Freeride

Kona Process 153 DL im Test

Dimitri Lehner

 · 21.02.2016

Kona Process 153 DL im TestFoto: Franz Faltermaier
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nser Enduro-Testsieger! Es gab zwar Bikes, die besser bergab bolzten, doch keines besitzt die Allroundfähigkeit des Kona. Das "153" begeistert uns mit seiner Spritzigkeit.

  Test 2015 Enduro Bikes: Kona Process 153 DLFoto: Franz Faltermaier
Test 2015 Enduro Bikes: Kona Process 153 DL

Reden wir nicht lange um den heißen Brei: Das ist das Bike, das man haben will. So wie das Kona muss ein Enduro sein: spritzig im Antritt, wippneutral bergauf, lenkpräzise in technischen Passagen, verspielt wie Eisbärbaby Knut, doch standfest und aggressiv bergab wie Knut, wenn er die Pubertät hinter sich hat. Das Kona kann sehr viel sehr gut: Trailfahrten, Touren, Bergabgeschrote, Stunts und Sprünge. Endlich: Kona ist zurück! In den vergangenen Jahren verrannte sich der kanadische Hersteller mit seinem "Magic Link" – jetzt haben sie die verquere Konstruktion über Bord geworfen, die Enduro-Bikes zu Downhillqualitäten verhelfen wollte. Bereits im Freerider-Test sahnte der große Bruder ("Process 167") den Testsieg ab, entsprechend gespannt waren wir auf dieses Bike. Modern: die Geometrie des "153", ein langer Hauptrahmen wurde mit einem möglichst kurzen Hinterbau kombiniert. Das Oberrohr taucht stark nach unten weg, das beschert den Beinen viel Platz. Nachteil des kurzen Sitzrohrs: Fahrer über 1,75 Meter können die Stütze nicht weit genug ausfahren. Sehr schick: die breite Hinterbau-Schwinge in Motocross-Optik. Sexy! Die Tester waren sich einig: Das Kona ist der Handling-Favorit. Kein anderes Bike fuhr so lebendig und entwickelte so viel Popp wie das Kona. Dass das kompakte, quirlige Bike mit seinem 66er-Lenkwinkel und der super kurzen 425er-Kettenstrebe auch richtig souverän bergab braust, überraschte uns. Dennoch musste sich der Luftikus der Konkurrenz von Giant, Rose, Bionicon geschlagen geben, wenn’s richtig schnell und ruppig wurde.


Fazit: Unser Enduro-Testsieger! Es gab zwar Bikes, die besser bergab bolzten, doch keines besitzt die Allroundfähigkeit des Kona. Das "153" begeistert uns mit seiner Spritzigkeit.


STÄRKEN Handling, Fahrwerk, Allround-Einsatz
SCHWÄCHEN kurzes Sitzrohr braucht hubstarke Variostütze

  Einziger Kritikpunkt am Kona Process: Große Fahrer müssen die KS-Variostütze übers Limit ausziehen, um auf Tretpassagen genug Druck aufs Pedal zu bringen. Mehr Hub (> 125 mm) wäre gut.Foto: Franz Faltermaier
Einziger Kritikpunkt am Kona Process: Große Fahrer müssen die KS-Variostütze übers Limit ausziehen, um auf Tretpassagen genug Druck aufs Pedal zu bringen. Mehr Hub (> 125 mm) wäre gut.
  Motocross-Optik: Die mächtige Schwinge steht dem Kona gut. Die Kinematik ist gelungen – der Federweg wird gut genutzt und selbst mit offener Druckstufe wippt der Dämpfer kaum.Foto: Franz Faltermaier
Motocross-Optik: Die mächtige Schwinge steht dem Kona gut. Die Kinematik ist gelungen – der Federweg wird gut genutzt und selbst mit offener Druckstufe wippt der Dämpfer kaum.
  Test 2015 Enduro Bikes: Kona Process 153 DLFoto: FREERIDE Magazin
Test 2015 Enduro Bikes: Kona Process 153 DL
  Test 2015 Enduro Bikes: Kona Process 153 DLFoto: FREERIDE Magazin
Test 2015 Enduro Bikes: Kona Process 153 DL
  Die Zahl (maximal 10 Punkte) gibt den Gesamteindruck der Tester wieder und ist keine Addition von Downhill- und Uphill-Punkten.Foto: FREERIDE Magazin
Die Zahl (maximal 10 Punkte) gibt den Gesamteindruck der Tester wieder und ist keine Addition von Downhill- und Uphill-Punkten.


Herstellerangaben


Vertrieb Kona Europe www.konaworld.com
Material/Größen Alu/S, M, L, XL
Preis/Gewicht ohne Pedale* 4499 Euro/13,8 kg


Messdaten


Federweg vorne/hinten 160 mm/153 mm
Hinterbausystem Mehrgelenker


Ausstattung


Gabel/Dämpfer RockShox Pike RCT 3 Solo Air/RockShox Monarch Plus RC3
Kurbeln/Schaltung SRAM X1/SRAM XO1
Bremsanlage Shimano XT
Laufräder Novatech Naben, WTB Frequency Team i25 Felgen, Maxxis Minion DHR Exo 3C 2,3 Reifen

  Diesen Artikel finden Sie in FREERIDE 2/2015 - das Heft können Sie hier bestellen > FREERIDE IOS App (iPad) FREERIDE Android App Foto: Lars Scharl
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