Test Fox Podium FactoryDas Auf-dem-Kopf-Versprechen

Laurin Lehner

 · 23.08.2026

BIKE Best of Test
Der Platzhirsch im Upside-Down-Geschäft: Die Fox Podium in der Factory-Variante. Leider teuer, leider schwer.
Foto: Georg Grieshaber

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Die Fox Podium hat den Upside-Down-Trend 2024 endgültig wieder ins Rollen gebracht. Wir montierten die Federgabel. Wir fuhren sie. Und wie freuten uns über sie.

Themen in diesem Artikel

Der Dominator: Fox Podium 2025 testeten wir die Fox Podium zum ersten Mal. Und weil nur Vergleichstests echte Auskunft geben, packten wir die Enduro-Gabel-Platzhirsche Fox 38 und RockShox ZEB mit ein (damals noch die 2025er-Modelle). Auf dem Papier sorgte die Podium im Vorfeld für lange Gesichter: ganze 300 Gramm schwerer als die damalige 38 Factory und fast doppelt so teuer wie die ZEB Ultimate von RockShox. Oha. Vorschusslorbeeren, nur im negativen Sinne. Nun sind wir die Gabel erneut gefahren und das ist unser Testeindruck.

​Test: Die Fox Podium Factory

​Erstmal einstellen, dann fahren.

​Das Setup:

Fox bleibt Fox Das Setup der Podium Factory gelingt genauso intuitiv wie bei allen Fox-Factory-Gabeln. Ein Aufkleber liefert die Luftdruckempfehlung fürs jeweilige Fahrergewicht – dazu gibt es Klick-Tipps für Druck- und Zugstufe. Kein Rätselraten, kein Frust. An der Gabelkrone lassen sich High- und Lowspeed-Druckstufe werkzeuglos mit jeweils 8 beziehungsweise 18 Klicks einstellen. Setup-Nerds dürfen sich zusätzlich über eine High- und Low-Speed-Zugstufe freuen.

Let´s Abfahrt!

Aha-Erlebnis auf den ersten Metern: Auf unserer ruppigen Wurzel-Teststrecke verwöhnt die Podium nicht nur mit Komfort, sondern auch mit eindrucksvoller Traktion – das spürten wir besonders in wurzeldurchzogenen Kurven, wo andere Gabeln zum verspringen tendieren, schnitt die Podium wie auf Schienen in den Turn. Die geringere Verdrehsteifigkeit spürten wir durchaus – doch sie fiel ausschließlich positiv auf und sorgte für ein spürbares Komfortplus. Wenn es schnell wurde und zur Sache ging, sorgte die Podium für beeindruckende Ruhe in der Front. Stufen, Kanten, dicke Wurzelstränge – die Podium nahm sie auf wie ein Spielautomat die Münzen eines Spielsüchtigen – rein, weg, weiter! Nur bei kleinen, schnellen Schlägen könnte sie noch etwas gefühliger reagieren. Auch intensives Experimentieren mit der Zugstufe half nix. Was die Podium jedoch definitiv kann: große, harte Schläge kassieren. Sie nutzt ihren gesamten Federweg und bleibt gegen Ende des Hubs angenehm progressiv – Kraftspitzen werden abgefedert, die Kontrolle bleibt.

Fazit:

Die Fox Podium Factory ist eine Wucht. Komfort, Traktion, Speed – sie beherrscht alles und toppt damit in der Praxis sogar die Testsieger-Gabel Fox 38. Nur zwei Dinge trüben das Bild: der Preis (!) und das Gewicht.

Kurz & Knapp

  • Einstellmöglichkeiten: Luftdruck, High und Lowspeed Druck- und Zugstufe, Volumespacer Max. Ø Disc: 230 mm
  • Gewichtslimit: 169 kg
  • Standrohr: Ø 38 mm
  • Verfügbarer Federweg: 160, 170 mm
  • Einbaulänge: 595 mm
  • Verdreh-/Bremssteifigkeit: 17,3 Nm/° / 355,1 Nm/°
  • ​Gewicht: 2786 Gramm
  • Preis: 2399 Euro >> hier reduziert erhältlich

So testet BIKE

Labor: Unsere Federgabeln werden von unserem Testlabor geprüft. Neben dem Wiegen standen auch Steifigkeitsmessungen auf dem Programm.

Praxis: Für eine maximale Vergleichbarkeit haben wir das Upside-Down-Konkurrenz-Modell von KYB auf identischen Testbikes getestet. Im Bikepark Geisskopf fuhren wir sie auf unterschiedlichen Strecken. Beim Setup orientierten wir uns zunächst an den Herstellerempfehlungen und näherten uns dann Schritt für Schritt dem optimalen Setting an.

In Gesellschaft: Die Fox Podium Factory (re.) mit der neuen Upside-Down-Forke vom Japan-Label KYB.Foto: Laurin LehnerIn Gesellschaft: Die Fox Podium Factory (re.) mit der neuen Upside-Down-Forke vom Japan-Label KYB.

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Laurin Lehner

Laurin Lehner

Redakteur

Der gebürtige Südbadener Laurin Lehner ist laut eigenen Angaben ein lausiger Racer. Vielleicht fasziniert ihn deshalb kreatives, verspieltes Biken. Für ihn zählt nicht, wie schnell man von A nach B kommt, sondern was dazwischen passiert. Lehner schreibt Reportagen, interviewt Szene-Größen und testet Produkte und Bikes - am liebsten welche mit viel Federweg.

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