Marathon

Endorfin VP-4 SL

BIKE Magazin

 · 30.08.2008

Endorfin VP-4 SLFoto: Unbekannt

Die gute Verarbeitung des “VP-4 SL” kann nicht über die unausgewogenen Fahreigenschaften aufgrund der Geometrie hinweghelfen.

In dezentem Grau gehalten, gibt sich das “VP-4 SL” eher unauffällig. Doch genau wie bei Centurion setzt man auch im Hause Endorfin auf Individualität. Neben der freien Farbwahl steht eine Vielzahl an Komponenten zur Gestaltung des eigenen Rades zur Verfügung. Unser Test-Bike wurde mit aktiv arbeitender Magura “Durin”, sowie DTDämpfer, “X.9”-Schaltkompenenten und Race-Face-Teilen bestückt. Leicht und funktionell. Dennoch verwunderlich, wieso die Waage für das Gesamtpaket erst bei 12 Kilogramm stehen bleibt. Ein genauer Blick auf die Einzelgewichte gibt Aufschluss. Neben dem schwersten Rahmen im Testfeld verbaut Endorfin auch die schwersten Laufräder. Eine ungünstige Kombination, die die Leichtfüßigkeit des Bikes etwas beschneidet. Dafür belegt der solide und schön verarbeitet Rahmen mit 75,5 Nm/Grad den Spitzenplatz in der absoluten Steifigkeit.

Mit sportlich entspannter Sitzposition und breitem Lenker geht es auf die Testrunde. Während der sensible und lebendige Hinterbau selbst beim Klettern kleine Unebenheiten herausfiltert, steigt das Vorderrad relativ früh. In der folgenden Singletrail- und Downhill-Passage zeigt sich das Endorfin von seiner giftigen Seite. Die Lenkung ist viel zu nervös und das Fahrverhalten kippelig. Die Labordaten bestätigen den Fahreindruck: Ein Lenkwinkel von 72,3 Grad bei einer Tretlagerhöhe von 350 Millimetern sind ungünstig.


FAZIT: Die gute Verarbeitung des “VP-4 SL” kann nicht über die unausgewogenen Fahreigenschaften aufgrund der Geometrie hinweghelfen.


TUNING-TIPP: Leichtere Laufräder für besseren Vortrieb montieren.

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