EinzeltestIntense Carbine

Christoph Listmann

 · 18.04.2012

Einzeltest: Intense CarbineFoto: Daniel Simon
Einzeltest: Intense Carbine

Mit leichtem Carbon-Fahrwerk will das Intense Carbine Grenzgänger zwischen All Mountain und Enduro sein. Der erste Test des luxuriös aufgebauten Modells.

Das erste fahrbare Carbine rollte aufgebaut wie ein Leicht-Enduro in die Redaktion. Luxus, wohin das Auge schaut. Die Frage nach der passenden Gabel hat Importeur Flo Weinzierl mit der Fox 36 Talas mit 160 Millimetern Federweg beantwortet. Passen würde aber auch eine schlankere Gabel mit 150 Millimetern Hub, denn den Federweg kann man wählen: 140 oder 152 mm. Das Test-Bike hatte gemessene 145 mm, was am etwas zu kurzen Kolbenhub des Fox RP23 lag. Durch die zwei Federwege am Heck ändert sich die Geometrie geringfügig. Der Rahmen wiegt mit Dämpfer nur 2,5 Kilo, die Steifigkeit passt (67 Nm/Grad). Wir haben das Bike im langen Federweg gefahren, der kurze passt nicht zur Gabel.

Verlagssonderveröffentlichung

Durch das geringe Gewicht fühlt sich das Carbine im Trail sehr agil an und vermittelt Sicherheit. Bergab liegt das Bike wie ein Brett – ein Verdienst der Gabel, die ausgezeichnet führt. Der Hinterbau fühlt sich nach mehr als dem gemessenen Federweg an. Typisch fürs VPP-Hinterbausystem zeigt das Carbine spürbare Antriebseinflüsse bergauf, das Fahrwerk schaukelt und braucht die Plattformfunktion. Der flache Sitzwinkel erschwert steile Rampen. Der Fokus liegt klar auf technischen Trails und Abfahrten. Für die ausgezeichnete Ausstattung müsste man tief in die Tasche greifen, wollte man den Rahmen exakt so aufbauen.

Fazit: edles, potentes Carbon-Fahrwerk, das man je nach Geschmack mit 150- oder 160er- Gabel aufbauen kann. Ein tolles aber teures Trail-Bike!

  Trail-Bike Deluxe in leichtem CarbonFoto: Wolfgang Watzke
Trail-Bike Deluxe in leichtem Carbon
  Der Carbon-Rahmen ist leicht und sieht gut aus. Das VPP-System zeigt das typische Fahrwerksschaukeln, besonders im Wiegetritt. Der Komfort ist hoch.Foto: Daniel Simon
Der Carbon-Rahmen ist leicht und sieht gut aus. Das VPP-System zeigt das typische Fahrwerksschaukeln, besonders im Wiegetritt. Der Komfort ist hoch.
  Der hohe Preis kommt durch die teure Ausstattung. Carbon, wohin das Auge blickt (Laufräder!), dazu Reverb-Stütze und Top-Federelemente.Foto: Daniel Simon
Der hohe Preis kommt durch die teure Ausstattung. Carbon, wohin das Auge blickt (Laufräder!), dazu Reverb-Stütze und Top-Federelemente.
  Die Hinterbau-Kennlinie bestätigt das Fahrgefühl. Das Heck taucht tief weg, nutzt den Federweg voll aus, könnte aber etwas linearer sein. Das würde bergauf helfen.Foto: BIKE Magazin
Die Hinterbau-Kennlinie bestätigt das Fahrgefühl. Das Heck taucht tief weg, nutzt den Federweg voll aus, könnte aber etwas linearer sein. Das würde bergauf helfen.

Meistgelesene Artikel

Unbekanntes Element