MarathonRocky Mountain Element 70 RSL und MSL

BIKE Magazin

 · 19.08.2010

Rocky Mountain Element 70 RSL und MSLFoto: Unbekannt

Elemente-Lehre RSL gegen MSL: kompromisslose Rennsemmel oder alltagstauglicher All-Mountain-Abenteurer? Wie groß der Unterschied zwischen den beiden Element-Modellen wirklich ist, zeigt unser Vergleichstest.

Eine Plattform – zwei unterschiedliche Bikes. So einfach lautet das Konzept bei Rocky Mountains neuem Carbon-Element. Mit identischem Rahmen, aber unterschiedlicher Wippen- und Dämpferlänge entsteht so ein waschechter Racer (Element RSL) mit 95 Millimetern Federweg oder ein sportliches All Mountain (Element MSL) mit 115 Millimetern am Heck. Doch welches von beiden ist nun das bessere Element? Für einen optimalen Vergleich wären identische Rahmenhöhen nötig gewesen. Leider stand nur ein 18er und ein 19-Zoll-Bike zur Verfügung. Trotz des größeren Rahmens bringt der RSL-Rahmen ohne Dämpfer erstaunlicherweise 113 Gramm weniger auf die Waage. Mit 1763 bzw. 1876 Gramm gehören beide Rahmen zu den leichtesten am Markt und brauchen den Vergleich zur Konkurrenz nicht zu scheuen. Auch in Sachen Steifigkeit setzt sich das RSL mit einem STW-Wert von 35,5 sogar an die Spitze der Top-Race-Fullys aus Bike 2/10


FAZIT: Nur kompromisslose Rennfahrer mit Hardtail-Vergangenheit und klar definiertem Einsatzbereich sollten das straffere und mit steileren Winkeln kommende RSL wählen. Alle anderen – und damit sind selbstverständlich auch Marathon-Fahrer angesprochen – profitieren von dem Plus an Komfort, dem laufruhigeren Lenkwinkel und dem insgesamt deutlich breiteren Einsatzbereich, ohne spürbare Nachteile beim Vortrieb.


Rocky Mountain Element 70 RSL

Foto: Unbekannt
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Rocky Mountain Element 70 RMSL

Foto: Unbekannt
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Fotos: Georg Grieshaber, Daniel Simon

  Der MSL-Rahmen besteht wie sein Bruder zu 99 Prozent aus Carbon. Nur so konnten im Vergleich zum Vorgängermodell fast 700 Gramm abgespeckt werden. Einzig die Gewindeeinsätze zur Umwerfer- und Dämpferbefestigung sind noch aus Aluminium. Die Ausfallenden, der gesamte Tretlagerbereich und die Kabelführungen sind dagegen komplett aus formgepresster Kohlefaser.Foto: Unbekannt
Der MSL-Rahmen besteht wie sein Bruder zu 99 Prozent aus Carbon. Nur so konnten im Vergleich zum Vorgängermodell fast 700 Gramm abgespeckt werden. Einzig die Gewindeeinsätze zur Umwerfer- und Dämpferbefestigung sind noch aus Aluminium. Die Ausfallenden, der gesamte Tretlagerbereich und die Kabelführungen sind dagegen komplett aus formgepresster Kohlefaser.
  Mit dem integrierten Sag-Indikator reicht ein kurzer Blick nach unten, um zu kontrollieren, ob das Setup stimmt.Foto: Unbekannt
Mit dem integrierten Sag-Indikator reicht ein kurzer Blick nach unten, um zu kontrollieren, ob das Setup stimmt.
  Längere Wippe und Dämpfer sorgen für 20 mm mehr Federweg beim MSL (oben) ...Foto: Unbekannt
Längere Wippe und Dämpfer sorgen für 20 mm mehr Federweg beim MSL (oben) ...
  ... als am RSL.Foto: Unbekannt
... als am RSL.
  Das RSL ist ein reinrassiger Rennbolide mit Weltcup-Performance. Bei der Entwicklung arbeiteten die Ingenieure von Rocky Mountain eng mit den Weltcup-Fahrern Geoff Kabush und Mariehélène Prémont zusammen. Das Ergebnis: doppelter Schutz gegen Chainsuck und eine Platte, die die Kette da hält, wo sie hingehört.Foto: Unbekannt
Das RSL ist ein reinrassiger Rennbolide mit Weltcup-Performance. Bei der Entwicklung arbeiteten die Ingenieure von Rocky Mountain eng mit den Weltcup-Fahrern Geoff Kabush und Mariehélène Prémont zusammen. Das Ergebnis: doppelter Schutz gegen Chainsuck und eine Platte, die die Kette da hält, wo sie hingehört.
  Durch die Verwendung des Direct-Mount-Umwerfers wurde der Hinterbau noch kompakter. Der Umwerfer bewegt sich mit der Schwinge – das verschafft Luft. durch das Loch im Blech erreicht man die Gelenkschraube, ohne den Umwerfer abzuschrauben.Foto: Unbekannt
Durch die Verwendung des Direct-Mount-Umwerfers wurde der Hinterbau noch kompakter. Der Umwerfer bewegt sich mit der Schwinge – das verschafft Luft. durch das Loch im Blech erreicht man die Gelenkschraube, ohne den Umwerfer abzuschrauben.

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