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Trek Slash 9.8 im Test

Dimitri Lehner

 · 09.11.2016

Trek Slash 9.8 im TestFoto: Wolfgang Watzke
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2008 war das US-Label mit seinem Enduro-Bike der Zeit voraus und räumte Testsiege ab. Damals hieß es Remedy, hatte aber fast identische Maße wie das 2012 neu erschaffene Slash.

  Trek Slash 9.8: Günstig ist anders: Wer ein Trek Slash fahren will, muss mindestens 5500 Euro ausgeben (Alu-Version). Das Topmodell Slash 9.9 aus Carbon kostet satte 9000 Euro.Foto: Wolfgang Watzke
Trek Slash 9.8: Günstig ist anders: Wer ein Trek Slash fahren will, muss mindestens 5500 Euro ausgeben (Alu-Version). Das Topmodell Slash 9.9 aus Carbon kostet satte 9000 Euro.

Seine Attribute: wendig, verspielt, leicht, doch potent genug, um’s krachen zu lassen – ein ideales Enduro. Daran hat sich auch 2016 nichts geändert. Neu dagegen: die 27,5-Zoll-Räder. Der Carbon-Rahmen spart Gewicht: 13 Kilo! Beim Fahrwerk setzt das 9.8er-Slash auf Rock­Shox: Pike-Gabel mit Absenkfunktion und der ebenso leicht zu bedienende
Monarch-Plus-Dämpfer mit 3-Phasen-Druckstufe. Das verschafft dem Slash ein aktives und sportlich straffes Fahrwerk. Passend dazu: die tiefe Front. Sie erzeugt viel Druck auf dem Vorderrad. Der flache Lenkwinkel bringt Ruhe ins Bike. Uns gefiel, wie spritzig sich das leichte Bike durch die Trails zirkeln ließ. Da freut man sich über jede Kurve und jubelt, wenn der Trail Haken schlägt. Hier glänzt das Slash, es begeistert mit seinem direkten Handling und mit der hohen Lenkpräzision. So mischt es ganz vorne im Testfeld mit. Zeigt sich die Topographie allerdings von der fiesen Seite, dann stößt das Slash an Grenzen. Bei Highspeed im Gerümpel gibt es Bikes, die satter und sicherer liegen. Im ständigen Auf- und Ab gewellter Trails oder Touren überzeugt das Trek dagegen mit seinem geringen Gewicht, der spritzigen Beschleunigung und einer wippfreien Kinematik. Super: die schnell zuschaltbare Druckstufe. Hebel umlegen für Trailfahrten und Jumps und schon steht der Hinterbau schön solide im Federweg.


Fazit: Das Slash ist ein rassiges Enduro in sexy Optik. In heftigem Gelände will es mit Nachdruck gefahren werden und verfügt nicht über die Reserven einiger Konkurrenten.


STÄRKEN Allround-Einsatz, leicht, wendig
SCHWÄCHEN Highspeed im heftigen Gelände, Cockpit


Herstellerangaben
Vertrieb Trek Deutschland, www.trekbikes.com
Material/Größen Carbon/XS, S, M, L, XL
Preis/Gewicht ohne Pedale 6499 €/13 kg


Messdaten
Federweg vorne/hinten 130-160 mm/160 mm
Hinterbausystem Floatlink


Ausstattung
Gabel/Dämpfer RockShox Pike RC Dual Position Air/RockShox Monarch Plus RC3
Kurbeln/Schaltung SRAM X1/ SRAM X1
Bremsanlage Shimano XT
Laufräder Bontrager Maverick Pro TLR Systemlaufradsatz,
Reifen Bontrager SE5 Team Issue 2,3


Performance
Uphill 6 von 6 Punkten
Downhill 4 von 6 Punkten


FREERIDE-Urteil 9 von 10 Punkten

  Das kurze Steuerrohr am Trek Slash sorgt für eine tiefe Front. Daher ließen wir die Spacer drin und hatten noch immer viel Druck auf dem Vorderrad. Der 74er-Lenker war uns zu schmal, der Vorbau zu lang.Foto: Wolfgang Watzke
Das kurze Steuerrohr am Trek Slash sorgt für eine tiefe Front. Daher ließen wir die Spacer drin und hatten noch immer viel Druck auf dem Vorderrad. Der 74er-Lenker war uns zu schmal, der Vorbau zu lang.
  Trek Slash – RockShox macht’s richtig: gut beschriftete, easy einzustellende Federelemente. Die 3-Stufen-Druckstufe (DH, Trail, Uphill) ist bewährt. Davon darf sich die Konkurrenz gerne inspirieren lassen.Foto: Wolfgang Watzke
Trek Slash – RockShox macht’s richtig: gut beschriftete, easy einzustellende Federelemente. Die 3-Stufen-Druckstufe (DH, Trail, Uphill) ist bewährt. Davon darf sich die Konkurrenz gerne inspirieren lassen.
  Trek Slash 9.8Foto: FREERIDE Magazin
Trek Slash 9.8


FREERIDE-RANKING: Die Zahl (maximal 10 Punkte) gibt den Gesamteindruck der Tester wieder und ist keine Addition von Downhill- und Uphill-Punkten. 10 = Testsieger, besser geht nicht. 9 = Sehr gut. Kaufempfehlung. 8 = Solide Leistung. 7 = Unter Durchschnitt. Das Produkt hat Schwächen. 1 bis 6 = Davor können wir nur warnen!

  Diesen Artikel finden Sie in FREERIDE 1/2016 - das Heft können Sie hier bestellen > FREERIDE IOS App (iPad) FREERIDE Android App Foto: Stéphane Candé
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