Breite Reifen brauchen eine solide Basis, nur dann können sie ihr Potenzial voll ausschöpfen. Auf den 30 Millimeter breiten Carbonfelgen der neuen Vision-Laufräder lassen sich 55er Reifen locker mit 1,4 Bar fahren. Maximaler Komfort. Grip wie am Rallye-Wagen. Rollen wie auf einem Luftkissen. Und trotz ihrer breiten Bauweise sollen die Laufräder aerodynamisch durch den Fahrtwind schneiden.
Vision präsentiert mit den neuen SC 45 i30 einen Laufradsatz, der sich bereits beim Gravelrace The Rift auf Island bewährt hat. Und dort fegt der Wind bekanntermaßen besonders unbarmherzig über die raue Vulkanlandschaft. Dabei hat Vision bewußt keinen reinen Gravel-Race-Laufradsatz entwickelt. Der neue SC 45 i30 soll auf allen möglichen Einsätzen punkten: Asphalt, Schotter, Waldwege, Bikepacking-Routen und gelegentlich auch anspruchsvolleres Terrain.
Die Anforderungen an einen Gravel-Laufradsatz sind extrem: Ungefederte Bikes werden auf schmalen Reifen über knüppelharte Pisten getreten. Einstecken müssen das zuallererst die Laufräder. Mit dem SC 45 i30 geht Vision damit in die absolut richtige Richtung: breiter, robuster und vielseitiger. Während viele Hersteller weiterhin primär auf Gewicht oder Aerodynamik setzen, versucht Vision den Fokus stärker auf Fahrstabilität und Kontrolle zu legen. Besonders die enorme Innenweite von 30 Millimetern hebt den Laufradsatz von vielen Wettbewerbern ab und dürfte hervorragend mit modernen High-Volume-Gravelreifen harmonieren. Das Gewicht von 1.542 Gramm bewegt sich zwar nicht auf Top-Niveau, erscheint angesichts der breiten Felgen und des robusten Konzepts jedoch akzeptabel. Stefan Frey, BIKE-Redakteur
Die wohl auffälligste Eigenschaft des neuen Laufradsatzes ist seine 30 Millimeter breite Innenweite. Während klassische Gravel-Laufräder oft zwischen 21 und 25 Millimetern liegen, folgt Vision dem aktuellen Trend zu deutlich breiteren Felgen. Dadurch erhalten moderne Gravel-Reifen mehr Volumen und eine flachere Kontur. Laut Vision ergeben sich daraus mehrere Vorteile: mehr Traktion auf losem Untergrund, höhere Kurvenstabilität, bessere Kontrolle bei niedrigen Luftdrücken und eine größere Aufstandsfläche für mehr Komfort.
Gerade bei den immer beliebteren Reifenbreiten von 50 bis 55 Millimetern dürfte die breite Felge ihre Stärken ausspielen.
Neben der Breite setzt Vision auf eine Felgenhöhe von 45 Millimetern. Damit bewegt sich der SC 45 i30 in einem Bereich, der lange vor allem Rennrad-Aero-Laufrädern vorbehalten war. Im Gravel-Segment wächst jedoch die Nachfrage nach aerodynamischen Laufrädern, insbesondere bei schnellen Schotterrennen und langen Marathon-Events. Auch die Verwendung von sogenannten Direct-Pull-Aero-Speichen soll der Windschnittigkeit zugute kommen.
Auffällig ist, dass Vision bei der Entwicklung nicht nur auf Geschwindigkeit fokussiert war. Vor allem Haltbarkeit, Zuverlässigkeit, Wartungsfreundlichkeit und Schlagfestigkeit haben bei der Entwicklung eine übergeordnete Rolle gespielt.
Das passt zur Realität vieler Gravel-Fahrer. Anders als beim Rennrad sind die Belastungen deutlich höher, gleichzeitig finden Fahrten oft weit entfernt von Werkstatt oder Support statt. Ein schneller Defekt kann dadurch wesentlich schwerwiegendere Folgen haben.
Beim Nabenaufbau setzt Vision auf die hauseigenen V-200-Naben mit einem klassischen Dreiklinken-Freilaufsystem. Sechs gedichtete Industrielager sollen für Haltbarkeit und Servicefreundlichkeit sorgen. Beim Bremsscheiben-Standard vertraut Vision der Centerlock-Aufnahme von Shimano. Zudem ist der Laufradsatz mit den gängigsten Freiläufen Shimano HG und Microspline sowie Sram XDR kompatibel. Damit deckt Vision praktisch alle aktuellen Gravel-Antriebe ab.
Die Anforderungen an einen Gravel-Laufradsatz sind extrem: Ungefederte Bikes werden auf schmalen Reifen über knüppelharte Pisten getreten. Einstecken müssen das zuallererst die Laufräder. Mit dem SC 45 i30 geht Vision damit in die absolut richtige Richtung: breiter, robuster und vielseitiger.
Während viele Hersteller weiterhin primär auf Gewicht oder Aerodynamik setzen, versucht Vision den Fokus stärker auf Fahrstabilität und Kontrolle zu legen. Besonders die enorme Innenweite von 30 Millimetern hebt den Laufradsatz von vielen Wettbewerbern ab und dürfte hervorragend mit modernen High-Volume-Gravelreifen harmonieren. Das Gewicht von 1.542 Gramm bewegt sich zwar nicht auf Top-Niveau, erscheint angesichts der breiten Felgen und des robusten Konzepts jedoch akzeptabel. Stefan Frey, BIKE-Redakteur

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