EnduroKona Process 153 im Test

Peter Nilges

 · 06.08.2016

Kona Process 153 im TestFoto: Georg Grieshaber

Das Kona Process 153 ist die große Überraschung im Testfeld und sorgte bei allen Testern bereits nach den ersten Metern für ein breites Grinsen im Gesicht.

Obwohl das günstigste Enduro im Test weder besonders gut ausgestattet noch nennenswert leicht ist, zog es alle mit seinem maximal verspielten, aber dennoch in schnellen Passagen sehr sicheren Handling in seinen Bann. Durch die kurzen Kettenstreben und dem wuchtigen Hinterbau besitzt das Kona gar einen Freeride-artigen Charakter. Ebenfalls erstaunlich: die Performance des Hinterbaus mit nur 153 Millimetern Federweg und einfachem Rock-Shox-Dämpfer ohne Ausgleichsbehälter. Erst im richtig groben Geläuf offenbart das Kona den etwas kürzeren Federweg. Fahrer mit langen Beinen können beim kurzen Sitzrohr Probleme bekommen. Laufräder und Reifen sind sehr stabil, bringen aber etwas mehr auf die Waage.

  Mit nur 40,5 Zentimetern fällt das Sitzrohr des Kona Process sehr kurz aus. Die Kindshock-Stütze funktioniert sehr gut, klemmt aber gerne beim ersten Ausfahren.Foto: Georg Grieshaber
Mit nur 40,5 Zentimetern fällt das Sitzrohr des Kona Process sehr kurz aus. Die Kindshock-Stütze funktioniert sehr gut, klemmt aber gerne beim ersten Ausfahren.

Test-Fazit zum Kona Process 153

Der Freerider unter den Enduros. Verspielt, stabil und absolut sorglos.


PLUS Top-Handling, breite Felgen und solide Reifen
MINUS Schwere, aber stabile Ausstattung, kurzes Sitzrohr, breit bauende Sitzstreben (Fersen-/Knöchelfreiheit), kein Flaschenhalter möglich

  Die Geometrie des Kona Process 153 im ÜberblickFoto: BIKE Magazin
Die Geometrie des Kona Process 153 im Überblick
  Obwohl das Heck des Kona Process etwas weniger Federweg mit mehr Endprogression besitzt, arbeitet das Fahrwerk harmonisch mit Reserven.Foto: BIKE Magazin
Obwohl das Heck des Kona Process etwas weniger Federweg mit mehr Endprogression besitzt, arbeitet das Fahrwerk harmonisch mit Reserven.


Die Alternative Das Process 153 ist bereits das günstigste Bike der Modellreihe. Mit Zusatz DL für 1500 Euro mehr gibt es hochwertigere Federelemente mit einer Sram-X01-Schaltgruppe und Shimano-XT-Bremsen.


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