Adrian Kaether
· 08.10.2023
Lange Buchstaben- und Zahlenkolonnen oder krasse Namen, das überlässt Acros lieber der Konkurrenz. Die Carbon-Laufräder der Firma aus dem württembergischen Renningen sind genauso simpel wie ihr Name: Acros Enduro Carbon. Der Look ist mit schwarzen Decals auf Sichtcarbon, schwarzen Naben und Speichen entsprechend schlicht, der Freilauf tönt dagegen im Werkssetup recht hörbar. Praktisch: Wer das nicht mag, kann’s in drei Stufen einstellen. Das erfordert etwas Schrauerkenntnis, die Bandbreite reicht von Klingel-Ersatz bis etwas dezenter. Ganz leise geht’s also nicht, trotzdem eine gute Idee.
Die eigentliche Stärke der Acros Laufräder liegt aber im Gewicht. 1571 Gramm für unser Testmodell in MX (29/27,5 Zoll) sind ein wirklich guter Wert für einen Satz Enduro-Laufräder. Der Preis fällt mit 1235 Euro für Carbon-Laufräder extrem fair aus. Dabei begeisterten uns die Felgen auf dem Trail mit spritzigem Handling und ließen unser Testbike auffallend leichtfüßig wirken. Klassische Nachteile von Carbon-Laufrädern wie eine übermäßige Steifigkeit und ein in der Folge harsches Fahrgefühl konnten wir nicht bemängeln. Schon die Vorgänger galten als recht widerstandsfähig, auch unser aktueller Laufradsatz zeigte im kurzen ersten Testzeitraum keine Mängel. Anders als viele andere Leichtbau-Laufräder sind die Acros Carbon Enduro nicht auf ein maximales Gewicht beschränkt.
Die Acros Enduro Carbon sind nicht viel teurer als gute Alu-Laufräder, dabei aber richtig leicht, schick und wirken sehr durchdacht. Die fehlende Gewichtsbeschränkung gibt Vertrauen, der Freilaufsound lässt sich einstellen. Top-Tuningteil für alle Bikes von einem modernen All Mountain bis hin zum Light-E-MTB. - Adrian Kaether, Redakteur EMTB Magazin

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