All Mountain

Scott Genius 930 im Test

BIKE Magazin

 · 23.08.2015

Scott Genius 930 im TestFoto: Georg Grieshaber

Schon der Blick auf schmale Reifen und schlanke Gabel zeigt dem Kenner, was sich Scott beim Genius gedacht hat. Schmal und schlank = schnell bergauf, Langstrecke statt Bikepark, Tour statt Enduro.

Die Sitzposition fällt dementsprechend lang und sportlich aus. Das Bike motiviert wie kein anderes der elf zu hohem Tempo bergauf. Also raus aus dem Sattel, per Daumenklick das Fahrwerk straffen. Der Twinlock-Lenkerhebel kaschiert die Schwäche der Kinematik, denn offen gefahren taucht das Heck bergauf stark weg. Also schaltet man fleißig zwischen den drei Modi hin und her, geht ja ganz leicht. Bergab freut man sich über die gute Kontrolle. Jedoch bleibt das Bike mit den Reifen und mangels Teleskop-Stütze unter seinen Möglichkeiten. Pluspunkt beim 29er-Genius: Das Chassis beherrscht einen weiten Einsatzbereich. Getunt mit fetten Reifen, längerer Gabel und Tele-Stütze wird es zum Mini-Enduro.


Fazit: Wir meinen: Das 29er-Genius ist das beste Genius. Das 930 zeigt den sportlichsten Charakter der Testgruppe.


PLUS Fahrwerks- und Geometrieverstellung, große Bandbreite/ Einsatzbereich
MINUS Keine Teleskop-Stütze


Die Alternative Fürs Genius 910 muss man deutlich tiefer in die Tasche greifen (4299 Euro), es bietet dafür aber den leichteren Carbon-Rahmen, Teleskop-Stütze und die komplette XT-Ausstattung. Gewicht: 12,5 Kilo.

  Scott Genius 930 2015Foto: BIKE Magazin
Scott Genius 930 2015
  Die Gabel geht früher in die Progression als das Heck. Am Hinterbau nutzt man den Federweg aber voll aus. Der Twinlock-Lenkerhebel am Scott Genius ist Pflicht.Foto: BIKE Magazin
Die Gabel geht früher in die Progression als das Heck. Am Hinterbau nutzt man den Federweg aber voll aus. Der Twinlock-Lenkerhebel am Scott Genius ist Pflicht.

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