Was wird sich inhaltlich künftig in BIKE verändern, wie sieht das neue Heftkonzept aus?
Kurz gesagt: Wir versuchen in der neuen BIKE das Beste aus den drei Welten unter einem Titel zu vereinen, also aus EMTB, FREERIDE und (der alten) BIKE. Jeder Titel hatte seinen eigenen Charakter, seine Stärken – und sicher auch Defizite. Beispiel EMTB: Das war unser test- und techniklastigster Titel. Das ist einfach dem Umstand geschuldet, dass im E-MTB-Bereich die meisten Innovationen geschaffen werden – Motoren, Akkus und eine Flut neuer Modelle in unterschiedlichsten Kategorien. Bei nur sechs Ausgaben kamen da andere Themenbereiche etwas zu kurz. Ganz anders bei FREERIDE: Hier passiert in Sachen Entwicklung nicht mehr so viel. Deswegen hat sich FREERIDE über die letzten Jahre immer mehr in Richtung Entertainment und Infotainment entwickelt – mit tollen Reportagen, Berichten aus der Szene und unterhaltenden Rubriken.
In der neuen BIKE werden wir die Stärken der drei Hefte also kombinieren. Das lässt sich aber nur realisieren, wenn man den Heftumfang erweitert. Deswegen wird BIKE ab 1. Oktober im großen Heftformat mit einem Minimalumfang von 164 Seiten erscheinen. Am Ende werden hoffentlich alle Leser das Gefühl haben, nicht auf etwas verzichten zu müssen, sondern etwas dazu zu bekommen.
Was ist zu tun, wenn man BIKE statt EMTB oder FREERIDE lesen möchte?
Für die Abonnenten von EMTB und FREERIDE heißt es: Die Umstellung des bestehenden Abos erfolgt automatisch Anfang Oktober mit Erscheinen der ersten neuen BIKE (BIKE 11/24). Die ersten zwei Ausgaben erhalten FREERIDE- und EMTB-Abonnenten gratis. Danach beginnt erst das reguläre BIKE-Abo. Selbstverständlich kann jeder Abonnent jederzeit von seinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen. Wer also die neue BIKE nicht lesen möchte, muss sie nicht lesen. Unser Tipp: einfach mal gratis reinschnuppern, dann erst entscheiden. Weitere Informationen dazu gibt’s hier: >> BIKE, EMTB; FREERIDE - Antworten auf die wichtigsten Fragen <<
Warum ist dieser Schritt, die Magazine EMTB und FREERIDE in BIKE zu integrieren heute sinnvoll?
Um das zu erklären, muss man einen Schritt zurück gehen, zur Gründung der Magazine FREERIDE und EMTB. FREERIDE war 2006 eine Reaktion auf den Gravity-Trend. Es gab eine wachsende Zielgruppe, insbesondere junger Biker, die sich stark auf Downhill und Mountainbiken im Bikepark fokussiert hatten. Das war allerdings eine Art Mountainbiken, mit er sich 85 Prozent der BIKE-Leserschaft überhaupt nicht identifizieren konnte. Also haben wir diese Zielgruppe viermal im Jahr mit speziellen Themen in der FREERIDE versorgt. Ähnlich war es beim E-Mountainbike-Trend. Da ging eine Brandmauer quer durch die Szene – viele Mountainbiker hatten in den ersten Jahren eine regelrechte Aversion gegen Elektro-Mountainbikes. Hätten wir das Thema in BIKE integriert, wären uns viele Abonnenten auf die Füße gestiegen. Deswegen war es ein sinnvoller Schritt, 2016 EMTB zu gründen. So konnten wir die rasante Entwicklung in diesem Bereich gebührend abbilden.
