Hardtail

Scott Scale RC 900 SL im Test

Ludwig Döhl

 · 04.06.2017

Scott Scale RC 900 SL im TestFoto: Daniel Simon

Ja, dieser Rahmen gewann bereits den Worldcup in Albstadt. Damals noch getarnt im Erlkönig-Design unter dem Hintern von Nino Schurter.

In unserem Test gewinnt er die Wertung für den leichtesten Rahmen. 885 Gramm war vor Kurzem noch ein Top-Wert für Rennräder. Im Jahr 2017 sind derartig leichte Carbon-Chassis sogar geländegängig. Wobei das untertrieben wäre – das Scale fühlt sich pudelwohl auf unserer Teststrecke. Bei der Geometrie geht Scott eigene Wege. Mit super kurzen 421-Millimeter-Kettenstreben und dem kürzesten Radstand im Test ist das Scale verspielt wie kein anderes Bike. Der 70 Millimeter kurze Vorbau verstärkt das direkte Handling. Für eine angenehme Sitzposition verbauten wir 20-Millimeter-Spacer unter dem Vorbau, sonst fällt die Sattelüberhöhung zu extrem aus. Trotz Carbon-Felgen liegt das Gewicht des Laufradsatzes im Mittelfeld. Vernünftige Reifen sorgen hier für ausreichenden Grip im Gelände. 8,99 Kilo mit Pedale machen das Scott bergauf dennoch zu einem der stärksten Bikes im Test. Pfiffig: Alle relevanten Schrauben haben einen 25er-Torx.


Fazit: durchdachtes Racebike mit superleichtem Rahmen und verspieltem Handling.


Die Alternative: Das Scale RC 900 gibt’s für 5399 Euro immer noch mit Srams neuer Eagle-Technologie und guter Ausstattung.


Simon Stiebjahn: Das Scott ist ein durchdachtes Racebike, das keine Wünsche offen lässt. Die Syncros-Anbauteile wirken wertig, und die kleine Ketten-führung macht Sinn.

  Simon StiebjahnFoto: Moritz Ablinger
Simon Stiebjahn
  Scott Scale RC 900 SLFoto: BIKE Magazin
Scott Scale RC 900 SL
  Scott Scale RC 900 SLFoto: BIKE Magazin
Scott Scale RC 900 SL

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