All Mountain Cube Stereo 140 Super HPC SL 29 im Test

Christoph Listmann

 · 18.11.2014

All Mountain Cube Stereo 140 Super HPC SL 29 im TestFoto: Markus Greber
All Mountain Cube Stereo 140 Super HPC SL 29 im Test

Das Cube Stereo in 29 Zoll galt bei seiner Premiere schnell als Referenz unter langhubigen 29ern. Leicht, vielseitig, tolles Handling. Kann es in seiner dritten Saison den Newcomern die Stirn bieten?

Am feuerroten Spielmobil muss sich die Konkurrenz messen lassen. Seit seiner Präsentation vor zwei Jahren gilt das Cube Stereo in der Liga der 29er mit viel Federweg als Benchmark. Nicht nur auf dem Trail, sondern auch im Testlabor. Die 2,3 Kilo fürs Carbon-Fahrwerk zu unterbieten, hat seither kein Mitbewerber geschafft. Auch nicht das brandneue Trek Remedy. Das Fahrwerk, die höherwertige Ausstattung und leichtere Laufräder münden in einem Gewichtsvorsprung von größenbereinigt gut einem halben Kilo fürs Cube. Anfängliche Bedenken bezüglich der Haltbarkeit sind unbegründet. Unser Dauertest-Stereo brauchte nach zwei Jahren einen Satz neue Lager – das war’s. Die nur durchschnittliche Rahmensteifigkeit fällt auch im harten Einsatz nicht negativ auf. So tritt das Bike mit breiter Brust zum Wettkampf der Kultmarken an. Der Blick auf die Ausstattung zeigt, das Stereo ist bestens gewappnet für All-Mountain-Missionen und ganz und gar nicht überfordert von den Test-Trails in Sölden.

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Die Fox-Float-Gabel spricht geschmeidig an und nutzt den Federweg, der Hinterbau saugt alle Verwerfungen auf, nervt aber auch bergauf nicht mit Schaukeln. Nur für lange Asphaltanstiege wünschen wir uns einen strafferen Climb-Mode. Und wer es noch sportlicher braucht, frisiert die kompakte Sitzposition mit einem längeren Vorbau. Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass man mit dem Cube 2000-Höhenmeter-Touren fahren kann. Warum sich also mit weniger Potenzial zufriedengeben? Geht es bergab, wird aus dem Test-Quartett schnell ein Duell: Kopf an Kopf jagt das Stereo zusammen mit Treks Remedy bergab. Am Ende hat das Remedy die Nase minimal vorn, Fahrwerk und Handling des US-Boliden überzeugen einen Tick mehr. Tolle Bikes sind fraglos beide! Achtung: Nicht in jede Rahmengröße passt eine große Trinkflasche.


Fazit Die meisten 29er sind bergab nur Opfer fürs Cube Stereo. Einziger Gegner: das neue Remedy. Wer nicht nur aufs Fahrverhalten, sondern auch auf die Ausstattung schielt, kriegt beim Cube den noch besseren Deal.


PLUS Leichtes Fahrwerk, Top-Ausstattung, vielseitig
MINUS Nur drei Jahre Garantie, maximalesSystemgewicht 115 Kilo

  Test 2015: Cube Stereo 140 Super HPC SL 29Foto: Georg Grieshaber
Test 2015: Cube Stereo 140 Super HPC SL 29
  Perfekt: Wer mit der Einfach-Kurbel des Cube Stereo klarkommt, ist begeistert vom Race-Face-Top-Modell samt Kettenführung.Foto: Georg Grieshaber
Perfekt: Wer mit der Einfach-Kurbel des Cube Stereo klarkommt, ist begeistert vom Race-Face-Top-Modell samt Kettenführung.
  Fast perfekt beim Cube Stereo: Noch besser wäre der Reverb-Drücker links unterm Lenker und Gripshift statt Trigger-Schalthebel rechts.Foto: Georg Grieshaber
Fast perfekt beim Cube Stereo: Noch besser wäre der Reverb-Drücker links unterm Lenker und Gripshift statt Trigger-Schalthebel rechts.
  Die steife Fox-Gabel des Cube Stereo nutzt den vollen Federweg aus. Die 2015er funktioniert besser als in 2014. Der lineare Hinterbau schlägt schon mal durch. Etwas mehr Progression schadet nicht.Foto: BIKE Magazin
Die steife Fox-Gabel des Cube Stereo nutzt den vollen Federweg aus. Die 2015er funktioniert besser als in 2014. Der lineare Hinterbau schlägt schon mal durch. Etwas mehr Progression schadet nicht.

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