Ergon GDH MTB-GriffeNeue Größen für maximale Kontrolle

Stefan Frey

 · 08.04.2026

Der Ergon GDH ist die Wahl der Downhill Profis Vali Höll und Troy Brosnan, wenn es im Rennen um maximalen Grip und Komfort geht. Bisher gab es den GDH allerdings nur in Einheitsgröße.
Foto: Stefan Frey

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Wenn die Weltmeisterin Vali Höll und Downhill-Legende Troy Brosnan ihre Hände im Spiel haben, geht es meist um Millimeter und Sekunden. Ergon bringt nun frischen Wind – und vor allem mehr Auswahl – in sein Gravity-Line-up: Der beliebte GDH-Griff bekommt zwei neue Größen und einen kräftigen Farbanstrich. Alle Varianten nutzen die GravityControl-Gummimischung und das multidirektionale Dämpfungssystem. Die Griffe werden in Deutschland gefertigt und kosten ab 39,95 Euro.

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Jeder Downhiller kennt das Gefühl: Nach einem langen Tag im Bikepark oder einem harten Renneinsatz fühlen sich die Unterarme an wie Beton, die Hände verkrampfen. Der berüchtigte "Arm-Pump" ist der Endgegner jedes Gravity-Fans. Ergon aus Koblenz sind die Experten für Kontaktpunkte am Bike und setzen genau hier an. Mit der Erweiterung der GDH-Serie (Gravity Downhill) auf drei Durchmesser soll nun jede Hand – egal ob fette Pranke oder zierliche Racer-Hand – den perfekten Halt finden. Denn die Wahl des passenden Griff-Durchmessers ist fast so individuell wie die richtige Rahmengröße.

Technische Spezifikationen:

  • Preis: 39,95 Euro / 44,95 Euro (Vali Höll Edition) >> hier erhältlich
  • Durchmesser: GDH Slim 30 mm / GDH 32 mm / GDH FAT 34 mm
  • Material: GravityControl Rubber Compound
  • Besonderheiten: Multidirektionales Dämpfungssystem, verzahnte Strukturblöcke; vier angewinkelte Fingerzonen; Innen- und Außenstopps
  • Fertigung: Made in Germany
  • Farben: Black, Juicy Orange, Slay Grey, Lunar Lilac, Vicious Pink, Nightride Blue, Chili Red
  • Vali Höll Edition: Black/Gold, White/Gold

GravityControl-Gummimischung aus deutscher Fertigung

​Der GDH ist kein einfacher Gummizylinder. Die Oberseite ist mit miteinander verzahnten Dämpfungsblöcken ausgestattet. Das Prinzip arbeitet ähnlich wie eine gut abgestimmte Federgabel: Bei kleinen Vibrationen reagieren sie sensibel und weich, bei harten Einschlägen nach weiten Sprüngen bieten sie progressive Stabilität.

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An der Unterseite sorgen angewinkelte Fingerzonen dafür, dass man den Lenker auch im groben Gelände fest im Griff hat, ohne übermäßig Kraft aufwenden zu müssen. Das spart Energie für die entscheidenden letzten Meter des Runs. Ein Außenstopp gibt der Handfläche Gegendruck, während der Innenstopp Hand und Daumen für Schaltvorgänge positioniert. Gefertigt wird die "GravityControl"-Gummimischung übrigens direkt in Deutschland – also Qualität „Made in Germany“.

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Slim, Regular oder FAT? Die Qual der Wahl

Bisher gab es den GDH nur in einer Standardgröße. Ab sofort sieht das Portfolio deutlich differenzierter aus:

  • GDH Slim (30 mm): Für Fahrer mit kleineren Händen oder jene, die ein extrem direktes Feedback vom Untergrund lieben. Nate Hills schwört bereits darauf: Mehr Präzision bei gleichem Komfort.
  • GDH (32 mm): Das bewährte Original. Die "Goldene Mitte", die bereits drei Weltmeistertitel und etliche Worldcup-Siege eingefahren hat.
  • GDH FAT (34 mm): Damit kommen auch Biker mit großen Händen voll auf ihre Kosten, ohne dass der Griff unter der Belastung schwammig wirkt.

