FreerideTrek Session 9.9 DH im Test

Dimitri Lehner

 · 4/20/2016

Trek Session 9.9 DH im TestFoto: Daniel Simon

Das Trek Session war bisher immer eine sichere Bank. Es war schnell, doch wendig genug, um auch Freeridern Spaß zu machen. Kurz: eine schnelle Spaßmaschine.

  Das Session 9.9 kostet ein Vermögen. Wer keinen Goldesel im Keller stehen hat, muss zum Session 88 greifen. Preis: 4500 €.Foto: Daniel Simon
Das Session 9.9 kostet ein Vermögen. Wer keinen Goldesel im Keller stehen hat, muss zum Session 88 greifen. Preis: 4500 €.

Ob der Mix auch beim neuen 27,5er-Trek gelingt? Wir zweifelten beim Blick ins Datenblatt. Trek riet ab 1,75 Körpergröße zu Größe L. Der längste Radstand, die längsten Kettenstreben und das längste Oberrohr im Testfeld – kein Wunder, dass sich Fischi beim Speedcheck über viel Laufruhe freute. Länge läuft, dass wissen alle Freizeitkapitäne. Fischi fuhr die zweitschnellste Zeit und lobt das potente Heck des roten Flitzers. 210 Millimeter Federweg quetschen da aus dem Dämpfer, der von Kettenstreben und Sitzstreben in die Zange genommen wird. Hier hat Trek zusätzlich ein sogenanntes Mio-Link eingebaut, eine Stellschraube für schnelle Geometrie-Veränderungen (der Lenkwinkel lässt sich abflachen, das Tret­lager absenken). Doch uns Amateur-Big-Bikern gefiel das Rad. Es kam uns gar nicht so lang vor, im Gegenteil: Der Reach ist angenehm und die Sitz­position wirkt eher kompakt im Vergleich zu Mondraker oder Specialized. Also Entwarnung: Das Session macht viel Spaß im Park, bringt ordentlich Druck aufs Vorderrad und lässt sich gut durch die Luft schaukeln. Nur der Manual will nicht mehr so gut klappen. Da musst du ziehen wie ein Viech, um einen hoch zu kriegen!


FAZIT: Das Trek begeistert uns alle – Worldcup-Downhiller, Amateur-Racer oder Parkratte. Zwar ist es nicht mehr so verspielt wie früher, doch der Mix aus Abfahrteisen und Spielkumpel gelingt!


Stärken schnell, laufruhig, Geometrie
Schwächen kommt schwer aufs Hinterrad

  Bremspower: Die bissige Saint-Bremse am überbreiten Carbon-Lenker des Trek Session gefiel uns gut. Schade, dass diese kräftigen Stopper mit der angenehmen Ergonomie so selten verbaut werden.Foto: Daniel Simon
Bremspower: Die bissige Saint-Bremse am überbreiten Carbon-Lenker des Trek Session gefiel uns gut. Schade, dass diese kräftigen Stopper mit der angenehmen Ergonomie so selten verbaut werden.
  Beruhigungsmittel: Das Trek besitzt einen Hinterbau, der genau das tut, was er tun soll. Er puffert alles ab, beruhigt, entwickelt aber dennoch viel Gegendruck und Popp. Foto: Daniel Simon
Beruhigungsmittel: Das Trek besitzt einen Hinterbau, der genau das tut, was er tun soll. Er puffert alles ab, beruhigt, entwickelt aber dennoch viel Gegendruck und Popp. 


HERSTELLERANGABEN


Vertrieb Trek Bicycles, www.trekbikes.com
Material/Größen Carbon/S, M, L, XL
Preis/Gewicht ohne Pedale 8499 Euro/15,7 kg


MESSDATEN


Federweg vorn/hinten 200 mm/210 mm
Hinterbausystem Float Link


AUSSTATTUNG


Gabel/Dämpfer Fox 40 RC2 Fit/Fox DHX RC4
Kurbeln/Schaltung Shimano Saint/Shimano Saint
Bremsanlage Shimano Saint
Laufräder DT Swiss FR 1950 Systemlaufradsatz,
Reifen Bontrager G4 Team Issue 2,35

  Test 2015 Big Bikes: Trek Session 9.9 DHFoto: FREERIDE Magazin
Test 2015 Big Bikes: Trek Session 9.9 DH
  Test 2015 Big Bikes: Trek Session 9.9 DH (FREERIDE-RANKING: Die Zahl (maximal 10 Punkte) gibt den Gesamteindruck wieder und ist keine Addition von Downhill- und Bikepark-Punkten.)Foto: FREERIDE Magazin
Test 2015 Big Bikes: Trek Session 9.9 DH (FREERIDE-RANKING: Die Zahl (maximal 10 Punkte) gibt den Gesamteindruck wieder und ist keine Addition von Downhill- und Bikepark-Punkten.)
  Diesen Artikel finden Sie in FREERIDE 3/2015 - das Heft können Sie hier bestellen > FREERIDE IOS App (iPad) FREERIDE Android App Foto: Sven Martin
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