Mountainbike

Greyp G6: Sieht so das E-Bike der Zukunft aus?

Florentin Vesenbeckh

 · 03.05.2019

Greyp G6: Sieht so das E-Bike der Zukunft aus?Foto: Florentin Vesenbeckh
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Permanent online, automatische Updates, Live-Streaming während der Fahrt: Was klingt wie die Features von Knight-Rider-Auto Kitt oder dem Batmobil, könnte am E-MTB bald Wirklichkeit werden.

Konnektivität lautet eines der Zauberwörter bei aktuellen E-Mountainbikes. Im Vergleich zu anderen Branchen wird das Thema Vernetzung allerdings beim E-Bike eher vorsichtig angegangen. Die kroatische Marke Greyp möchte das nun ändern und stellt diese Komponente in den Mittelpunkt seiner Bike-Entwicklung.

  In dem Kasten unter dem Smartphone-Halter sitzt die komplexe Technik des Greyp G6 und das "central intelligance module". Vorne dran: das Frontlicht und die Kamera.Foto: Florentin Vesenbeckh
In dem Kasten unter dem Smartphone-Halter sitzt die komplexe Technik des Greyp G6 und das "central intelligance module". Vorne dran: das Frontlicht und die Kamera.
  Eine simpel bedienbare Navigation ist nur ein kleiner Teil der zahlreichen App-Features, die das Greyp G6 zu einem besonderen Bike machen.Foto: Florentin Vesenbeckh
Eine simpel bedienbare Navigation ist nur ein kleiner Teil der zahlreichen App-Features, die das Greyp G6 zu einem besonderen Bike machen.

Zwei fest installierte Kameras, eine filmt nach vorne, eine nach hinten. Ein eigener Internetzugang mit 3G-Modul und integrierter SIM-Karte. Permanente Kommunikation mit dem Smartphone und automatische Updates. Das sind nur einige Features, die Greyp durch sein "central intelligance module" ans Bike bringen will. Drumherum wurde natürlich eine aufwändige App mit unzähligen Features programmiert.

  Schaltzentrale: Der Remote-Hebel fällt deutlich üppiger aus als bei anderen E-MTBs. Hier können nicht nur die Unterstützungsstufen gewechselt werden, auch sämtliche App-Funktionen lassen sich direkt vom Lenker aus bedienen.Foto: Florentin Vesenbeckh
Schaltzentrale: Der Remote-Hebel fällt deutlich üppiger aus als bei anderen E-MTBs. Hier können nicht nur die Unterstützungsstufen gewechselt werden, auch sämtliche App-Funktionen lassen sich direkt vom Lenker aus bedienen.
  Rücklicht und Heck-Kamera sitzen unter dem Sattel und sorgen permanet für Sichtbarkeit. Mit der Lenkerfernbedienung kann direkt auf die Kamera zugegriffen und die Aufnahme gestartet werden. Foto: Florentin Vesenbeckh
Rücklicht und Heck-Kamera sitzen unter dem Sattel und sorgen permanet für Sichtbarkeit. Mit der Lenkerfernbedienung kann direkt auf die Kamera zugegriffen und die Aufnahme gestartet werden. 
  Die Videoaufnahmen von Front- oder Heckkamera werden bei Aufnahmen auf dem Handy gespeichert und könnten theoretisch via Internet gestreamt werden.Foto: Florentin Vesenbeckh
Die Videoaufnahmen von Front- oder Heckkamera werden bei Aufnahmen auf dem Handy gespeichert und könnten theoretisch via Internet gestreamt werden.
  Display und Handyhalterung in einem. Das Bike kann auch ohne Smartphone genutzt werden, dann mit vermindertem Funktionsumfang.Foto: Florentin Vesenbeckh
Display und Handyhalterung in einem. Das Bike kann auch ohne Smartphone genutzt werden, dann mit vermindertem Funktionsumfang.
  Wer das Bike kauft, ist dank T-mobile mit dem Greyp G6 bis September 2022 kostenfrei online.Foto: Florentin Vesenbeckh
Wer das Bike kauft, ist dank T-mobile mit dem Greyp G6 bis September 2022 kostenfrei online.

Ein Mountainbike steckt natürlich auch noch hinter dem Technologie-Paket. Das G6 setzt auf einen Carbonrahmen und 150 Millimeter Federweg. Der Motor stammt von MPF und bringt laut Hersteller 90 Newtonmeter Drehmoment. Der 700-Wattstunden-Akku kann leicht entnommen werden und soll 3,5 Kilo wiegen. Das gesamte Bike wiegt laut Greyp 25 Kilo. Die Geometrie fällt gemäßigt aus und wird eher Tourenbiker denn Trail- und Enduro-Freunde ansprechen. Es gibt drei Ausstattungsvarianten zwischen 6499 und 7499 Euro.

  Der Akku im Greyp G6 sitzt prominent im Rahmen und fasst 700 Wattstunden.Foto: Florentin Vesenbeckh
Der Akku im Greyp G6 sitzt prominent im Rahmen und fasst 700 Wattstunden.
  Die Entnahme des Akkus klappt sehr einfach und schnell. Ein Schlüssel ist nicht nötig.Foto: Florentin Vesenbeckh
Die Entnahme des Akkus klappt sehr einfach und schnell. Ein Schlüssel ist nicht nötig.
  MPF 6.0c: Der Motor des österreichisch-taiwanesischen Herstellers ist hierzulande weniger bekannt. Er soll 90 Newtonmeter Drehmoment liefern.Foto: Florentin Vesenbeckh
MPF 6.0c: Der Motor des österreichisch-taiwanesischen Herstellers ist hierzulande weniger bekannt. Er soll 90 Newtonmeter Drehmoment liefern.

Fazit zum Greyp G6

Wir konnten bisher nur einen kurzen Blick auf das neue Greyp G6 werfen. Es ist beeindruckend, wie viel Technik die junge Marke in ein E-Bike packt. Schaut man auf die Entwicklung in anderen Branchen, könnte das Projekt richtungsweisend sein. Einige Features sowie die Hardware-Umsetzung mit zahllosen externen Kabeln wirkten an dem Vorführ-Bike (Beta-Version), das wir beim BIKE Festival in Riva begutachten konnten, noch etwas unausgereift. Auch werden sportliche Biker, denen es primär auf Trail-Spaß ankommt, mit vielen Features wenig anfangen können. Technik-Freaks werden von der smarten Kombination der elektronischen Funktionen begeistert sein.

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