Merida One-Forty 800 im BIKE-Test

Peter Nilges

 · 03.02.2019

Merida One-Forty 800 im BIKE-TestFoto: Daniel Simon
Merida One-Forty 800 im BIKE-Test

Wie das Canyon Spectral setzt auch das Merida One-Forty auf breite 2,6er-Reifen, was einen etwa 0,3 bar niedrigeren Reifendruck zulässt. Das Resultat: mehr Grip und mehr Komfort.

Auch das Laufradgewicht entspricht immer noch dem Durchschnitt, weshalb sich das Merida passabel beschleunigen lässt. Allerdings nicht ohne das Zuschalten der Dämpferplattform. Im Wiegetritt arbeitet der Hinterbau wenig stabil und pumpt sehr stark. Der Griff zum Dämpfer wird daher zur Pflicht statt nur zur Kür. Die Sitzposition fällt kurz und damit komfortabel aus. In Bezug auf das Handling fährt sich das One-Forty unaufgeregt. Der Fahrer sitzt zentral mit ausreichend Druck auf dem Vorderrad. Im Gelände schluckt der Hinterbau große Brocken recht anständig. Bei schnellen, kleineren Schlägen macht er jedoch dicht und kann dem Untergrund nicht mehr folgen, was für Unruhe und Nervosität sorgt. Die auf dem Papier an sich sehr starken und soliden Sram-Code-Bremsen zeigten sich in diesem Test auffallend schwach. Mit deutlich über drei Kilo fällt das Rahmengewicht recht hoch aus. Die Ausstattung liegt im guten Mittelfeld.

Verlagssonderveröffentlichung


Test-Fazit: Das Merida One-Forty 800 ist ein solides All Mountain mit Plus-Bereifung und neutralem Handling. Die Hinterbau-Performance verhindert eine bessere Note.

  Merida One-Forty 800: Srams Code-Bremsen sind nachweislich als solider Anker bekannt und konnten bereits im BIKE-Labor glänzen. In Verbindung mit den nicht mehr ganz neuen Belägen und Scheiben zeigte sich dieses Testexemplar jedoch ungewöhnlich schwach.Foto: Daniel Simon
Merida One-Forty 800: Srams Code-Bremsen sind nachweislich als solider Anker bekannt und konnten bereits im BIKE-Labor glänzen. In Verbindung mit den nicht mehr ganz neuen Belägen und Scheiben zeigte sich dieses Testexemplar jedoch ungewöhnlich schwach.
  Merida One-Forty 800Foto: BIKE Magazin
Merida One-Forty 800
  Merida One-Forty 800Foto: BIKE Magazin
Merida One-Forty 800
  Merida One-Forty 800 – Kennlinien: Die Gabel bietet etwas mehr Federweg als der Hinterbau und eine etwas flachere Kennlinie.Foto: BIKE Magazin
Merida One-Forty 800 – Kennlinien: Die Gabel bietet etwas mehr Federweg als der Hinterbau und eine etwas flachere Kennlinie.

Merida One-Forty 800 27,5"


erhältlich im Fachhandel
Preis 3099 Euro


Material / Größen Alu / S / M / L / XL (48 cm)
Gewicht o. P. / Rahmen 13,95 kg / 3170 g
Gabel / Dämpfer Rockshox Revelation RC / Rockshox Deluxe RL
Kurbeln / Schaltung Truv. Desc. / Sr. GX-Eagle SLX, XT
Übersetzung / Lenkerbreite 32; 10–50 / 760 mm
Bremsanlage / Disc Sram Code R / 180/180 mm
Teleskopstütze KS Lev Int. / 150 mm / 30,9 mm
Laufräder Formula-Naben; Jalco Expert-Felgen; Maxxis Minion DHR2/Rekon Exo 27,5 x 2,6-Reifen
Reach / Stack / BB-Offset 451 / 616 mm / -22 mm


BIKE-Urteil GUT²


¹Preis ggf. zzgl. Kosten für Verpackung, Versand und Abstimmung
²Das BIKE-Urteil gibt die Labormesswerte und den subjektiven Eindruck der Testfahrer wieder. Das BIKE-Urteil ist preisunabhängig.
BIKE-Urteile: super (250–205 P.), sehr gut (204,75–170 P.), gut (169,75–140 P.), befriedigend (139,75–100 P.), mit Schwächen, ungenügend. Die Gewichtung der Punkte in den einzelnen Bewertungskriterien variiert je nach Bike-Kategorie.


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