Florentin Vesenbeckh
· 22.07.2026
Fox erweitert sein Lineup elektronischer Dropper Posts um eine Variante, die sich direkt in das Stromversorgungssystem moderner E-Mountainbikes integriert – und damit ein langjähriges Ärgernis vieler Fahrer löst. Das könnte der Durchbruch für die elektronische Teleskopstütze sein. Doch noch gibt es einen Haken.
Elektronische Dropper konnten sich bisher nicht wirklich durchsetzen. Denn neben dem hohen Preis waren die klobige Optik und das Akku-Handling entscheidende Nachteile. Mit der integrierten Version der Fox-Stütze könnte sich das ändern. Ein konsequenter Schritt für E-Bikes, der jetzt allerdings noch auf die relevanten Motorensysteme übertragen werden muss.
Mit der Transfer Neo E-Optimized geht Fox einen konsequenten Schritt in Richtung nahtloser E-Bike-Integration. Das Prinzip klingt einfach, macht in der Praxis aber einen spürbaren Unterschied: Statt eines eigenen, an der Stütze montierten Akkus bezieht die neue Variante der elektronischen Funk-Dropper ihre Energie direkt aus dem Antriebssystem des E-Bikes. Damit entfallen zwei Dinge, über die Nutzer der bisherigen elektronischen Dropper-Variante regelmäßig gestolpert sind – die optisch wenig ansprechende externe Batterie an der Stütze und das lästige Nachladen eines weiteren Energiespeichers.
Abseits der neuen Stromversorgung bleibt die Transfer Neo E-Optimized technisch eng an der bestehenden Transfer Neo Linie. Die Stütze gibt es mit einem Hub von bis zu 240 Millimetern und der Verstellweg lässt sich in 5-Millimeter-Schritten um bis zu 25 Millimeter reduzieren. So können Fahrer die ideale Einstellung finden und den maximal möglichen Hub aus der Stütze herauskitzeln. Die Bauhöhe fällt kompakt aus, was ebenfalls einen möglichst großen Verstellbereich begünstigt.
Über die Fox Bike App lässt sich die Stütze konfigurieren und ein integriertes Service-Tracking abrufen. In Kombination mit dem Transfer Neo Lever, der durch seine Ergonomie und präzise Auslösung überzeugen soll, verspricht Fox ein stimmiges Gesamtpaket.
Ein klares Limit hat die neue Stütze zum Start: Die E-Optimized ist zunächst ausschließlich für die Specialized-Levo-Familie kompatibel – konkret für das Levo 4, das Levo R und das Levo Evo. Specialized-Händler sollen in der Lage sein, die Installation für Nachrüster vollständig zu begleiten. Kompatibilität mit weiteren Antriebssystemen ist laut Fox für 2027 geplant, konkrete Modelle und Hersteller wurden bislang nicht genannt.
Das schränkt die Zielgruppe zum Launch erheblich ein. Wer kein Levo fährt, muss sich vorerst gedulden.
Die Transfer Neo E-Optimized ist wie gewohnt in zwei Güteklassen erhältlich: Factory oder Performance. Die Factory Series mit der ikonischen Kashima-Beschichtung kostet 659 US-Dollar, die Performance Elite 589 US-Dollar. Der notwendige Kabelbaum schlägt mit 35 US-Dollar zu Buche, der Transfer Neo Lever mit 219 US-Dollar. Europäische Preise hat Fox zum Launch noch nicht kommuniziert.

Redakteur CvD
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