In diesem Artikel verwenden wir sogenannte Affiliate Links. Bei jedem Einkauf über diese Links erhalten wir eine Provision vom Händler. Alle vermittlungsrelevanten Links sind mit gekennzeichnet. Mehr erfahren.
SDG ist vor allem für Sättel bekannt, hat aber in den vergangenen Jahren auch sein Cockpit-Portfolio konsequent ausgebaut. Die Thrice-Serie gehört dabei zu den etablierten Griffen im Trail- und Enduro-Bereich. Mit der neuen Thrice OC (Open Core)-Variante bekommt das Konzept nun ein technisches Update. Der Fokus liegt klar auf der Kontaktstelle zwischen Fahrer und Bike – also genau dort, wo Komfort, Kontrolle und Feedback zusammenkommen.
Die zentrale Neuerung steckt im Inneren: Statt eines durchgehenden Kunststoffkerns wird beim Thrice OC ein Teil des Kerns ausgespart. Dadurch kann sich die äußere Gummischicht deutlich freier verformen. Das Ergebnis laut Hersteller: mehr Nachgiebigkeit bei Schlägen und Vibrationen, ohne die Verdrehsicherheit eines Lock-on-Griffs zu verlieren. Damit zielt der Griff genau auf den typischen Kompromiss, den viele Fahrer kennen.
An der sogenannten Open Core Zone reicht durch die Aussparung im Inneren die weiche 20A-Gummimischung direkt bis an den Lenker heran und kann sich stärker an die Hand anpassen. Im Vergleich zu klassischen Lock-on-Griffen, bei denen ein harter Kunststoffkern die Dämpfung limitiert, ergibt sich so ein spürbar „softeres“ Griffgefühl. Gleichzeitig bleibt die Struktur stabil genug für präzise Kontrolle im ruppigen Gelände.
Neben dem Kern überarbeitet SDG auch die äußere Form: Der Griff setzt auf ein ovalisiertes Profil, das sich an der natürlichen Handstellung orientiert. Ergänzt wird das durch rampenförmige und unterschnittene Gripzonen, die den Fingern zusätzlichen Halt bieten.
Feine Lamellen im Daumenbereich sollen Druckspitzen reduzieren, während ein leichter Flare am äußeren Ende zusätzlichen Halt und Kontrolle in Kurven oder bei harten Bremsmanövern liefert.
SDG und bequem waren Begriffe, die ich bisher nicht direkt in Verbindung brachte, und so mancher Griff verschwand schon nach der ersten Fahrt wieder vom Lenker. Dem neuen Thrice hat SDG nun einen offenen Kern im Bereich der Handfläche verpasst, was mehr Material ergo mehr Dämpfung verspricht. Zudem wurde die Topografie angepasst, die nun über Lamellen am Daumen sowie eine ausgeprägtere Riffelung für die Fingerkuppen verfügt. Ein ovalisiertes Profil soll eine natürliche Handhaltung ermöglichen. 32 Millimeter Dicke sind ein gutes Mittelmaß für viele Biker, weitere Größen gibt es aber nicht.
Die ersten Testfahrten verliefen vielversprechend. Warum? Schon nach wenigen Kilometern hatte ich den Thrice völlig vergessen, was bei Griffen ein gutes Zeichen ist. Der neue SDG ist weder Grip-Monster noch Sofakissen für die Handballen, doch das Plus an Material scheint sich in Langstreckenkomfort auszuzahlen – und das nicht zu weiche Gummi dürfte der Haltbarkeit in die Karten spielen.

Redakteur