Stefan Loibl
· 29.01.2020
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Überragend ausgestattet sprintet das steife Cube Elite C:68X der Konkurrenz in unserem 2020er-Racebike-Test davon. Am Ende holt sich neue 8,6-Kilo-Hardtail das BIKE-Urteil „super“ und den Testsieg.
Auf rekordverdächtige 989 Gramm magerte Cube 2015 sein Elite-Hardtail ab. Doch in den Folgejahren zog die Konkurrenz im Sprint-Tempo vorbei, und das Elite legte um 200 Gramm zu. Für die neue C:68X-Reihe haben sich die Oberpfälzer nun das Knowhow des Carbon-Spezialisten Alex Schnura (ehemals AX-Lightness) ins Haus geholt. Die 1000-Gramm-Marke knackt er mit seinem Erstlingswerk zwar nicht, dafür setzt das hochwertig verarbeitete Carbon-Chassis gefühlt jede Kurbelumdrehung in Vortrieb um. Die 52 N/mm für die zentrale Rahmensteifigkeit untermauern diesen Eindruck. Zusammen mit den leichten Laufrädern entsteht ein Bike "mit extrem gutem Vortrieb und spritzigem Antritt", wie Profi-Tester Markus Schulte-Lünzum zu Protokoll gibt. Bei der Ausstattung geht Cube bei der SLT-Version keine Kompromisse ein: Carbon vom Lenker bis zu den Felgen, Fox-32-Factory-Gabel und eine lupenreine XX1 Eagle AXS. Bergauf fährt das 8,6-Kilo-Gerät die Konkurrenz in Grund und Boden. In Sachen Geometrie zeigen sich die Bayern trendbewusst – wenn auch eher konservativ. Sportlich, aber ausgewogen sitzt man im Rad und steuert zackig und herrlich direkt um die engen Kehren unserer Testrunde. Nur die vielen kleinen Querwurzeln der Rennstrecke gibt der Hinterbau ziemlich ungefiltert an den Piloten weiter. Nicht nur im Labor geizt das Elite mit Flex, sondern auch in der Praxis generieren die dünnen Sitzstreben und die 27,2er-Sattelstütze trotz 1,5 bar Luftdruck nur wenig Komfort. "Gut fürs Sprinten, aber ein Nachteil in ruppigen Abfahrten", weiß Max Brandl, der Deutsche Meister im Cross Country von 2019. Zumindest spricht an der Front die Fox-Gabel butterweich an und filtert grobe Schläge vorbildlich.
Leichtbau ohne Leichtsinn: Überragend ausgestattet sprintet das steife 8,6-Kilo-Hardtail der Konkurrenz im Uphill davon. Auch ohne radikale Geometrie-Updates fährt sich das Elite ausgewogen und stimmig. Nur der mangelnde Komfort am Hinterbau dürfte Langstreckenfahrer stören. Für 600 Euro weniger gibt’s die SL-Version mit Shimano XTR* und 8,7 Kilo.
Preis 5199 Euro (Fachhandel)
Rahmenmaterial / Größen Carbon/ 16'' / 18'' / 20'' / 22'' (47 cm)
Gewicht ohne Pedale 8,64 kg
Rahmengewicht 1079 g
Laufradgröße 29"
Gewicht Laufräder 3494 g
Lenkerbreite 740 mm
Rahmensteifigkeit (absol. / STW) 52 N/mm / 48,2 N/mm/kg
Sitzkomfort 7,3 mm
Federweg vorne 102 mm
Gabel Fox 32 Float Factory SC Fit4 Remote
Kurbeln Sram XX1 Eagle
Schaltung Sram XX1 Eagle AXS / 1x12 Gänge
Übersetzung / Bandbreite 34; 10–50 / 500 %
Bremsanlage / Disc vorne / hinten Sram Level Ultimate / 180 mm / 160 mm
Sattelstütze / Durchmesser Newmen Advanced Carbon / 27,2 mm
Laufräder Newmen SL X.A.25 Carbon
Reifen Schwalbe Racing Ray/Racing Ralph Evo Addix TLE 29 x 2,25
Reach / Stack / BB-Offset 444 / 622 mm / -63 mm
Den kompletten Vergleichstest von acht 2020er-Racebikes aus unterschiedlichen Preisbereichen (BIKE 1/2020) können Sie bequem unter dem Artikel als PDF herunterladen. Der Test kostet 2,49 Euro.
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*Das BIKE-Urteil gibt die Labormesswerte (BIKE-Labormessung) und den subjektiven Eindruck der Testfahrer wieder. Das BIKE-Urteil ist preisunabhängig. BIKE-Urteile: super (250–205 P.), sehr gut (204,75–180 P.), gut (179,75–155 P.), befriedigend (154,75–130 P.), mit Schwächen (129,75–105 P.), ungenügend (104,75–0 P.).