Fizik Arione R1 Light im TestDer Sattel-Klassiker wird noch leichter

Matthias Borchers

 · 04.05.2026

Rennradsattel Fizik Arione R1 Light
Foto: Matthias Borchers
​Der Fizik Arione R1 Light ist ein Neo-Klassiker für sportliche Langstreckenfahrer: ultraleicht, flach gebaut und mit viel Bewegungsfreiheit auf dem Sattel. In unserem Test klären wir, wie komfortabel er im Alltag wirklich ist, wie gut sich die Sitzposition einstellen lässt und für wen sich der Carbon-Leichtbau am Ende lohnt.

​Fizik beschreibt den Arione R1 Light als Hochleistungs‑Rennsattel mit flachem Profil und langgestreckter Form. Als längster Sattel im Sortiment soll er viel Bewegungsfreiheit bieten, sodass Fahrende ihre optimale Position zwischen Komfort und Kraftübertragung finden können. Die zentrale Aussparung dient der Entlastung des Dammbereichs, besonders in aerodynamischen Sitzhaltungen. In dieser Version kombiniert Fizik eine flexible Schale mit einer niedrigprofiligen, eingespritzten EVA‑Polsterung und einem besonders steifen Carbon‑Gestell. Das Ziel: geringes Gewicht, hohe Stabilität und ein direkter Fahrkontakt. Neben dem R1 Light bietet Fizik vier weitere Arione‑Varianten an – vom Einstiegsmodell bis zur 3D‑gedruckten High‑End‑Version, erhältlich in verschiedenen Breiten.

Vier weitere Arione‑Modelle

  • Arione R5: 99 Euro
  • Arione R3: 149 Euro
  • Arione R3 Adaptive (3D‑gedruckt): 259 Euro
  • Arione R1 Adaptive (3D‑gedruckt): 299 Euro

Das ist unser Fazit​

Mit dem Arione R1 Light führt Fizik seinen Klassiker in die Neuzeit, ohne dabei seine DNA zu verlieren. Mit seiner Länge von 28 Zentimetern gilt weiterhin der alte Werbeslogan: „The longest in the peloton!“. Die flache Satteldecke und die mittige Aussparung sorgen für Entlastung, während die markante, deltaförmige Heckpartie den typischen Arione‑Look prägt. Neu ist der konsequente Leichtbau: Vollcarbon‑Schale und Carbon‑Gestell drücken das Gewicht auf nur 151 Gramm. Der nutzbare Einstellbereich von acht Zentimetern erlaubt eine präzise Positionierung – sportlich gestreckt oder komfortabler. In der breiten 145‑Millimeter‑Version bietet der Arione eine stabile Auflage von rund elf bis zwölf Zentimetern, während die 135‑Millimeter‑Variante schmaleren Becken entgegenkommt. Die glatte, dennoch griffige Oberfläche ermöglicht viel Bewegungsfreiheit ohne Rutschen – typisch Arione, nur moderner und leichter denn je. Ebenfalls erhältlich sind vier weitere Varianten zu Preisen zwischen 99 und 299 Euro.

Stärken

  • Verarbeitung
  • Gewicht
  • Einstellbereich

Schwächen

  • keine Breite für große Sitzknochenabstände

Matthias Borchers ist im Test-Ressort von TOUR, Experte für Bekleidung und Zubehör. Als Hobbyradsportler hat er die TOUR-Transalp und die TOUR-Trans Austria absolviert. Prägend sind zudem Reportage-Reisen von San Francisco bis Sakai sowie 17 Trips zur Tour de France mit rund 30.000 Wohnmobilkilometern.

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