Marathon

Cube Stereo 120 Super HPC SLT 29 im BIKE-Test

Christoph Listmann

 · 18.03.2014

Cube Stereo 120 Super HPC SLT 29 im BIKE-TestFoto: Markus Greber

Superleicht, extrem getunt und viel Federweg. Geht das Stereo-120-Konzept auch auf der Rennstrecke auf?

Wer bei Cube nach einem Racefully sucht, bleibt zuerst beim Klassiker AMS 100 hängen. Doch mit seinem geringen Gewicht bei 120 Millimetern Federweg ist das Stereo 120 eine spannende Alternative zum AMS und steht deshalb hier an der Startlinie. Das Bike basiert technisch auf dem Stereo 140, der sehr leichte Rahmen wird durch minimalistische Ausstattung auf ein Rekordgewicht gebracht. Latex-Milch statt Butyl-Schlauch spart dabei etwa 250 Gramm.

Auch der Blick auf die (kompakte) Geometrie macht schnell klar, was einen im Trail erwartet: Fahrspaß! Übersichtliche Sitzposition, vortriebsstark bergauf, neben der blockierbaren Gabel fehlt nur die Fernbedienung fürs Heck. Rennfahrern reicht die Plattform am Fox-Dämpfer nicht. Dass das Bike dennoch zu den absolut schnellsten auf der Runde gehört, liegt am Gewicht und an den schnellen Reifen. Und trotz dieser schmalen Modelle gehört das Stereo auch bergab zu den besten. Federweg ist am Gardasee eben durch nichts zu ersetzen. Man spürt, wie das Heck grobe Brocken schluckt, der flache Lenkwinkel hält den Puls in den schnellen Passagen tief, die Bremsen könnten allerdings kräftiger zupacken. Klartext: Ein Worldcup-Sieger-Bike wie das Epic ist das Stereo nicht. Aber dafür eins mit viel Fahrspaß in einem weiten Einsatzbereich.


Fazit Extrem-Tuning ab Werk macht das Cube zum superschnellen, sehr komfortablen Marathon-Gerät. Mit breiteren Reifen auch im All-Mountain-Einsatz erfolgreich.


PLUS Sattelschnellspanner, Fahrverhalten und -komfort, Gewicht
MINUS Carbon-Sattel unfahrbar, Reifenwahl grenzwertig, nur drei Jahre Garantie


Die Alternative

Wem die langen Federwege und die Fahrspaß-Geometrie zu wenig asketisch sind, der nimmt ganz klassisch das AMS 100, rennfertig ab 2799 Euro, in der Top-Version Super HPC SLT 29 für 7299 Euro.

  Cube zieht es durch: Die sehr leichte und formschöne Race-Face-Kurbel plus Kettenführung garantieren die Funktion. Der leichte Carbon-Rahmen ist durch Schutzbleche und Klebefolien vor äußeren Einflüssen gut geschützt. Die 120 mm Federweg schaden dem Handling nicht – im Gegenteil.Foto: Markus Greber
Cube zieht es durch: Die sehr leichte und formschöne Race-Face-Kurbel plus Kettenführung garantieren die Funktion. Der leichte Carbon-Rahmen ist durch Schutzbleche und Klebefolien vor äußeren Einflüssen gut geschützt. Die 120 mm Federweg schaden dem Handling nicht – im Gegenteil.
  Prädikat unfahrbar: Der Sattel mag im Shop schön aussehen, unterm Hintern ist er eine (scharfkantige) Zumutung.Foto: Markus Greber
Prädikat unfahrbar: Der Sattel mag im Shop schön aussehen, unterm Hintern ist er eine (scharfkantige) Zumutung.
  Auch auf dem Trail fühlt sich die Gabel straffer an als das Heck, für den Rennsport fehlt hinten ein echtes Lockout. Der Komfort ist jedoch top!Foto: BIKE Magazin
Auch auf dem Trail fühlt sich die Gabel straffer an als das Heck, für den Rennsport fehlt hinten ein echtes Lockout. Der Komfort ist jedoch top!

Downloads:

Meistgelesene Artikel