In den letzten Jahren haben wir aber immer ein Auge darauf gehabt, ob die Überschneidungen bei den Themeninteressen und die Akzeptanz zwischen den Zielgruppen größer werden. Und die Ergebnisse unserer Leserumfragen haben uns nun zu dieser Fusion ermutigt. Beispiel: Über die Hälfte der BIKE-Leser interessiert sich mittlerweile auch für E-Mountainbikes. Auf der anderen Seite zählen 80 Prozent der EMTB-Leser auch zum weiteren Leserkreis der BIKE. Ähnlich ist es mit der FREERIDE: Die meisten Leser dort fahren Enduro-Mountainbikes – eine MTB-Kategorie, die auch in der BIKE-Leserschaft immer wichtiger wird.
Aber wir verlassen uns bei dieser Entscheidung nicht nur auf eigene Umfragen. Auch das Bauchgefühl spielt eine Rolle. Und dafür muss man einfach nur raus in die Berge, auf die Trails – oder noch besser: auf eines unserer BIKE-Festivals. Da erlebt man hautnah, wie sich die Zielgruppen mischen, die Trails und auch die Interessen teilen.
Wer gehört alles zum Team der neuen BIKE?
Wir bündeln alle unsere Kompetenzen: Die FREERIDE- und EMTB-Teams rutschen komplett unters Dach der BIKE. Mit dieser Besatzung sind wir nicht nur im Bereich Test & Technik super aufgestellt, auch die Unterhaltungs-Expertise der FREERIDE-Kollegen wird in der neuen BIKE zur Geltung kommen. Aber das Team wird nicht nur für die Qualität jeder Heft-Ausgaben garantieren, auch unsere Web-, Social-Media- und Youtube-Auftritte werden profitieren.
Was dürfen EMTB- und FREERIDE-Leser von BIKE erwarten?
Natürlich kann eine einzelne Ausgabe der neuen BIKE nicht leisten, was eine einzelne Ausgabe EMTB oder FREERIDE ihren Lesern bot. Dafür muss man schon das Gesamt-Produkt übers Jahr bewerten. Aber in allen einzelnen BIKE-Ausgaben werden spannende Themen für alle Zielgruppen zu finden sein. Zum Beispiel haben wir aus FREERIDE viele unterhaltende Rubriken übernommen. Aber auch ein spannendes Duell zweier günstiger Freeride-Bikes wird es in der nächsten BIKE geben. Und natürlich werden die wichtigsten Entwicklungen und Produkte aus dem E-MTB-Bereich Priorität auch in der neuen BIKE haben.
Gab es zuvor bereits viele Themen-Überschneidungen bei den EMTB-, FREERIDE- und BIKE-Lesern?
Ja, und sie gibt es zunehmend mehr. Beispiele sind Zubehör-Tests als Schnittmengen zwischen allen drei Titeln. Die Reise-Geschichten sind in der Regel ebenfalls für EMTB- und BIKE-Leser gleichermaßen interessant, manche auch für die FREERIDE-Leserschaft. Auch bei Komplettbike-Tests gibt es immer mehr Kategorien, die für mehrere Lager interessant sind. Beispiel: Light- oder Minimal-Assist-Bikes, also E-Mountainbikes mit kompakten, schwächeren Motoren und kleinen Akkus.
Welche Vorteile hat man als Abonnent? Was kostet ein BIKE-ABO?
Als BIKE-Abonnent hat man zum Beispiel uneingeschränkten Zugang zur BIKE-Website, auch zu jenen Inhalten, die hinter unserer Paywall versteckt sind. Zusätzlicher Vorteil: Abonnenten haben über die Delius Klasing Kiosk-App Zugriff auf die gesamten digitalen Heftarchive aller drei Titel. Das heißt: alle BIKE-, FREERIDE- und EMTB-Ausgaben bis Jahrgang 2018!
Eine weitere gute Botschaft zum Schluss: Trotz deutlich größerem Umfang und größerem Heftformat wird das Abo nicht teuer. Zwölf Ausgaben Print + Digital kosten 89,90 (D), 94,90 (AT), 114,90 (CH) oder 119,90 Euro (übriges Ausland).