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Groß geworden: E-All-Mountain Santa Cruz Heckler im Test

Florentin Vesenbeckh

 · 05.06.2022

Groß geworden: E-All-Mountain Santa Cruz Heckler im TestFoto: Max Schumann
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Das Update am Santa Cruz Heckler ist mehr als seichte Kosmetik. Aus dem spritzigen Trailbike von 2020 ist ein fahrstarkes All Mountain geworden.

Gerade einmal zwei Jahre ist es her, dass Santa Cruz mit dem Heckler sein allererstes E-MTB präsentierte. Mit seinen kleinen 27,5er-Laufrädern und nur 500 Wattstunden Akku-Kapazität war es schon Anfang 2020 ein Sonderling. Doch die wenig populären Maße entlockten dem Bike auch ganz besondere Eigenschaften. Es war mit 21 Kilo sehr leicht, und in Sachen Spritzigkeit und Handling rangierte es ganz vorne. Im Nachfolger steckt jetzt ein Darfon-Akku mit 726 Wattstunden, und an der Front rollt ein 29er-Laufrad. Am Heck gesellt sich wahlweise ein 27,5er oder ein 29er hinzu. Auch die Geometrie folgt dem Trend: ein deutlich flacherer Lenkwinkel beispielsweise (64,5/64,8°, je nach Flipchip-Position), ebenso ein etwas längerer Reach (475 mm in Größe L). Zeit für einen ersten Test.

  Santa Cruz Heckler - vom E-Trailbike zum E-All-Mountain befördertFoto: Max Schumann
Santa Cruz Heckler - vom E-Trailbike zum E-All-Mountain befördert

Los geht’s an der Waage. Das Top-Modell mit MX-Laufradmix bleibt in Größe L knapp unter 22 Kilo. Für ein Bike dieser Kategorie und mit 726 Wattstunden ist das ein sehr guter Wert. In unserem Highend-Vergleichstest (ab S. 32) wäre das Heckler damit Gewichtssieger. Allerdings liegt der Bolide mit 12999 Euro auch satte 4000 Euro über dem Preislimit dieser Testgruppe. In die hätte das Einstiegs-Heckler mit 7999 Euro sehr gut gepasst. In dieser Variante kommt der Rahmen in einer schwereren Carbon-Konstruktion (gut 300 Gramm), und die edlen Carbon-Parts weichen günstigeren Komponenten. In Summe dürfte das ein Plus von gut einem bis eineinhalb Kilo ausmachen. Doch den größten Trumpf des Heckler hat auch das Einstiegsmodell auf der Habenseite: die hervorragende Hinterbaufederung.

Was das Santa Cruz Heckler auf dem Trail drauf hat, erfahren sie in EMTB 1/2022, inklusive aller technischen Daten und Noten können Sie den Test bequem unter dem Artikel als PDF herunterladen. Der Test kostet 0,99 Euro.

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  Santa Cruz Heckler: Im Unterrohr steckt ein Darfon-Akku mit 726 Wh. Er kann unkompliziert mit einem 4er-Inbus entnommen werden. An unse­rem Testbike saß die Batterie nicht ganz klapperfrei.Foto: Max Schumann
Santa Cruz Heckler: Im Unterrohr steckt ein Darfon-Akku mit 726 Wh. Er kann unkompliziert mit einem 4er-Inbus entnommen werden. An unse­rem Testbike saß die Batterie nicht ganz klapperfrei.
  Santa Cruz Heckler: Das aufwändige VPP-Hinterbausys­tem funktioniert erstklassig. In den neuen Rahmen passen auch dicke Dämpfer, z. B. mit Stahlfeder oder ein voluminöser Fox X2.Foto: Max Schumann
Santa Cruz Heckler: Das aufwändige VPP-Hinterbausys­tem funktioniert erstklassig. In den neuen Rahmen passen auch dicke Dämpfer, z. B. mit Stahlfeder oder ein voluminöser Fox X2.
  Santa Cruz Heckler: Über einen Flipchip an der Dämpferaufnahme kann die Geometrie minimal angepasst werden. Deutlicher soll allerdings die Veränderung der Progression ausfallen. Die flachere und tiefere Einstellung (– 0,3 Grad Lenkwinkel, – 4 mm Tretlager) geht mit einer progressiveren Kennlinie einher. Unten am Link sitzt ein Abschmiernippel für die Lager (nicht im Bild).Foto: Max Schumann
Santa Cruz Heckler: Über einen Flipchip an der Dämpferaufnahme kann die Geometrie minimal angepasst werden. Deutlicher soll allerdings die Veränderung der Progression ausfallen. Die flachere und tiefere Einstellung (– 0,3 Grad Lenkwinkel, – 4 mm Tretlager) geht mit einer progressiveren Kennlinie einher. Unten am Link sitzt ein Abschmiernippel für die Lager (nicht im Bild).

Technische Daten Santa Cruz Heckler CC X01 AXS MX RSV

  • Preis: 12999 Euro
  • Gewicht: 22 kg
  • Größe: L, ohne Pedale
  • Laufradgröße: MX (29/27,5) oder 29 Zoll
  • Federweg: 160 / 150 mm
  • Motor: Shimano EP8
  • Akku: Darfon, 726 Wh
  • Info: www.santacruzbicycles.com

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