Hardtail

KTM Myroon 29 Sonic 12 im Test

Ludwig Döhl

 · 04.06.2017

KTM Myroon 29 Sonic 12 im TestFoto: Daniel Simon

Myroon klingt kryptisch. Mit gerade mal 8,6 fahrfertigen Kilos wäre Bergfloh der passendere Modellname gewesen.

Auch wenn der schmale 2,0er-Thunder-Burt-Reifen im groben Schotter mit der Traktion kämpft, fährt kaum ein Rad so leichtfüßig den Berg hoch wie das KTM. Gewicht bleibt eben Trumpf, zumindest im Anstieg. Das lange Oberrohr und die gekröpfte Sattelstütze zwingen einen beim Spurt Richtung Gipfel in eine sportliche Sitzposition. Den Gewichtsvorteil bergauf erkaufen sich die Österreicher aber nur durch Abzüge in der Bergabwertung. Schwach profilierte Reifen, super dünne Griffe, ein 690 Millimeter schmaler Lenker und eine kleine 160er-Bremsscheibe vorne sind der Tribut, den man dem Leichtbau zollen muss. In Anliegerkurven und Wurzelpassagen fühlt sich der Bergfloh deutlich weniger wohl als beim anschließenden Gegenanstieg. Bei der Geometrie geht KTM keine Risiken ein. Alle Maße liegen im moderaten Bereich, was für einen Rahmen mit guten Allround-Fähigkeiten spricht.


Fazit: Das Myroon ist auf Bestzeiten bergauf getrimmt. Bergab verliert es aufgrund der Ausstattung Punkte.


Die Alternative: Das Myroon 29 Prime 12 S XO1 ist mit Rocket-Ron-Reifen für 4799 Euro alltagstauglicher.


Markus Schulte-Lünzum: Das KTM ist eine Rakete bergauf, auch wenn man durch die gekröpfte Sattelstütze etwas von hinten tritt. Bergab machen andere Bikes mehr Spaß, hier stören vor allem die schmalen Reifen.

  Markus Schulte-LünzumFoto: Moritz Ablinger
Markus Schulte-Lünzum
  KTM Myroon 29 Sonic 12Foto: BIKE Magazin
KTM Myroon 29 Sonic 12
  KTM Myroon 29 Sonic 12Foto: BIKE Magazin
KTM Myroon 29 Sonic 12

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