Während viele Hersteller zunächst bestehende 29-Zoll-Konzepte auf das größere Format übertragen, entschied sich Industry Nine bewusst für eine komplette Neuentwicklung. Der Hush basiert auf einer speziell für 32-Zoll-Laufräder entwickelten Carbonfelge und nicht auf einer modifizierten 29er-Form. Ziel war es, die bekannten Fahreigenschaften moderner Mountainbikes beizubehalten und gleichzeitig die Vorteile des größeren Durchmessers auszunutzen.
Der Hush 32 Carbon zeigt, dass sich der 32-Zoll-Trend zunehmend von einer experimentellen Nische zu einer ernstzunehmenden Plattform entwickelt. Mit einem Gewicht von 1512 Gramm pro Satz sind die neuen Hush durchaus konkurrenzfähig. Besonders spannend ist der Ansatz von Industry Nine, die Laufräder mit nur 24 Speichen aufzubauen. Ob sich das tatsächlich im Gelände bewährt, oder ob die Steifigkeit in Verbindung mit dem großen Durchmesser beeinträchtigt wird, muss die Praxis zeigen. Interessant ist die bewusste Fokussierung auf XC- und Trail-Einsätze, denn genau hier dürften große Laufräder ihre Vorteile beim Überrollen und bei der Geschwindigkeit am stärksten ausspielen. Stefan Frey, BIKE-Redakteur
Der Hush richtet sich nicht ausschließlich an Racer. Industry Nine positioniert den Laufradsatz sowohl im Cross-Country- als auch im Trail-Segment. Spannend ist vor allem, dass die Entwickler mit unterschiedlichen Speichenzahlen und Nabenstandards experimentiert haben. Nach umfangreichen Versuchen entschied man sich schließlich für einen Aufbau mit 24 Speichen, 2:1-Einspeichung, Boost-Standard und SOLiX-Nabenplattform.
Industry Nine verweist auf ähnliche Beobachtungen wie andere Hersteller, die bereits mit dem neuen Format experimentieren. Größere Laufräder sorgen für höheren Schwung, bessere Überrolleigenschaften, mehr Laufruhe und stabileres Fahrverhalten auf rauem Terrain.
Die Herausforderung liegt darin, diese Vorteile zu nutzen, ohne Einbußen bei Steifigkeit und Fahrpräzision in Kauf zu nehmen. Laut den internen Tests erreicht der Hush ein Niveau bei Schlagfestigkeit und vertikaler Nachgiebigkeit, das mit bewährten 29-Zoll-Systemen vergleichbar sein soll. Lediglich bei der Seitensteifigkeit seien die Unterschiede minimal.
Produziert werden die Carbonfelgen nicht irgendwo in Fernost, sondern in Kamloops, British Columbia. Dort fertigt WR1 (We Are One Composites), die hauseigene Carbon-Division von Industry Nine, sämtliche Hush-Felgen in Handarbeit. Die Felgen werden vollständig von Hand laminiert und anschließend mit den bekannten Industry-Nine-Komponenten aufgebaut.
Als Nabenbasis kommt die aktuelle SOLiX-Plattform zum Einsatz. Diese bildet bei Industry Nine das Herzstück zahlreicher High-End-Laufradsätze und wird mit den bekannten Aluminium-Systemspeichen kombiniert. Dadurch entsteht ein sehr direkter Kraftfluss zwischen Nabe und Felge.
Wie bei vielen Industry-Nine-Produkten steht auch hier die Individualisierung im Vordergrund. Die Laufräder können in unterschiedlichen Farbvarianten aufgebaut werden und richten sich insbesondere an Custom-Bike-Projekte sowie OEM-Partner.
Der Hush 32 Carbon zeigt, dass sich der 32-Zoll-Trend zunehmend von einer experimentellen Nische zu einer ernstzunehmenden Plattform entwickelt. Mit einem Gewicht von 1512 Gramm pro Satz sind die neuen Hush durchaus konkurrenzfähig. Besonders spannend ist der Ansatz von Industry Nine, die Laufräder mit nur 24 Speichen aufzubauen. Ob sich das tatsächlich im Gelände bewährt, oder ob die Steifigkeit in Verbindung mit dem großen Durchmesser beeinträchtigt wird, muss die Praxis zeigen.
Interessant ist die bewusste Fokussierung auf XC- und Trail-Einsätze, denn genau hier dürften große Laufräder ihre Vorteile beim Überrollen und bei der Geschwindigkeit am stärksten ausspielen. Stefan Frey, BIKE-Redakteur

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