Norco Aurum A 7.1 im Test

Chris Schleker

 · 01.12.2016

Norco Aurum A 7.1 im TestFoto: Wolfgang Watzke
Norco Aurum A 7.1 im Test
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Das Norco Aurum 7.1 besitzt die Tretlagerhöhe eines Allmountain-Bikes und der Stack-Wert eines 29-Zöllers. Bis auf die extremen Werte ist der Kanadier kein außergewöhnlicher Hingucker.

  Norco Aurum A 7.1   Foto: Wolfgang Watzke
Norco Aurum A 7.1  

Der klassische Viergelenker mit stehendem Dämpfer war vor einigen Jahren das angesagteste Rahmendesign, wirkt heute neben den Motolink-Bikes aber fast schon oldschool. Suboptimal: die Kombi aus Highend-Schaltung und einfachsten Federelementen. Umgekehrt macht es in diesem Segment deutlich mehr Sinn. Die Federhärten wachsen mit der Rahmengröße – unser Large kam mit 450er-Feder im Heck und harter Feder vorne. Das war uns besonders hinten eine Spur zu straff. Der Fahrer nimmt buchstäblich "im" Norco Platz und fühlt sich sofort sicher. Das Bike erinnert stark ans Trek Session: Sehr direkt und mit gutem Popp macht es in engen Kehren und beim Herausbeschleunigen aus Kurven Spaß. Auf der felsigen Strecke in Bozen lag es aber lange nicht so ruhig wie die Konkurrenz. Die Progression im Heck ist gelungen, aber die Gesamtabstimmung bringt zuviel Gewicht auf die Front und potenziert so die Schwäche der Boxxer RC-Druckstufe. Mit 400er-Feder ist ein 80-Kilo-Fahrer besser bedient.

Verlagssonderveröffentlichung


Fazit: Das Norco hat eine angenehme Geo, die viel Sicherheit vermittelt. Das Fahrwerk arbeitet lange nicht so fluffig wie etwa im Lapierre und man greift früher nach den Bremsen. Gutes Handling für Spaß im Park.


Marcus Klausmann (38): "Beim Norco gefiel mir die schöne Progression am Heck – damit kann man aggressiv fahren. Außerdem steht man gut im Bike. Mir war das Fahrwerk aber zu unausgewogen. Hinten zu straff und zuviel Druck auf dem Vorderrad."


Herstellerangaben
Vertrieb LTP Sports Group Inc.
www.norco.com
Material/Größen Alu/S,M, L, XL
Preis/Gewicht ohne Pedale 3649 Euro/17,7 kg


Messdaten
Federweg vorn/hinten 200 mm/200 mm
Hinterbausystem Viergelenker
Reach 440 mm
Stack 617 mm
BB-Drop -20 mm


Ausstattung
Gabel/Dämpfer RockShox Boxxer RC/Kage RC
Kurbeln/Schaltung Ethirteen LG1 R/SRAM XO1 DH
Bremsanlage SRAM Guide R
Laufräder Sun Ringlé Inferno Systemlaufradsatz,
Reifen Maxxis Minion DHF 2,5/ Minion DHR II 2,4

  Norco Aurum A 7.1: Edelteil: Eine SRAM X01 DH hätten wir in dieser Preisklasse nicht erwartet. Uns wäre eine simplere Schaltung, aber dafür eine hochwertigere Boxxer lieber gewesen.Foto: Wolfgang Watzke
Norco Aurum A 7.1: Edelteil: Eine SRAM X01 DH hätten wir in dieser Preisklasse nicht erwartet. Uns wäre eine simplere Schaltung, aber dafür eine hochwertigere Boxxer lieber gewesen.
  Norco Aurum A 7.1: Hartes Pflaster: Die 450er-Feder war sogar unserem 80-Kilo-Profi Marcus zu straff. Das brachte in steilen Passagen zuviel Druck aufs Vorderrad. Foto: FREERIDE Magazin
Norco Aurum A 7.1: Hartes Pflaster: Die 450er-Feder war sogar unserem 80-Kilo-Profi Marcus zu straff. Das brachte in steilen Passagen zuviel Druck aufs Vorderrad. 
  Norco Aurum A 7.1Foto: FREERIDE Magazin
Norco Aurum A 7.1
  Norco Aurum A 7.1Foto: FREERIDE Magazin
Norco Aurum A 7.1
  Norco Aurum A 7.1Foto: FREERIDE Magazin
Norco Aurum A 7.1


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