Laurin Lehner
· 27.04.2026
In diesem Artikel verwenden wir sogenannte Affiliate Links. Bei jedem Einkauf über diese Links erhalten wir eine Provision vom Händler. Alle vermittlungsrelevanten Links sind mit gekennzeichnet. Mehr erfahren.
Während viele Mitbewerber weiterhin auf Kugellager setzen, schlägt Sixpack Racing mit dem Flatpedal Millenium 4.0 eine andere Richtung ein. Das Pedal nutzt konsequent die Gleitlager-Technologie. Pro Pedal kommen zwei Igus J3 Gleitlager zum Einsatz, die die üblichen Kugellager vollständig ersetzen.
Laut Hersteller soll das für einen geschmeidigen Lauf bei geringem Wartungsaufwand sorgen – vor allem aber für ein sehr niedriges Gewicht und ein flache Bauhöhe, die zusätzliche Bodenfreiheit ermöglicht.
Das Pedal gibt es in zwei Versionen: Millenium 4.0 (119,95 €) und Millenium 4.0 Pro ( 149,95 €) - jeweils in zwei Farben (Raw und Midnight Black).
Die Plattform ist großzügig dimensioniert, aber nicht übermäßig groß. Die Aluminium-Pedale sind 115 mm lang und 105 mm breit. Mit einer Bauhöhe von 12 mm in der Mitte und 14 mm am Rand ist das Millenium 4.0 dabei deutlich flacher als viele Konkurrenzmodelle.
Zum Vergleich: Shimano Saint Pedale kommen auf 16 mm, das Hope F20 auf 15 mm. Die geringe Höhe soll für maximale Bodenfreiheit in technischen Passagen sorgen – ein klarer Vorteil, wenn Felsen und Wurzeln die Ideallinie vorgeben.
Mit der Abkehr von Kugellagern hin zu den beiden Igus J3 Gleitlagern pro Achse sollen laut Hersteller 45 Prozent mehr Lagerkontaktfläche bieten als beim hauseigenen Pendant, dem Kamikaze PA-Pedal. Eine größere Kontaktfläche sorgt für eine bessere Lastverteilung.
Die gehärtete CrMo-Achse lässt sich einfach mit einem 3-mm-Inbusschlüssel öffnen – Spezialwerkzeug, wie es zum Beispiel bei vielen Shimano- oder Crankbrothers-Pedalen nötig ist, entfällt. Dadurch wird die Wartung sowohl unterwegs auf dem Trail als auch in der Werkstatt deutlich unkomplizierter.
Während Kugellager bei Schmutz und Feuchtigkeit oft schnell an ihre Grenzen kommen, sollen die Igus-Lager deutlich widerstandsfähiger reagieren. Gleitlager gelten generell als wartungsarm und weniger anfällig für Verunreinigungen – ein klarer Pluspunkt für Gravity-Fahrer, die ihre Pedale regelmäßig unter harten Bedingungen bewegen.
Die neun Pins pro Seite sind schmal und beißen sich tief in die Schuhsohle – das spürt man schon auf den ersten Metern. Will man den Fuß umpositionieren, muss man ihn zunächst entlasten und dann neu aufsetzen. Grip: Check! Die Pedalgröße fühlte sich mit Schuhgröße 46 angenehm an. Im Vergleich zur Konkurrenz ist sie groß, aber nicht übermäßig groß.
Zugegeben: Das wichtigste Kriterium können wir bei unseren ersten Fahreindrücken nicht testen – nämlich die Haltbarkeit. Darauf kommt es bei einem Pedal an. Verliert es Pins? Bleiben die Lager dicht oder tritt Spiel zwischen Pedalkörper und Achse auf?
So oder so: Der erste Eindruck des Sixpack Millenium 4.0 Pro ist gut. Das Gewicht von 370 Gramm pro Paar ist im Vergleich zu anderen Flatpedalen sehr gering. Auch der Preis ist solide – es gibt in dieser Gewichtsklasse deutlich teurere Modelle. Checkt den Vergleich im Link unten.

Redakteur