Hardtail

KTM Myroon: Neues Race-Hardtail im Startblock

Adrian Kaether

 · 01.09.2021

KTM Myroon: Neues Race-Hardtail im StartblockFoto: Adrian Kaether

KTM setzt sein Race-Hardtail Myroon auf Diät und überarbeitet die Geometrie. Bei allen anderen MTB-Modellen bleibt es für 2022 bei neuen Ausstattungen und Farben.

Das neue KTM Myroon 2022 im Überblick

  • Rahmengewicht ab 860 Gramm
  • Komplettbike ab 8,6 Kilogramm
  • Leicht modernisierte Geometrie: Lenkwinkel 69,5 Grad, Reach 460 Millimeter (Größe L)
  • Preis ab 1999 Euro

Zunächst zum Offensichtlichen: Mit einem Gewicht ab 860 Gramm (Topmodell, Rahmengröße M) unterschreitet KTM mit dem neuen Rahmen des Race-Hardtails Myroon erstmals die 1000-Gramm-Marke. Möglich wurde die Einsparung von fast 200 Gramm gegenüber dem Vorgänger unter anderem durch ein neues Carbon-Layup und durch eine neue Rahmenform. Während beim Vorgänger durch einen Knick im Unterrohr die Gabel noch frei unter dem Rahmen hindurchrotieren konnte, verhindert nun ein Lenkanschlag den Kontakt zwischen Rahmen und Gabelkrone. Dafür kommt das Unterrohr des 29-Zoll-Bikes ohne den Knick aus und streckt sich kerzengerade vom Tretlager zum Lenkkopf – gut für Gewicht und Steifigkeit sagen die Entwickler.

  Kein Knick mehr im Unterrohr. So kann der neue KTM-Myroon-Rahmen leichter und steifer sein als der Vorgänger.Foto: Adrian Kaether
Kein Knick mehr im Unterrohr. So kann der neue KTM-Myroon-Rahmen leichter und steifer sein als der Vorgänger.

Drei Rahmenqualitäten, mehr Steifigkeit

Überhaupt soll der Myroon-Rahmen nicht nur leichter, sondern auch steifer geworden sein. Speziell im Tretlagerbereich soll das MTB-Hardtail um 15 bis 20 Prozent zugelegt haben und damit für einen noch direkteren Antritt sorgen. Komfort wird ausschließlich durch die flexende Sattelstütze mit dem üblichen 27,2-mm-Durchmesser erzeugt, der Rahmen selbst soll nicht flexen. Drei Rahmenqualitäten wird es geben. Das Topmodell Exonic für 8099 Euro kommt mit dem leichtesten Rahmen, ab 2999 Euro mit dem Modell "Glorious" gibt es den etwas günstigeren und schwereren "Premium"-Rahmen und die zwei günstigsten Myroon-Modelle für 1999 und 2499 Euro kommen mit dem "Performance"-Rahmen.

Mit dem Myroon will KTM klassische Hardtail-Fans und Marathon-Racer begeistern.Foto: Adrian Kaether
Mit dem Myroon will KTM klassische Hardtail-Fans und Marathon-Racer begeistern.
Die Kabel am neuen Myroon laufen nun am Steuersatz in den Rahmen. Hier deswegen nicht zu sehen, weil das Bike in der Ausstattung "Prime" auf die neue Sram GX AXS setzt und keine Kabel braucht. Wer möchte, kann aber so aber unkompliziert zum Beispiel eine Variostütze nachrüsten.Foto: Adrian Kaether
Die Kabel am neuen Myroon laufen nun am Steuersatz in den Rahmen. Hier deswegen nicht zu sehen, weil das Bike in der Ausstattung "Prime" auf die neue Sram GX AXS setzt und keine Kabel braucht. Wer möchte, kann aber so aber unkompliziert zum Beispiel eine Variostütze nachrüsten.
Die hintere Bremsleitung läuft bereits in den Steuersatz. Bei den Modellen ohne Funkschaltung verschwinden hier auch die Zughüllen.Foto: Adrian Kaether
Die hintere Bremsleitung läuft bereits in den Steuersatz. Bei den Modellen ohne Funkschaltung verschwinden hier auch die Zughüllen.
Der massive Tretlagerbereich soll für mehr Steifigkeit und einen besseren Antritt sorgen. Einen Kettenstrebenschutz verbaut KTM nun ab Werk.Foto: Adrian Kaether
Der massive Tretlagerbereich soll für mehr Steifigkeit und einen besseren Antritt sorgen. Einen Kettenstrebenschutz verbaut KTM nun ab Werk.
 Nahezu gerade Lenker, klassische Geometrie, Lockout. Das KTM Myroon hält Hardtail-Qualitäten hoch.Foto: Adrian Kaether
Nahezu gerade Lenker, klassische Geometrie, Lockout. Das KTM Myroon hält Hardtail-Qualitäten hoch.
Das "Prime" für 5299 Euro ist das zweitteuerste Modell der Modellpalette und kommt mit GX AXS Eagle-Funkschaltung, SID Ultimate-Gabel und Carbon-Laufrädern von Mavic. Darüber gibt es noch das Topmodell Exonic (8099 Euro), darunter vier Modelle vom Einsteiger-Bike "Pro" (1999 Euro) bis zum Master (3399 Euro).Foto: Adrian Kaether
Das "Prime" für 5299 Euro ist das zweitteuerste Modell der Modellpalette und kommt mit GX AXS Eagle-Funkschaltung, SID Ultimate-Gabel und Carbon-Laufrädern von Mavic. Darüber gibt es noch das Topmodell Exonic (8099 Euro), darunter vier Modelle vom Einsteiger-Bike "Pro" (1999 Euro) bis zum Master (3399 Euro).
Mit dem Myroon will KTM klassische Hardtail-Fans und Marathon-Racer begeistern.Foto: Adrian Kaether
Mit dem Myroon will KTM klassische Hardtail-Fans und Marathon-Racer begeistern.
Die Kabel am neuen Myroon laufen nun am Steuersatz in den Rahmen. Hier deswegen nicht zu sehen, weil das Bike in der Ausstattung "Prime" auf die neue Sram GX AXS setzt und keine Kabel braucht. Wer möchte, kann aber so aber unkompliziert zum Beispiel eine Variostütze nachrüsten.Foto: Adrian Kaether
Die Kabel am neuen Myroon laufen nun am Steuersatz in den Rahmen. Hier deswegen nicht zu sehen, weil das Bike in der Ausstattung "Prime" auf die neue Sram GX AXS setzt und keine Kabel braucht. Wer möchte, kann aber so aber unkompliziert zum Beispiel eine Variostütze nachrüsten.
Die Kabel am neuen Myroon laufen nun am Steuersatz in den Rahmen. Hier deswegen nicht zu sehen, weil das Bike in der Ausstattung "Prime" auf die neue Sram GX AXS setzt und keine Kabel braucht. Wer möchte, kann aber so aber unkompliziert zum Beispiel eine Variostütze nachrüsten.
Die hintere Bremsleitung läuft bereits in den Steuersatz. Bei den Modellen ohne Funkschaltung verschwinden hier auch die Zughüllen.
Der massive Tretlagerbereich soll für mehr Steifigkeit und einen besseren Antritt sorgen. Einen Kettenstrebenschutz verbaut KTM nun ab Werk.
 Nahezu gerade Lenker, klassische Geometrie, Lockout. Das KTM Myroon hält Hardtail-Qualitäten hoch.
Das "Prime" für 5299 Euro ist das zweitteuerste Modell der Modellpalette und kommt mit GX AXS Eagle-Funkschaltung, SID Ultimate-Gabel und Carbon-Laufrädern von Mavic. Darüber gibt es noch das Topmodell Exonic (8099 Euro), darunter vier Modelle vom Einsteiger-Bike "Pro" (1999 Euro) bis zum Master (3399 Euro).
Mit dem Myroon will KTM klassische Hardtail-Fans und Marathon-Racer begeistern.

