Hinter der neuen Marke Magic Milk steht offenbar ein etablierter Dichtmittel-Hersteller mit viel Erfahrung. Eine Demo des superstarken Hi-Fibre Dichtmittels auf der Eurobike fiel eindrucksvoll aus. Mit der schlauen Flasche stehen die Chancen gut, dass Magic Milk sich am Markt etabliert. Das Innertube-Sealant könnte das Dichtmittel auch für Tubeless-Skeptiker interessant machen. - Adrian Kaether, Redakteur Test & Technik
Sie machen schon Reifen-Sealant für Traktoren, Minenfahrzeuge und Jeeps und produzieren in auch Dichtmittel für mehrere Marken aus dem Radsport-Kosmos. Jetzt will Oko selbst aus den Schatten treten. Der Dichtmittel-Hersteller hat dafür die neue Marke Magic Milk gegründet und geht gleich mit einer ganzen Reihe von Produkten an den Start.
Der Star der Palette ist das Tubeless-Pro Hi-Fibre Sealant (21,95 Euro / 250 ml). Es soll Schnitte bis 8 Millimeter abdichten. Oft schon in nur einer Reifenumdrehung. Die Haltbarkeit im Reifen gibt der Hersteller mit den üblichen 6 Monaten an. Genauso also wie beim Tubeless Pro Original Dichtmittel (17,60 Euro / 250 ml). Letzteres dichtet Schnitte bis 6 Millimeter ab, ist aber etwas günstiger als das Hi-Fibre.
Neben Tubeless-Fans will Magic Milk auch Schlauch-Fahrer glücklich machen. Das Innertube Sealant wird in den Schlauch eingefüllt und soll so lange halten wie der Schlauch selbst. Das Versprechen: Ein höherer Pannenschutz. Selbst Snake Bites also die bei Schlauchfahrern gefürchteten Durchschläge soll das Dichtmittel selbstständig reparieren können.
Das Innertube-Sealant gibt es in drei Varianten. Die Hi-Fibre Version dichtet besonders schnell und stark ab, ist aber auch am teuersten. Die Original-Variante (15,99 / 250 ml) ist sogar von Tubolito offiziell für die leichten TPU Schläuche freigegeben. Eine Bio-Version (19,20 Euro / 250 ml) kommt komplett ohne Synthetik aus und ist biologisch abbaubar. Alle Dichtmittel sind frei vom gefürchteten Ammoniak.
Neben dem Dichtmittel selbst will Magic Milk auch mit dem Flaschendesign überzeugen. Aus den Flaschen lässt sich ein Einfüllschlauch herausziehen. Oben in der Flasche steckt ein Werkzeug für Presta- und Shraderventil um die Einsätze zum Einfüllen des Dichtmittels herausschrauben zu können.

Redakteur
Diskutieren Sie mit – fair, sachlich und respektvoll. Es gilt unsere Netiquette.