscheidende und wirklich innovative Neuerung rundet das SWAT-Sorglospaket das neue Epic ab. Zwar gehören in den Rahmen integrierte Notfall- Box, Kettendrücker und Mini-Tool nicht zur Serienausstattung, lassen sich aber problemlos in die Steuersatzkappe, an den Flaschenhalter oder unters Oberrohr nachrüsten. Die Integration dieser Pannenhelfer schafft nicht nur Platz in den Gel-bepackten Trikottaschen, sondern rettet bei Defekten so manche Platzierung bei Etappenrennen.

Fazit: Noch nie war der Einstieg in Specializeds Epic-29-Familie so sekundenbringend, pannenfreundlich und effizient wie in der kommenden Saison. Olympische Medaillen werden zwar erst wieder 2016 in Rio de Janeiro vergeben. Das Epic hat in jedem Fall aber das Zeug dazu.

  Specialized Epic FSR Comp 29 2013: PLUS: Steifes Chassis, sportliche, ausgewogene Geometrie, straffes Brain-Fahrwerk für Racer | MINUS: Nur eine Flaschenhalterbefestigung, schmale Reifen (gilt für beide)Foto: Daniel Simon
Specialized Epic FSR Comp 29 2013: PLUS: Steifes Chassis, sportliche, ausgewogene Geometrie, straffes Brain-Fahrwerk für Racer | MINUS: Nur eine Flaschenhalterbefestigung, schmale Reifen (gilt für beide)
  Specialized Epic FSR Comp 29 2014: PLUS: Zweiter Flaschenhalter möglich, SWAT-kompatibel (spez. Staufach), 100 Euro günstiger | MINUS: Niveau der Schaltgruppe mäßig (gilt für beide)Foto: Daniel Simon
Specialized Epic FSR Comp 29 2014: PLUS: Zweiter Flaschenhalter möglich, SWAT-kompatibel (spez. Staufach), 100 Euro günstiger | MINUS: Niveau der Schaltgruppe mäßig (gilt für beide)
  Specialized Epic FSR Comp 29 2013: Auch beim Epic hat sich an der Charakteristik des Fahwerks nicht wirklich viel verändert.Foto: BIKE Magazin
Specialized Epic FSR Comp 29 2013: Auch beim Epic hat sich an der Charakteristik des Fahwerks nicht wirklich viel verändert.
  Specialized Epic FSR Comp 29 2014: Im Anfangsbereich verläuft die Kennlinie des Hinterbaus etwas flacher, was für ein sensibleres Ansprechen spricht.Foto: BIKE Magazin
Specialized Epic FSR Comp 29 2014: Im Anfangsbereich verläuft die Kennlinie des Hinterbaus etwas flacher, was für ein sensibleres Ansprechen spricht.

Downloads:

Meistgelesene Artikel

Unbekanntes Element