Rocky Mountain Thunderbolt 750 im Test

Christoph Listmann

 · 16.11.2015

Rocky Mountain Thunderbolt 750 im TestFoto: Georg Grieshaber

Eine Bike-Tour definiert ein Local aus Vancouver anders als ein Biker im Odenwald. Touren-Fahren heißt in British Columbia Singletrails und Wurzelteppiche zu bezwingen.

Und dafür ist das Thunderbolt gemacht. Sitzposition, Kontrolle (Cockpit) und Geometrie wurden von allen Testfahrern ausdrücklich gelobt. Das Thunderbolt fühlt sich im Trail und bergab an, wie sich ein Mountainbike anfühlen muss. Um den Federweg zu nutzen, darf man das Heck nicht zu straff abstimmen. Auch im schwierigen Trail der Gardasee-Testrunde bleibt man Herr der Lage. Die Maxxis-Reifen passen gut zum Terrain. Den hohen Wohlfühlfaktor trübt bergauf allerdings das Wippen des Hinterbaus. Ohne Plattform (Climb-Mode) am Federbein schaukelt das Heck – ein Problem der Kinematik. Leider kann man beim Modell 750 keinen Einfluss darauf nehmen. Die Ride-9-Verstellung fehlt und auch die Fernbedienung fürs CTD-System (erst ab 750 MSL).


Fazit: Das Thunderbolt 750 ist ein Mountainbike per Definition. Trails bereiten Freude, je schwerer desto besser.


PLUS Fünf Rahmengrößen, gelungene Geometrie, hoher Fahrspaß
MINUS Keine Teleskop-Stütze, Antriebseinflüsse, schwere Laufräder


Die Alternative: Die Thunderbolt-Palette reicht bis zum 11000 Euro teuren XTR-Di2-Modell. Vernünftig, weil mit Teleskop-Stütze ausgerüstet, und leichter, weil mit Carbon-Rahmen, ist das 750 MSL (4000 Euro).

  Kettenzug komprimiert das Fahrwerk. Plattform ist Pflicht, eine Fernbedienung wäre ideal. Die Ride9-Verstellung beim Rocky Mountain Thunderbolt gibt es erst ab 4000 Euro.Foto: Georg Grieshaber
Kettenzug komprimiert das Fahrwerk. Plattform ist Pflicht, eine Fernbedienung wäre ideal. Die Ride9-Verstellung beim Rocky Mountain Thunderbolt gibt es erst ab 4000 Euro.
  Test All Mountain Sport-Fullys 2015: Rocky Moun. ThunderboltFoto: BIKE Magazin
Test All Mountain Sport-Fullys 2015: Rocky Moun. Thunderbolt
  Die progressive Hinterbaukennlinie spürt man in der Praxis. Bergauf taucht das Heck unter Last stark ein – typisch Rocky Mountain.Foto: BIKE Magazin
Die progressive Hinterbaukennlinie spürt man in der Praxis. Bergauf taucht das Heck unter Last stark ein – typisch Rocky Mountain.


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