Stefan Frey
· 14.08.2026
Mit dem GMA erweitert Ergon sein MTB-Griffprogramm um ein Modell, das den Komfort eines Touren- mit der Kontrolle eines Gravity-Griffs verschmelzen soll. Laut Hersteller basiert die Entwicklung auf umfassender ergonomischer Forschung, mehr als 10.000 dynamischen Druckmessungen und zahlreichen Praxistests mit Profisportlern.
Das Ziel: ein Griff für Fahrer, die sich nicht gerne in eine MTB-Schublade stecken lassen. Egal ob Marathon-Einsatz oder technische Trails - der GMA soll das breiteste Einsatzspektrum innerhalb des Ergon-MTB-Portfolios abdecken und wird zukünftig wohl die GA2-Serie ablösen.
Ergonomische Griffe haben längst ihr Sanitätshaus-Image abgelegt. Auch Biker ohne explizite Griffbeschwerden profitieren von einer anatomisch besseren Handpositionierung, höherer Dämpfung und geringerer Belastung am Lenker. Mit dem GMA geht Ergon einen interessanten Weg. Statt einen weiteren hochspezialisierten Griff zu entwickeln, versuchen die Koblenzer die Anforderungen unterschiedlicher Disziplinen in einem Modell zu bündeln. Besonders die Kombination aus ergonomischer Druckentlastung und den aus dem Gravity-Segment übernommenen Kontrollelementen klingt vielversprechend. Die neue Daumenmulde, der Außenstopp und die differenzierte Textur zeigen, dass hier nicht einfach ein bestehender Griff weiterentwickelt wurde, sondern ein eigenständiges Konzept entstanden ist. Stefan Frey, BIKE-Redakteur
Im Zentrum des Konzepts steht eine neue Griffgeometrie. Statt eines gleichmäßig runden Profils setzt Ergon auf einen konischen Zylinder, der im inneren Bereich schlanker ausfällt und nach außen mehr Volumen bietet. Dadurch soll der Fahrer einerseits präzises Feedback vom Untergrund erhalten, andererseits aber von mehr Dämpfung im Bereich der Außenhand profitieren. Diese ergonomische Ausprägung nimmt typische Probleme wie Druckspitzen im Handballenbereich, Taubheitsgefühle in den Fingern oder Armpump auf langen Abfahrten in den Fokus und soll gezielt für Abhilfe sorgen.
Auffällig ist, wie stark Ergon Technologien aus seinen Gravity-Griffen übernommen hat. Die Unterseite des GMA setzt auf ausgeprägte Gripzonen mit Griffleisten und Fingerführungen, die den Halt verbessern und gleichzeitig die korrekte Handposition fördern sollen. Die Oberseite verfolgt dagegen einen anderen Ansatz: Dort sorgen gezielte Unterbrechungen der Textur für mehr Materialbeweglichkeit und damit für zusätzliche Dämpfung.
Zu den wichtigsten Neuerungen zählt die neu entwickelte Daumenmulde, die insbesondere vier Aufgaben erfüllen soll:
Ein integrierter Außenstopp verhindert zudem das seitliche Abrutschen der Hand auf ruppigen Trails.
Neben der Standardversion bringt Ergon erstmals einen GMA FAT. Dieser besitzt einen größeren Durchmesser und richtet sich insbesondere an Fahrer mit großen Händen sowie an Biker, die ein satteres Griffgefühl bevorzugen. Gleichzeitig steigt die Dämpfungswirkung spürbar an. Laut Ergon eignet sich der FAT besonders für lange Touren, ausgedehnte E-MTB-Runden und Fahrer, die maximalen Komfort suchen.
Für den GMA entwickelt Ergon ein spezielles Gravity Control Rubber Compound, das auch bei den Griffen GMS und GDH verwendet wird. Die Mischung soll hohe Dämpfung bieten, ein direktes Lenkgefühl ermöglichen und verschleißarm sein. Zudem soll der neue GMA auch bei Nässe guten Grip liefern, ohne klebrig zu wirken. Interessant: Das Material wird in Deutschland entwickelt und produziert. Zudem verzichtet Ergon auf PAK, Latex und Phthalate.
Ergonomische Griffe haben längst ihr Sanitätshaus-Image abgelegt. Auch Biker ohne explizite Griffbeschwerden profitieren von einer anatomisch besseren Handpositionierung, höherer Dämpfung und geringerer Belastung am Lenker. Mit dem GMA geht Ergon einen interessanten Weg. Statt einen weiteren hochspezialisierten Griff zu entwickeln, versuchen die Koblenzer die Anforderungen unterschiedlicher Disziplinen in einem Modell zu bündeln. Besonders die Kombination aus ergonomischer Druckentlastung und den aus dem Gravity-Segment übernommenen Kontrollelementen klingt vielversprechend. Die neue Daumenmulde, der Außenstopp und die differenzierte Textur zeigen, dass hier nicht einfach ein bestehender Griff weiterentwickelt wurde, sondern ein eigenständiges Konzept entstanden ist. Stefan Frey, BIKE-Redakteur

Redakteur
Diskutieren Sie mit – fair, sachlich und respektvoll. Es gilt unsere Netiquette.