Reifen | Schläuche

So wählen Sie den richtigen Reifen

Adrian Kaether

 · 10.04.2021

So wählen Sie den richtigen ReifenFoto: Robert Niedring

Ultra Soft, Double Down, Protection Apex – wir klären die wichtigsten Bezeichnungen und verraten, worauf es bei der Reifenwahl wirklich ankommt.

Für die Auswahl des richtigen Reifens muss man sich diese Fragen stellen:

  • Hart oder weich? Warum Luftdruck so wichtig ist.
  • Breite oder schmale Reifen?
  • Teuer oder günstig?
  • Ab in den Ruhestand: Wann wird mein Reifen zu alt?
  • Reifen für Racer, Allrounder und Endurofahrer
  • Profil gleich Rollwiderstand - oder?
  • Reifen-Mix oder Einheits-Pneu?
  • Tubeless: Pro und Contra

In BIKE 3/2021 klären wir die wichtigsten Bezeichnungen und verraten, worauf es bei der MTB-Reifenwahl wirklich ankommt. Den gesamten Artikel mit allen Antworten finden Sie als PDF unten im Download-Bereich.

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REIFENWISSEN

(1) Das Profil

Hohe Profilblöcke mit großem Stollenabstand sorgen in der Regel für einen guten Grip bei weichen und schlammigen Böden und besitzen eine bessere Selbstreinigung. Niedrige, geschlossene Profile rollen dafür geschmeidiger ab und sind perfekt für trockene, harte Strecken. Oft werden etwas kürzere Profilblöcke im Zentrum mit aggressiveren Profilblöcken an den Flanken kombiniert, um einen guten Rollwiderstand mit hohem Kurven-Grip zu vereinen.

(2) Die Mischung

Viele Hersteller verwenden an einem Reifen eine ganze Reihe verschiedener Gummihärten, um die beste Kombination aus Grip, Rollwiderstand und Dämpfung zu erhalten. Üblicherweise finden sich harte Gummimischungen auf der Lauffläche und im Unterbau, weichere in den Schulterstollen. Bei super-weichen Mischungen wie MaxxGrip von Maxxis oder Super Soft von Schwalbe ist auch das Gummi auf der Lauffläche sehr weich.

(3) TPI: Zahl der Fäden

Hinter dieser Abkürzung verbirgt sich das Englische „Threads per Inch“, also Fäden pro Inch oder Zoll (2,54 Zentimeter). Damit wird angegeben, wie dicht die Fäden in der Karkasse gewebt sind. Tendenziell sollen feine Gewebe aufgrund der verwendeten, dünnen Fäden leichtere Karkassen ermöglichen, während grobes Gewebe für mehr Stabilität sorgt – etwa bei Downhill-Reifen.

  Profil (1), Karkasse (4) und Apex (6) eines MTB-ReifensFoto: Maxxis,BIKE Magazin
Profil (1), Karkasse (4) und Apex (6) eines MTB-Reifens

(4) Die Karkasse

Das Grundgerüst des Reifens unter dem Profil bezeichnet man als Karkasse. Sie besteht aus einem Gewebe, meist Nylonfäden, auf das die unteren Lagen Gummi aufgebracht werden. Hier gilt: Je mehr Gewebelagen die Karkasse hat, desto stabiler und pannensicherer, aber auch schwerer wird der Reifen. Normale Fahrradreifen haben zwei Lagen Gewebe in der Seitenwand und drei unter der Lauffläche. Bei Enduro- und Downhill-Karkassen sind es zwischen vier und sechs Lagen.

(5) 63 – 622: die ETRTO

Alles Kauderwelsch? Im Gegenteil. Denn die Größen der European Tire and Rim Technical Organisation, kurz ETRTO, sind eigentlich logischer als die althergebrachten Zoll-Maße. Und auch leicht zu verstehen. Die hintere Zahl benennt den Innendurchmesser des Reifens in Millimetern. Die vordere Zahl ist die Breite des Reifens auf einer Normfelge in Millimetern. Übersetzt in Zoll wäre 63–622 gleich 2,5 x 29 Zoll.

(6) – Apex

Als Apex bezeichnet man eine Pannenschutzeinlage aus Gummi, die zwischen den beiden Lagen des Gewebes in der Seitenwand des Reifens eingebracht wird. Sie dämpft Schläge auf die Lauffläche und macht den Reifen zugleich steifer. Gut für den Pannenschutz und die Stabilität bei wenig Druck. Mit Ausnahme von extra-leichten CC-Reifen ist eine Apex an Mountainbike-Reifen häufig zu finden.

Ultra Soft, Double Down, Protection Apex: Die Hersteller versuchen, mit kryptischen Begriffen ihre Reifen effektvoll in Szene zu setzen. Da kann der Überblick schon mal verloren gehen. In BIKE klären wir die wichtigsten Bezeichnungen und verraten, worauf es bei der MTB-Reifenwahl wirklich ankommt. Alles zu Reifen – unser Service-Thema, jetzt in BIKE 3/2021.

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