Und weil das Auge bekanntlich mitfährt, serviert Ergon das Ganze in sieben neuen Farben. Damit lässt sich das Cockpit perfekt auf den Rahmen oder die restlichen Komponenten abstimmen.

Sieben Farben und Vali Höll Edition

Die GDH-Serie kommt in verschiedenen Farbvarianten >> z. B. hier erhältlich. Der GDH Slim ist in Black und Slay Grey verfügbar. Das Standardmodell GDH gibt es in Black, Juicy Orange, Slay Grey, Lunar Lilac, Vicious Pink, Nightride Blue und Chili Red. Der GDH FAT erscheint in Black, Slay Grey, Juicy Orange, Nightride Blue und Chili Red. Eine Vali Höll Edition in Black/Gold und White/Gold ergänzt das Sortiment. Die Griffe sind ab sofort im Fachhandel erhältlich.

​Alternative Griffe: Wer bietet ähnliche Performance?

Ergon setzt die Messlatte hoch, doch der Markt für Gravity-Griffe ist hart umkämpft. Hier sind drei Alternativen, die ebenfalls auf maximale Kontrolle im harten Gelände setzen:

  1. ODI Elite Flow / Pro: Der Klassiker aus den USA. ODI setzt ebenfalls auf ein versetztes Griffmuster für mehr Dämpfung an der Handfläche, ist aber oft etwas schlichter in der ergonomischen Ausformung als Ergon.
  2. SQlab 7OX: Die bayrischen Ergonomie-Experten setzen auf eine stark strukturierte Oberfläche und verschiedene Gummizonen. SQlab ist bekannt für seinen Fokus auf die Entlastung des Ulnarnervs.
  3. DMR Deathgrip: Der Kult-Griff von Brendan Fairclough. Er kombiniert Mushroom-Design, Rändelung und Waffelmuster. Er bietet zwar keine verschiedenen Dicken in dem Maße wie Ergon, ist aber für seinen extremen Grip ("Tacky-Grip") berühmt.

Die Meinung der Redaktion

Mit der Erweiterung auf drei Größen macht Ergon einen logischen Schritt. In einem Sport, in dem Nuancen über Sieg oder Niederlage entscheiden, ist die perfekte Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine der wichtigste Tuning-Faktor. Schon in der Standard-Version überzeugte der GDH mit massig Grip und spürbarer Dämpfung, doch der 32 Millimeter Durchmesser passte bei Weitem nicht zu jeder Hand und zu jedem Griff-Geschmack. Mit den beiden neuen Größen, dürfte wirklich für jeden Gravity-Biker das passende Modell dabei sei. Im bisherigen Einsatz zeigte sich der in Deutschland gefertigte Griff als äußerst komfortabel und mit ordentlicher Dämpfung. Ein Tribut an die weiche Mischung ist allerdings die etwas geringere Haltbarkeit - Abrieb und kleinere Risse sind im harten Einsatz schon früh sichtbar. Doch wo gehobelt wird, fallen bekanntlich Späne.


Stefan Frey

Stefan Frey

Redakteur

Stefan Frey ist Niederbayer, er liebt die moosig-lehmigen Trails des Bayerischen Waldes ebenso wie den schroffen Fels der Dolomiten. Für technische Abfahrten nimmt er nahezu jeden Anstieg in Kauf – gerne aus eigener Kraft. Als Zubehör-Spezialist ist er die erste Anlaufstelle bei Fragen zu Ausrüstung und Anbauteilen, während er als Textchef die Sprachkrümel von den Seiten der BIKE-Print-Ausgaben fegt.

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