HardtailGhost HTX Lector Pro Team

BIKE Magazin

 · 21.12.2010

Ghost HTX Lector Pro TeamFoto: Unbekannt

Formschöner und leichter Rahmen, der mit superleichten Teilen zu einem Renn-Leichtgewicht wird. Das sehr agile Handling und die hohe Front sind Geschmackssache.

“Am Berg merkt man jedes Gramm zu viel!” Wer mit dem HTX Lector den ersten Anstieg hinaufjagt, wird an diese Worte von Wolfram Kurschat denken. Denn das 8,25 Kilo leichte Bike klettert mit seinen 2963-Gramm-Laufrädern wieselflink die Steigungen hinauf. Die Beschleunigung gelingt bereits mit wenigen Kurbelumdrehungen. Die Geometrie ist angenehm, da man durch das 135 Millimeter lange Steuerrohr vorne sehr hoch sitzt. Dadurch bäumt das Vorderrad in steilen Rampen allerdings recht früh auf.

Mit dem ungewöhnlich steilen 71,5-Grad-Lenkwinkel, dem 100er-Vorbau und dem 640er-Flatbar ergibt sich ein sehr agiles, fast schon nervöses Handling. In Kombination mit den schmalen 2,1er-Rocket-Ron-Reifen kostet das dem HTX Lector in der Bergab-Wertung entscheidende Punkte um den Testsieg. Ein breiterer Riser- statt Flatbar würde aber günstig Abhilfe schaffen. In Sachen Komfort setzen die Ghost-Entwickler auf eine schlanke Tune-Stütze aus Alu, die sich nach oben hin verjüngt. Die Messwerte sprechen dafür, die unregelmäßig auftretenden Knack- Geräusche dagegen. Das konifizierte Steuerrohr, die superleichte SID-XX-Worldcup-Forke und vorbildlicher Kohlefaserschutz an Tretlager, Kettenstrebe und Unterrohr runden den stimmigen Gesamteindruck ab.


Fazit: Formschöner und leichter Rahmen, der mit superleichten Teilen zu einem Renn-Leichtgewicht wird. Das sehr agile Handling und die hohe Front sind Geschmackssache.

+ Leichtestes Bike im Testfeld

+ Vorbildlicher Rahmenschutz

– Lenkung sehr nervös (steiler Lenkwinkel)

  Die dünne Tune-Sattelstütze aus Aluminium hievt Ghost in der Komfortwertung auf den zweiten Platz.Foto: Unbekannt
Die dünne Tune-Sattelstütze aus Aluminium hievt Ghost in der Komfortwertung auf den zweiten Platz.

Downloads:

Meistgelesene Artikel