Enduro

Rocky Mountain Slayer

Peter Nilges

 · 19.07.2010

Rocky Mountain SlayerFoto: Unbekannt

Besser rauf und besser runter. Für das neue Slayer versprechen die Kanadier einiges und zeigen mehr Innovationsfreude denn je.

Ohne die Enduro-Wurzeln zu verleugnen. Im Vergleich zum Vorgängermodell SXC hat das neue Slayer mehr und weniger. Mehr Federweg (161 zu 152 Millimeter), aber weniger Gewicht: 3396 zu 3716 Gramm Rahmengewicht inklusive Dämpfer. Mehr Steifigkeit (87,80 zu 55,79 Nm/°), aber dank Smooth-Link-Kinematik weniger Antriebseinflüsse. Kurzum, man hat in Vancouver gründlich über die Frage nachgedacht, wie man das Slayer effektiv verbessern kann. Mit Erfolg. Der aufwändig hydrogeformte Rahmen wirkt clean und aufgeräumt und kommt in der Top-Version Slayer 70 in leichter Anodisierung. Zwei weitere Modelle – 30 und 50 – liegen darunter. Die Verlegung der Außenhüllen ist durchgängig, alle Gelenkpunkte sind mit nur einer Schraube gesichert, und als Neuheit besitzt auch das Slayer die für die aktuellen Rocky-Modelle typische Straight-Up-Geometry.

Beim Slayer heißt das: 75-Grad-Sitzwinkel. Was zur Folge hat, dass das Slayer selbst mit ausgefahrener Gabel ausgezeichnet und mit viel Druck auf dem Vorderrad Berge erklimmt. Auch beim Hinterbau hat sich einiges getan. Durch ein linear ansteigendes Übersetzungsverhältnis des Hinterbaus ist von Wegsacken – ein Problem des Vorgänger-Modells – nichts mehr zu spüren. Der Hinterbau besitzt eine harmonische Kennlinie, die jetzt sehr gut zur Fox-Gabel passt. Auch die hohe Steifigkeit des Bikes macht sich beim Fahren bemerkbar. Das vordere Rahmendreieck steht wie eine Eins und sorgt für Fahrpräzision.


Fazit: Früher war doch nicht alles besser. Das neue Slayer kann seinen Vorgänger locker toppen. Ein Enduro mit ausgewogenen Eigenschaften.

  Konifiziert und hydrogeformt. Das Sitzrohr kommt ohne angeschweißten Lagerpunkt aus.Foto: Unbekannt
Konifiziert und hydrogeformt. Das Sitzrohr kommt ohne angeschweißten Lagerpunkt aus.
  Der E-Type-Umwerfer wird direkt an der Kettenstrebe montiert und kann so beim Einfedern nirgendwo anstoßen.Foto: Unbekannt
Der E-Type-Umwerfer wird direkt an der Kettenstrebe montiert und kann so beim Einfedern nirgendwo anstoßen.
  E-Thru 142 x12 mm nennt sich das neue Shimano-Achssystem, das über Fox-Schnellspannhebel bedient wird.Foto: Unbekannt
E-Thru 142 x12 mm nennt sich das neue Shimano-Achssystem, das über Fox-Schnellspannhebel bedient wird.
  E-Thru 142 x12 mm nennt sich das neue Shimano-Achssystem, das über Fox-Schnellspannhebel bedient wird.Foto: Unbekannt
E-Thru 142 x12 mm nennt sich das neue Shimano-Achssystem, das über Fox-Schnellspannhebel bedient wird.
Foto: Unbekannt
Foto: Unbekannt

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