Außerdem wurde die Geometrie leicht überarbeitet. Mit dem um 1,5 Grad flacheren Lenkwinkel von 69,5 Grad, einem längeren Reach von 460 Millimetern in Rahmengröße L und einem Sitzwinkel von 74,5 Grad bleibt KTM aber nach wie vor einer traditionellen Hardtail-Geometrie treu und wagt anders als die Konkurrenz – etwa von BMC und Mondraker – keine extremen Experimente. Das Myroon mit einem Gewicht ab etwa 8,6 kg (Topmodell) dürfte damit ein starkes Bike für Marathons und moderate Cross-Country-Einsätze sein, auf technischen Strecken ist man aber mit dem Fully Scarp voraussichtlich besser beraten.

KTM-Fullys 2022 von Cross Country bis All Mountain

Wie die weiteren KTM Mountainbike-Modelle bleibt das Racefully Scarp (100 Millimeter) für 2022 weitgehend unverändert und bekommt wie das Downcountry-Bike Scarp MT (120 Millimeter) und das All Mountain Prowler (160/150 Millimeter) lediglich einen neuen Anstrich und eine frische Ausstattung.

  Das Marathon-Fully Scarp setzt auf 100 Millimeter Federweg und kommt in allen Modellen ohne Teleskop-Sattelstütze. Ein Racer im klassischen Format. Ab 2149 Euro in Aluminium und ab 3199 Euro in Carbon.Foto: Adrian Kaether
Das Marathon-Fully Scarp setzt auf 100 Millimeter Federweg und kommt in allen Modellen ohne Teleskop-Sattelstütze. Ein Racer im klassischen Format. Ab 2149 Euro in Aluminium und ab 3199 Euro in Carbon.
  Mit dem Scarp MT mit 120 Millimetern Hub bietet KTM ein schnelles Bike für Rennen und Alltag an. Die beiden Topmodelle kommen aus Gründen des Gewichts ohne, alle anderen Modelle mit Variostütze. Los geht's bei 2999 Euro, dann schon mit Carbonrahmen.Foto: Adrian Kaether
Mit dem Scarp MT mit 120 Millimetern Hub bietet KTM ein schnelles Bike für Rennen und Alltag an. Die beiden Topmodelle kommen aus Gründen des Gewichts ohne, alle anderen Modelle mit Variostütze. Los geht's bei 2999 Euro, dann schon mit Carbonrahmen.
  Das KTM Prowler mit 150 Millimetern Hub im Heck, 160-mm-Gabel und Laufrädern in 29 Zoll ist das Bike der Österreicher für anspruchsvolle Alpen-Touren. Ab 2899 Euro, dann noch mit Alu-Rahmen. Wer etwas mehr ausgibt, bekommt beim Prowler einen Rahmen aus Carbon.Foto: Adrian Kaether
Das KTM Prowler mit 150 Millimetern Hub im Heck, 160-mm-Gabel und Laufrädern in 29 Zoll ist das Bike der Österreicher für anspruchsvolle Alpen-Touren. Ab 2899 Euro, dann noch mit Alu-Rahmen. Wer etwas mehr ausgibt, bekommt beim Prowler einen Rahmen aus Carbon.

Meistgelesene Artikel