Test 2015Scott Genius 730

Christoph Listmann

 · 08.02.2015

Test 2015: Scott Genius 730Foto: Georg Grieshaber

Beim ersten Test des Genius 730 vor zwei Jahren haben wir noch das hohe Gewicht und die Fahrwerksabstimmung kritisiert. An beiden Punkten hat Scott gearbeitet.

Ja, die Entwickler haben dem Bike sogar einen neuen Charakter verpasst. Die schlanke 32er-Gabel, schmale Reifen und der sportliche Gesamteindruck klassifizieren das Genius eher als All Mountain Sport und nicht als All Mountain Plus. Während einige Mitbewerber ihre Bikes dem Enduro-Trend gemäß abfahrtsorientiert ausrichten, macht das Genius Lust auf lange Anstiege und ausdauernde Touren. Viel Federweg heißt hier nämlich nicht automatisch, dass man beim Enduro-Rennen an den Start geht. Das Genius ist auch von seiner Geometrie eher ein Marathon-Bike mit zusätzlichen Reserven. Es klettert von allen am besten bergauf und muss bergab entsprechend etwas zurückstecken. Alleine schon, weil eine praktische Teleskop-Stütze fehlt.


Fazit: Sport-Tourer mit viel Federweg. Das Genius ist in dieser Gruppe stärker bergauf als bergab. Vergleichsweise schwach ausgestattet.


PLUS Sportliches Handling, am Lenker verstellbares Fahrwerk, guter Rahmen, Geometrieverstellung
MINUS Gewichtsbeschränkung 110 Kilo, keine Teleskop-Stütze, magere Ausstattung


Die Alternative: Gleiches Bike, andere Laufradgröße: Das Genius 930 rollt auf 29 Zoll großen Rädern, kostet identisch ausgestattet ebenfalls 2999 Euro, wiegt 150 Gramm mehr und bietet weniger Federweg (130 mm).

  Scott gibt fürs Heck des Genius 730 zwei Federwege an: 100 und 150 mm, nur der lange lässt sich auf dem Prüfstand abbilden. Bergauf braucht man das Lockout.Foto: BIKE Magazin
Scott gibt fürs Heck des Genius 730 zwei Federwege an: 100 und 150 mm, nur der lange lässt sich auf dem Prüfstand abbilden. Bergauf braucht man das Lockout.

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